kultur>kolumne: Klowände streichen ist wie Bücher verbrennen!

SAMSUNG CAMERA PICTURESMan stellt sich als Mann eine öffentliche Damentoilette anders vor, als sie in Wirklichkeit ist. Unberührt, irgendwie unschuldiger, weiße Wände, Zitrusfrische. Der folgende Artikel räumt mit diesem Vorurteil auf: Männer und Frauen geben sich nichts, wenn es darum geht, obszöne Gedanken oder Merkverse über Fäkalien mit dem Edding 500 an die Wand zu kritzeln. Frei nach dem Motto: „Fränkische Braunwurst im eigenen Saft“. Das wird schon im alten Rom nicht anders gewesen sein, jedenfalls deuten Latrinalia in Pompeji darauf hin. Allerdings wäre es zu kurz gegriffen, der Gattung der Toilettenwandliteratur jede inhaltliche Tiefe abzusprechen. Denn, wer kennt es nicht, während eines unaufschiebbar zu verrichtenden Geschäfts rund um sich herum politische Manifeste, philosophische Grundsatzdebatten oder Schmähschriften wahlweise über den 1. FCN oder Greuther Fürth lesen zu müssen? Auf den Toiletten der Philosophischen Fakultät haben wir uns ein wenig umgesehen…
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