„Guten Morgen, vergewaltigtes Warschau“

Cover zu Morphin von Tzczepan Twardoch (Quelle: Rowohlt Verlag).

Cover zu Morphin von Tzczepan Twardoch (Quelle: Rowohlt Verlag).

So gut wie alle literarischen Werke laufen im Resultat mehr oder weniger explizit auf einen spezifischen Topos hinaus: Der Frage nach der eigenen Identität. Der polnische Schriftsteller Szczepan Twardoch hat in seinem neuen Roman Morphin diese Frage klar und deutlich aufgenommen und in ihren verschiedensten Facetten beleuchtet, anhand eines abgehalfterten halb polnisch, halb deutschen Antihelden im von den Deutschen besetzten Warschau von 1939.

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Unsere Urkatastrophe

Cover zu Der Große Krieg von Herfried Münkler

Cover zu Der Große Krieg von Herfried Münkler (Quelle: Rowohlt Verlag).

Man kann dem nicht entgehen – 2014 ist das Jahr der Jubiläen zahlreicher historischer Ereignisse, die die Kultur unseres kollektives Gedächtnis´ prägen: vor 75 Jahren begann der Zweite Weltkrieg und vor 200 der Wiener Kongress und vor sogar 2000 Jahren starb der römische Kaiser Augustus. Ein historisches Ereignis prägt die diesjährige Medienlandschaft besonders: Der Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren im August 1914.

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Albert Camus minus Existenzialismus

Cover von "CAMUS. Das Ideal der Einfachheit" von Iris Radisch (Quelle: Rowohlt Verlag).

Cover von „CAMUS. Das Ideal der Einfachheit“ von Iris Radisch (Quelle: Rowohlt Verlag).

Blickt man einmal zurück auf die Sachbücher aus dem Bereich Kultur des letzten Jahres, so haben viele Rezensenten immer die Albert Camus-Biographie der Literaturkritikerin und Feuilleton-Leiterin der ZEIT, Iris Radisch, nämlich CAMUS. Das Ideal der Einfachheit: Eine Biographie, erschienen im  Rowohlt Verlag, als Sachbuch des Jahres hervorgehoben – teilweise berechtigt.

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