Woyzeck: Live in Concert

Andreas Pommer im Interview mit dem Reflexmagazin

Andreas Pommer im Interview mit dem Reflexmagazin                                                                   Bild: Jonas Nekolla

Andreas Pommer hat es wieder einmal geschafft. Ein altbekanntes Stück neu zu inszenieren und auf eine enorm vielsagende und vielseitige Weise zu bewerben, den potentiellen Zuschauer dann doch fragend, aber neugierig zurückzulassend.
Deshalb trafen wir uns mit ihm, um diese Fragen zu klären und über die Bedeutung von klassischen deutschen Werken, anstrengende und doch angenehme Probephasen, die Symbiose von Musik und Theater und natürlich „Woyzeck“ zu sprechen.
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Hinter der Bühne – Ein Interview mit der Jungregisseurin Janina Schubert

14724093_339968696344722_1876999435_oEs ist an der Zeit, sich wieder dem studentischen Bildungsprogramm zu widmen. Die langen Semesterferien des Nichts-Tuns und die erdrückenden Lasten der Hausarbeiten, um die sich die meisten bis zur letzten Minute nicht kümmern, neigen sich dem Endspurt zu.

Studenten, Dozenten und Mitarbeiter betreten die Universitätsgebäude mit einer unaussprechlichen Motivation. Doch haben die ersten müden Gestalten in der Bismarckstraße bereits einen flüchtigen Blick an die Wände riskiert? Falls noch nicht, dann sollte Sie unbedingt ihren Tunnelblick erweitern, denn große Plakate mit einem zusammengekauerten jungen Mann und der großen Überschrift Woyzeck hängen in mehrfacher Ausführung über die Flure der FAU verteilt! Weiterlesen

Woyzeck tanzt

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Foto: Henning Rosenbusch

Sind wir nicht alle ein bisschen Woyzeck? Zumindest am Anfang diesen Abends, als zehn Woyzecks mit rotunterlaufenen Augen einen polternden Arbeitertanz aufführen, könnte man das meinen. Es sind Bewegungen, mit denen wir alle auch heute etwas anfangen können: getrieben, schwer, fremd geleitet. Doch im Laufe der Coburger Woyzeck-Inszenierung, die am vergangenen Donnerstag anlässlich der Bayrischen Theatertage aufgeführt wird, wird das Bild des Gebeutelten schnell noch differenzierter.

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Woyzeck am AMVI-Theater

Foto von Andreas Hofmann

„Wenn es doch nur Theater ist, warum ist es dann wichtig, ob es ein Mann oder eine Frau spielt,“ so erklärt mir Julian Schuppe die Besonderheit seiner Inszenierung. Nach „Peer Gynth“ und dem „Grubenwächter“ von Kafka hat sich der Jungregisseur am AMVI-Theater in der Glücksstraße 3 nun Büchners „Woyzeck“ gewidmet. Und hat sich an das Experiment gewagt, alle Rollen mit Frauen zu besetzen. Dabei herausgekommen ist ein spannendes  Ergebnis, das sich sehen lässt. Die Premiere findet heute 20.00 Uhr auf der Bühne der AMV  Fridericiana statt. Weitere Aufführungen werden am 30. 11 und am 1.12., ebenfalls jeweils 20.00 Uhr folgen. Der Eintritt ist frei und Karten können unter amv.org vorbestellt werden. Weiterlesen

Nackte Kreatürlichkeit. Christoph Mehlers polarisierender Woyzeck – ein Rückblick

Es war uns bereits zu Ohren gekommen: Mit Christoph Mehlers Woyzeck hatte es sich wohl ein wenig um das gehandelt, was in unseren Büchern als „Skandalinszenierung“ bezeichnet wird. Was aber macht so einen Skandal aus? Wir haben jetzt keine Definition nachgeschlagen,  haben aber trotzdem eine Vermutung: Dass bei der Premiere von Woyzeck am 17.12.2011 einige Reihen an Zuschauern den Theatersaal verließen, scheint zumindest in Richtung der Bezeichnung „Skandal“ zu gehen. Oder sagen wir „Skandälchen“. Wohl auch die Tatsache, dass die, die blieben, Berichten zufolge nicht nur applaudierten. „Buh“-Rufe wurden den Ensemblemitgliedern, allen voran Woyzeck-Darsteller Stefan Lorch, neben „Bravos“ entgegengeschmettert, Türen wurden knallend zugeworfen und Journalisten schrieben hinterher Kritiken, die sich alles andere als glichen. Weiterlesen