Der große Gatsby – Oberflächlichkeit und Tiefenillusion

Ein Text von Marian Freistühler

Leser, Zuschauer und Kritik

In Erwartung von Leinwandadaptionen literarischer Werke verhält sich das belesene Kinopublikum gern ambivalent. Skeptisch die Kühnheit der Filmbranche beäugend kauft man sich schließlich nicht weniger neugierig und gespannt doch eine Karte und begutachtet nun also kritisch wie etwas in bunten, von Ton und Musik begleiteten Bewegtbildern auf weißer Leinwand erzählt wird, das man vorher nur von weißem Papier mit schwarzen Buchstaben darauf gekannt hatte.

Dieser freudige Pessimismus stellt die Frage nach den Erwartungen des Zuschauers an den Film und damit in letzter Konsequenz die Frage nach dessen Rezeption, das heißt ebenfalls: die Frage nach der Kritik. Welche Rolle spielt hier die literarische Vorlage?

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