„Nichts bedeutet irgendetwas“

Nichts was im Leben wichtig ist_3

Foto: Gisela Hoffmann

 

Das Nichts ist extrem gefährlich. Das wusste schon Bastian Balthasar Bux. Wie gefährlich es erst werden kann, wenn es in die Hände von Jugendlichen gerät, zeigte das Gostner Hoftheater am vergangenen Dienstag in der Erlanger Garage anlässlich der Bayrischen Theatertage. Das Ensemble führte „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ auf, ein Theaterstück, das auf dem gleichnamigen Jugendroman von Janne Teller basiert. Ein absolut nicht langweiliger Abend. Nicht vorhersehbar, nicht unglaubwürdig. Aber – ist das wichtig? Weiterlesen

NICHTS. Was im Leben wichtig ist.

Pierre Anthon im Hintergrund lässig auf seinem "Pflaumenbaum" - Pressefoto des Gostner Hoftheaters

Pierre Anthon im Hintergrund lässig auf seinem „Pflaumenbaum“ – Pressefoto des Gostner Hoftheaters

Gestern fand die Premiere der neuen Eigenproduktion des Gostner Hoftheaters statt. Die Nachwuchsregisseurin Silke Würzberger inszenierte Janne Tellers umstrittenen Roman „Nichts. Was im Leben wichtig ist“.  Die Handlung des Stückes kreist um Kernfragen des menschlichen Daseins: Welchen Sinn hat unser Leben? Was darin ist bedeutend?

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„Am Ende ist das Nichts entstanden.“

Fotograf: Matthias Dennerlein/ Harlekin Art Graphix
Fotograf: Matthias Dennerlein/ Harlekin Art Graphix

Am letzten Mittwoch wurde die Begleitausstellung zur neuen Theaterproduktion des Gostner Hoftheaters eröffnet. Die Designstudentin Simona Leyzerovich und der freischaffende Künstler und Designer Julian Vogel präsentierten ihre kreativen Überlegungen zum NICHTS:

Wir betreten das LOFT, die gemütliche Gostner Theaterkneipe, und sehen erst einmal – nicht so viel. Statt Bildern ist nur ein großflächiges gelbes Laken an der Wand befestigt, das den mit rosa Klebeband aufgebrachten Schriftzug „NICHTS“ trägt. Wir fragen uns sofort, ob die Künstler den Mut haben, das Thema mit – eben nichts – umzusetzen! Werden die drei Musiker auf der Bühne überhaupt spielen? Oder nur mit ihren Instrumenten dasitzen und das „NICHTS“ zelebrieren?

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Penthesilea meets Lulu

Barish Karademir hat sich einen bunten Dramenmix zusammengestellt: Goethe, Büchner, Kleist – dazu Wedekind und Kane … und alles nur wegen der Frauen. Küsse und Bisse heißt seine Dramencollage, die am 13. November im Gostner Hoftheater Uraufgeführt wird. Hier, was das Theater uns in seiner Pressemitteilung darüber schrieb: Weiterlesen

„Tschick“ – oder: Achtung Stroboskop!

Quelle: http://media.news.de/resources/thumbs/8a/fa/855131860_800x600/38bf25df786bbaffa279e71042a9.jpg

Samstagabend, 19 Uhr, Nürnberg, Austraße 70: Laute Musik, helle Lichter, zwei Jungs, die sich völlig auspowern, während sie zur Musik tanzen. Hier kommt besagtes Stroboskop zum Einsatz, vor dem an der Kasse gewarnt wird und macht aus der Bühne eine Tanzfläche. Wir sehen Maik und Tschick, die ordentlich abfeiern, so wie es sich für zwei Vierzehnjährige gehört, wenn die heiß ersehnten Sommerferien endlich starten. Doch die Darsteller Boris Keil (Tschick) und sein Kollege David Schirmer (Maik) zeigen uns lediglich, wie es hätte sein sollen. Tatsächlich hat die Geschichte um den Russen Tschick, der in verschiedenen Heimen aufgewachsen ist und mit Alkoholfahne, Plastiktüte und in Jogginghosen in die selbe Klasse geht, wie der Außenseiter Maik Klingenberg aus gutem Elternhaus, anders angefangen.

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Mit dem Kopf durch die Wand

"Gegen die Wand", © Gostner Hoftheater

"Gegen die Wand", © Gostner Hoftheater

Gegen die Wand ist ein Stück über Liebe, Sex, den Durst nach dem Leben und der Freiheit. Die beiden Hauptprotagonisten, getriebene und vom Leben enttäuschte Figuren auf einer verzweifelten Suche nach Leidenschaft und Geborgenheit, bewegen sich auf einem Grat zwischen Leben und Tod. Laut, wütend und vulgär fordern sie das Leben heraus und versichern sich so, noch am Leben zu sein. Weiterlesen

Auf der Suche nach Hoffnung – „Das blaue, blaue Meer“

Am 25.01.2012 hat das Gostner Hoftheater in Nürnberg die Premiere von „Das blaue, blaue Meer“ gefeiert. Ein Stück, das im Gedächtnis bleibt.

Es gibt einen Tag im November, da ist der Himmel so klar wie sonst nie, und da kann man die Sterne sehen, auch in der heruntergekommenen grauen Plattenbausiedlung in der Darko lebt, säuft, verzweifelt. Nur einmal diesen Himmel sehen, das ist sein Traum.

Motte währenddessen, möchte ans Meer, nach Norwegen, denn da ist das Meer so blau wie nirgendwo sonst. Blauer als auf jeder Karibik-Postkarte! Und außerdem Weiterlesen

„Quo vadis Gostenhof“ – Gostenhof lebt!

Volk, Staat, Freiheit, Demokratie, Identität. Kein leichtes Unterfangen, sich mit diesen  sehr starken Themen auseinanderzusetzen. „Quo vadis Gostenhof“ jedoch besticht mit der angenehmen Atmosphäre des Spielortes (Gostner Hoftheater) und kleinen Szenen mit einem ausgewogenen Mix aus Ernst, Leichtigkeit, Tragik und Humor. Ein kleiner Einblick in die Aufführung.

Mit ihren Szenen entführen die Macher in andere Gedankenwelten und finden dafür immer wieder neue Formen der Darstellung. Und oft sind die Texte so schön, dass man sie am liebsten mitschneiden und immer wieder anhören möchte, wie das Hörbuch zum „Kleinen Prinzen“. Wunderschöne Geschichten werden einem da erzählt, spannende Perspektiven aufgemacht und viele Wahrheiten ausgesprochen. Fast schon ein wenig zu viele, um sie sich alle durch den Kopf gehen zu lassen. Aber der Eindruck von etwas sehr Lebendigem und Innovativem bleibt. Und Gostenhof scheint wirklich der beste Ort für eine solche Art des Theaters Weiterlesen