Diese Woche läuft an…

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Bild: Con­cor­de Film­ver­leih, Uni­ver­sum Film, Farb­film

Der Kino­mo­nat April beginnt düs­ter: Die Fil­me der Woche set­zen sich auf unter­schied­li­che Wei­sen mit Tod und Ver­gäng­lich­keit aus­ein­an­der. Ein Mann namens Ove ver­liert in einer schwe­di­schen Tra­gi­ko­mö­die allen Lebens­wil­len und ver­sucht immer wie­der erfolg­los sich umzu­brin­gen. Seit dem Tod sei­ner Frau ist der ego­zen­tri­sche Rent­ner in eine aus­ge­wach­se­ne Depres­si­on gerutscht.
Auch die US-ame­ri­ka­ni­sche Bio­gra­phie 
Free­held — Jede Lie­be ist gleich erzählt eine tra­gi­sche Lie­bes­ge­schich­te. Juli­an­ne Moo­re und Ellen Page kämp­fen für eine recht­li­che Gleich­stel­lung ihrer les­bi­schen Lebens­part­ner­schaft. Doch nach einer dra­ma­ti­schen Krebs­dia­gno­se bleibt ihnen dafür nicht mehr viel Zeit.
Die deut­schen Jäger haben in der Doku­men­ta­ti­on Grenz­bock ganz ande­re juris­ti­sche Pro­ble­me: Ein Revier in Bran­den­burg darf in Zukunft nicht mehr bejagt wer­den. Doch wenn nicht jedes Jahr genug Tie­re getö­tet wer­den, fürch­ten Exper­ten eine Über­po­pu­la­ti­on von Rot‑, Dam- und Schwarz­wild.

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Wodka und Schädelkuchen

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Eisen­stein (Elmer Bäck) lebt sich ein.            Bild: Salz­ge­ber

Nach meh­re­ren Pro­pa­gan­da­fil­men über die glor­rei­che rus­si­sche Revo­lu­ti­on braucht Meis­ter­re­gis­seur Ser­gej Eisen­stein einen Tape­ten­wech­sel — und reist ins fer­ne Mexi­ko. Eisen­stein in Gua­na­jua­to nutzt die Rei­se, um dem Exzen­tri­ker gleich noch eine Lie­bes­ge­schich­te anzu­dich­ten. Zwi­schen­durch wer­den dann aber auch noch wich­ti­ge The­men ange­spro­chen.

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kultur>kolumne: Ein Blick in die Zukunft

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Das gan­ze Jahr hängt davon ab, wie gut die Kar­ten gemischt wor­den sind…

Man könn­te die Ster­ne deu­ten, Blei gie­ßen oder eine Kugel befra­gen. Zum Jah­res­wech­sel gehört der Blick in die Zukunft genau­so dazu wie der Blick in die Ver­gan­gen­heit. Was wird pas­sie­ren? Ster­ne, Blei, Kugel – alles zu auf­wen­dig für mich. Ich ver­su­che es mit Tarot-Kar­ten. Die habe ich zwar auch nicht, aber ein biss­chen Impro­vi­sa­ti­on muss sein, wenn man kei­ne mit Talent geseg­ne­te und aus­ge­bil­de­te Wahr­sa­ge­rin ist. Beglei­te mich auf dem Weg in die kul­tu­rel­le Zukunft der Regi­on… Wei­ter­le­sen

Wenn der Vater stirbt

Der Rest der Nacht von Martin Becker

Bild: Luch­ter­hand Lite­ra­tur­ver­lag

Der Rest der Nacht ist Mar­tin Beckers ers­ter Roman. Er beginnt mit einem Mann, der sein Eltern­haus aus­räu­men lässt. Ein Jahr zuvor ist sein Vater gestor­ben, nun wird das Haus ver­kauft. Ein Schluss­strich. Das hat­te der Mann, der aus der Ich-Per­spek­ti­ve erzählt, so geplant. Doch dann hält ihn die Stadt, in der er auf­ge­wach­sen ist, län­ger fest. „Die Stadt hat Klau­en. Lan­ge Fin­ger hat sie, und die Fin­ger wie­der­um haben lan­ge Nägel. So sind ihre Klau­en. Wenn du gebo­ren wirst, dann legt sie ihre gro­ßen Hän­de um dei­nen Hals. Und drückt zu.“

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Jeder stirbt für sich allein

Cover zu Um uns die Toten von Bartholomäus Grill (Quelle: Siedler Verlag).

