Aus der Sprache gefallen

Blut am Hals der Katze_N.F. Tuerksever, Ensemble_(c) HIlda Lobinger

Foto: Hilda Lobinger

Am letzten der diesjährigen Bayrischen Theatertage sitze ich zehn Katzen gegenüber: Sie sind starr, wirken maschinell, Zukunftskatzen vielleicht, roboterartig, und doch leuchten ihre Augen. Vielleicht geht es in „Das Blut am Hals der Katze“ ja um den arroganten Blick der Katzen auf unsere Welt. Erst im Nachgespräch erfahre ich, dass das Stück nur aus Zufall so heißt. Dass es eigentlich der Name eines anderen Stücks war, das nie fertig geworden ist. Dass der Titel seinen Teil dazu beiträgt, in diesem Stück die Probleme unserer Sprache auf die Bühne zu bringen. Die zehn Darsteller der Bayrischen Theaterakademie August Everding haben trotzdem jeder eine Katze gebastelt. „Wir wollten Assoziationsräume schaffen“, erklären sie. Und in diesen Räumen habe ich mich ausgesprochen gern aufgehalten.

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