Hochzeit im Scheinwerferlicht

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Fotos: Simeon Johnke

Romeo und Julia: eines der bekanntesten Theaterstücke der Welt, wenn nicht gar das bekannteste. Sogar Hollywood hat das Drama verfilmt. Gerade so wie man es von Hollywood-Produktionen gewöhnt ist: Mit pompösen Kostümen, Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle und ganz großen Gefühlen. All das unterstützt von Shakespeares Original-Text, der alles andere als nüchtern ist. Zu viel Kitsch? Zu viel Pathos? Einen Gegenentwurf liefert das theater zwo sieben – nicht nur, weil sie keinen DiCaprio haben. Weiterlesen

Silvester bei Beelzebub Irrwitzer

WunschpunschDezember – der ideale Monat, um eine persönliche Bilanz des Jahres zu ziehen. Auf einmal steht das neue Jahr bevor und man fragt sich: Wie ist die Zeit nur so schnell vergangen? Die Zeit spielt eine wichtige Rolle in der neuesten Produktion der Studiobühne: Regisseurin Marie-Christin Schwab bringt mit ihrem Team Michael Endes Roman Der Wunschpunsch auf die Bühne. Weiterlesen

Penthesilea meets Lulu

Barish Karademir hat sich einen bunten Dramenmix zusammengestellt: Goethe, Büchner, Kleist – dazu Wedekind und Kane … und alles nur wegen der Frauen. Küsse und Bisse heißt seine Dramencollage, die am 13. November im Gostner Hoftheater Uraufgeführt wird. Hier, was das Theater uns in seiner Pressemitteilung darüber schrieb: Weiterlesen

„Mir ekelt!“ – „Ich bedaure dich.“

"Räuber"Heute Abend findet 20:00 im Hubertussaal, Nürnberg, ein zweites und letztes Mal die Aufführung von „Räuber“ statt, einer Koproduktion des theater zwo sieben und der Abschlussklasse 09/11 des Studiengangs „Darstellendes Spiel“ der Universität Erlangen-Nürnberg. Die Inszenierung Dieter Lincks entlehnt Textpassagen und Story dem Vorzeigestück des deutschen Sturm und Drang: Schillers „Die Räuber“. In 45 Minuten reiht sich ein Bild an das andere, unterstützt von rebellischer Musik. Die in Szene gesetzten Passagen werden wiederholt, geflüstert, gehaucht, geschrien, gestöhnt und enden in irrem Gelächter.

Die Geschichte des Karl Moor, der von seinem Vater verstoßen wird und daraufhin eine Räuberbande gründet, steht hier nicht im Vordergrund. Sie wird erzählt, das auf jeden Fall. Aber kurz und bündig: Die Gründung der Bande und der Schwur, die Eskalation, Amalias Tod. Die Schuld ist rot und das leise verkrampfte Zittern Karls geht einem durch Mark und Bein. Und das ist faszinierend. So kurz ist die Inszenierung und doch gespickt mit Emotionen, ganz kleinen und ganz großen, die berühren. So, wie es im Theater sein soll. Und dabei haben wir es hier keineswegs mit professionellen Schauspielern zu tun. Weiterlesen