Ein bisschen Max Frisch in Berlin

Cover von "Aus dem Berliner Journal" von Max Frisch (Quelle: Suhrkamp Verlag).

Cover von Aus dem Berliner Journal von Max Frisch (Quelle: Suhrkamp Verlag).

Seit ein paar Tagen sind sie endlich veröffentlicht: die Tagebücher, die der Schweizer Schriftsteller Max Frisch in seiner Lebensphase in Berlin schrieb, nämlich Aus dem Berliner Journal, herausgeben vom Literaturwissenschaftler und Präsidenten der Max-Frisch-Stiftung, Thomas Strässle, und verlegt vom Suhrkamp Verlag. Leider hat die Stiftung nur die beiden ersten Hefte, über die Jahre 1973 und 1974 veröffentlicht (und das auch nur mit Kürzungen); die restlichen drei Hefte zu den Jahren 1975-1980 haben sie komplett weggelassen – eine fatale, aber vielleicht notwendige Kürzung.

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(2/6) Das Smartphone als Sinnbild der Epoche

Die Entwicklung von den ersten praktikablen Mobiltelefonen (die heute gern „Faustkeil“ genannt werden) zum internetfähigen, multifunktionalen Smartphone, verlief in kaum zehn Jahren rasend schnell. Beinahe jedes Jahr zelebriert Apple die Vorstellung eines neuen „revolutionären und magischen Objekts“ wie ein religiöses Ritual. Regelmäßig stehen die Kunden Schlange, um zu den Ersten zu gehören, die sie besitzen und benutzen. Die Liste der Produkte ist lang vom iPod, iPhone zum iPad und der Markt ist hart umkämpft. Jedes dieser Geräte ist für einen Benutzer ausgelegt, auf dem Display erscheint eine individuelle Vielfalt von Optionen. Doch ebenso wie die Kathedralen bündeln sie die Hoffnungen und Heilsversprechen ihrerund unserer Zeit. Weiterlesen