Quantenphysik und Hoffnung – Horus W. Odenthal 2

re>flex präsentiert den zweiten Teil des Interviews mit Horus W. Odenthal! Horus (geboren 1962) ist Comic-Schriftsteller und Fantasy-Autor. Zuletzt sorgte er mit seiner Trilogie „Ninragon“ für Aufsehen. Den ersten Teil des Interviews kann man hier nachlesen.

Joshua Groß:  In Ihrer Trilogie gehen Sie eine viel größere Distanz als in den Comics. Welche neuen Möglichkeiten hat Ihnen die Form des Romans gegeben? Hat sich Ihre Vorstellung von der Dramaturgie einer Geschichte geändert?

Horus W. Odenthal: Hm, das empfinde ich genau umgekehrt. Ich habe den Eindruck, seit ich schreibe viel näher an meinen Personen dran zu sein. Und nicht nur das, sogar in ihnen drin.
Bei den Comics konnte ich die Personen nur von außen abbilden. Gut, ich konnte ein extremes Close-up von einer Person bringen, und die Mimik und die sich darin abbildenden Emotionen zeigen, den Leser spüren und empfinden lassen – wenn er sich denn darauf einließ und nicht schnell von einem Bild zum anderen flog, was wahrscheinlich die meisten Comic-Leser machen. Aber: wie sagt man so schön? Man kann einem Menschen immer nur vor die Stirn schauen. Weiterlesen

Raumschiffe und Androiden, Teil 1

Nach dem re>flex u.a. über den Comiczeichner Horus W. Odenthal berichtete, entstand Kontakt zu dem Künstler, der mittlerweile Fantasy-Romane schreibt. Als Indie-Autor brachte er zuletzt die Trilogie „Ninragon“ auf den Markt. Weitere Projekte sind in Arbeit. re>flex präsentiert ein ausführliches Interview mit Horus W. Odenthal in zwei Teilen.

Joshua Groß: Ist die Entscheidung, Romane zu schreiben, der nächste, logische Schritt? Auch in Ihren Comics ging es häufig um Sci-Fi-Handlungen. Und was fasziniert Sie an den Möglichkeiten der Sci-Fi?

Horus W. Odenthal: Ich habe Bücher immer geliebt und ursprünglich hatte ich in meiner Jugend den Wunsch, Schriftsteller zu werden. Dann entdeckte ich, auch durch Magazine wie das deutsche „Schwermetall“, das Zeichnen, und damit verlagerten sich meine Aktivitäten auf die Comics. Ich wollte lernen, wie das mit dem Zeichnen geht, aber das Grafikdesign-Studium, das ich daraufhin begann, machte mich nur zum Autodidakten. Ich lernte aber auf der FH Leute kennen, die sich genau wie ich für Comics interessierten, und bald gaben wir unsere ersten Fanzines heraus. Ich bin froh, Weiterlesen