Cover zu Um uns die Toten von Bar­tho­lo­mä­us Grill (Quel­le: Sied­ler Ver­lag).

Der Tod lau­ert über­all. Da ver­wun­dert es nicht, dass er auch ein uni­ver­sel­les The­ma ist. So könn­te nahe­zu jede wis­sen­schaft­li­che oder künst­le­risch-kul­tu­rel­le Dis­zi­plin den Tod in sein Res­sort auf­neh­men. Doch das allei­ne war nicht das inter­dis­zi­pli­nä­re Ziel des Jour­na­lis­ten Bar­tho­lo­mä­us Grill. Sein Buch Um uns die Toten. Mei­ne Begeg­nun­gen mit dem Ster­ben bringt den Leser zum Nach­den­ken über den Tod und den bie­tet dazu sowohl einen phä­no­me­no­lo­gi­schen als auch indi­vi­du­ell-auto­bio­gra­phi­schen Umgang damit. Bei­des scheint sinn­voll zu sein, da doch kei­ner die­sem Unter­su­chungs­ob­jekt ent­flie­hen kann.

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Guten Morgen, vergewaltigtes Warschau“

Cover zu Morphin von Tzczepan Twardoch (Quelle: Rowohlt Verlag).

Cover zu Mor­phin von Tzc­ze­pan Twar­doch (Quel­le: Rowohlt Ver­lag).

So gut wie alle lite­ra­ri­schen Wer­ke lau­fen im Resul­tat mehr oder weni­ger expli­zit auf einen spe­zi­fi­schen Topos hin­aus: Der Fra­ge nach der eige­nen Iden­ti­tät. Der pol­ni­sche Schrift­stel­ler Szc­ze­pan Twar­doch hat in sei­nem neu­en Roman Mor­phin die­se Fra­ge klar und deut­lich auf­ge­nom­men und in ihren ver­schie­dens­ten Facet­ten beleuch­tet, anhand eines abge­half­ter­ten halb pol­nisch, halb deut­schen Anti­hel­den im von den Deut­schen besetz­ten War­schau von 1939.

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Nichts, wie es scheint

Cover zu Haus der 13 Mörder (Quelle: art & words-Verlag).

Cover zu Haus der 13 Mör­der (Quel­le: art & words-Ver­lag).

Die­ser Mist­kerl! Er hat es schon wie­der getan!“ Mit die­sen Wor­ten begin­nen die meis­ten der 15 Kurz­ge­schich­ten, die — nach der Idee und Umset­zung von Anne Has­sel und Ursu­la Schmid-Spre­er — zusam­men die Nürn­ber­ger Kri­mi­nal­ge­schich­te Haus der 13 Mör­der erge­ben, her­aus­ge­ge­ben vom Nürn­ber­ger Ver­le­ger und Autoren Peter Hel­lin­ger.

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Determination und Freiheit, abseits der Zivilisation

Cover von "Kings of Nowhere" (Quelle: Aufbau Verlag).

Cover von „Kings of Nowhe­re“ (Quel­le: Auf­bau Ver­lag).

Wer glaubt, in dem gan­zen Stress einen Weih­nachts­kol­ler zu bekom­men, könn­te durch die­ses scho­nungs­lo­se Buch die nöti­ge Erlö­sung fin­den: T. J. For­res­ters zwei­ter Roman Kings of Nowhe­re, kürz­lich in Blu­men­bar beim Auf­bau Ver­lag erschie­nen und über­setzt von Teja Schwa­ner. Der Roman beschäf­tigt sich direkt mit der Fra­ge, ob der Mensch sich selbst ändern kann.

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