Wenn der Vater stirbt

Der Rest der Nacht von Martin Becker

Bild: Luchterhand Literaturverlag

Der Rest der Nacht ist Martin Beckers erster Roman. Er beginnt mit einem Mann, der sein Elternhaus ausräumen lässt. Ein Jahr zuvor ist sein Vater gestorben, nun wird das Haus verkauft. Ein Schlussstrich. Das hatte der Mann, der aus der Ich-Perspektive erzählt, so geplant. Doch dann hält ihn die Stadt, in der er aufgewachsen ist, länger fest. „Die Stadt hat Klauen. Lange Finger hat sie, und die Finger wiederum haben lange Nägel. So sind ihre Klauen. Wenn du geboren wirst, dann legt sie ihre großen Hände um deinen Hals. Und drückt zu.“

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Jeder stirbt für sich allein

Cover zu Um uns die Toten von Bartholomäus Grill (Quelle: Siedler Verlag).

Cover zu Um uns die Toten von Bartholomäus Grill (Quelle: Siedler Verlag).

Der Tod lauert überall. Da verwundert es nicht, dass er auch ein universelles Thema ist. So könnte nahezu jede wissenschaftliche oder künstlerisch-kulturelle Disziplin den Tod in sein Ressort aufnehmen. Doch das alleine war nicht das interdisziplinäre Ziel des Journalisten Bartholomäus Grill. Sein Buch Um uns die Toten. Meine Begegnungen mit dem Sterben bringt den Leser zum Nachdenken über den Tod und den bietet dazu sowohl einen phänomenologischen als auch individuell-autobiographischen Umgang damit. Beides scheint sinnvoll zu sein, da doch keiner diesem Untersuchungsobjekt entfliehen kann.

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Sterbehilfe für Nerds

Cover zu "Das unerhörte des Leben des Alex Woods" von Gavin Extence (Quelle und Urheber: Limes Verlag).

Cover zu Das unerhörte des Leben des Alex Woods von Gavin Extence (Quelle und Urheber: Limes Verlag).

Ein Meteor bricht durch ein Hausdach und trifft einen kleinen Jungen am Kopf. Der Junge, der überlebt, aber nach einer Komaphase an Epilepsie leidet, hilft später einem alten Mann beim Sterben. Denn vom Überleben und Sterben handelt der Roman Das unerhörte Leben des Alex Woods Oder: Warum das Universum keinen Plan hat, verfasst vom britischen Autor Gavin Extence.

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