Die vergnügliche Rache des Monsieur Biolay

Wer Rache üben will, fackelt nicht lange: dreißig Sekunden braucht Benjamin Biolay auf seinem neuen Album „Vengeance“ („Rache“, Naive 2012) zum ersten Höhepunkt. Wer hätte so viel Sorge um seine Ex-Geliebte, um dem Nachfolger zu raten „Liebe meine Liebe, oder ich bring‘ dich um“?

Liebe ist sein bevorzugtes Sujet und Biolay hält das Niveau; musikalisch zieht er auf „Vengeance“ alle Register. Mal legt er das Klavier zugrunde, mal die Gitarre und arrangiert dazu Samples, Streicher oder Bläser. Es gibt kaum ein Instrument, das er nicht einzusetzen weiß – und er kann ebenso einen avantgardistischen Sound kreieren Weiterlesen