Das Grauen hinter Pappfassaden

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Nie­mand hört ihr zu — Mascha (Jose­phi­ne May­er) ist allein Bild: Tho­mas Lan­ger

Als die 13-jäh­ri­ge Mascha die blau­en Fle­cken der Nach­bars­kin­der sieht, kommt ihr ein schreck­li­cher Ver­dacht. Miss­han­delt der ange­se­he­ne Auto­händ­ler sei­ne Kin­der? Mit der Büh­nen­ad­ap­ti­on des Romans Ele­fan­ten sieht man nicht wagt sich das Stadt­thea­ter Fürth an ein bri­san­tes und immer aktu­el­les The­ma. Regis­seur Tho­mas Stang zeigt ein­drucks­voll, wie wenig es braucht, um das Grau­en greif­bar zu machen. Wei­ter­le­sen

Two households both alike in dignity…“

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Capu­let vs. Mon­ta­gue — die bei­den Fami­li­en im Kampf; Foto: Man­fred Vogel

Capu­let und Mon­ta­gue – zwei ver­fein­de­te Fami­li­en, ein Mas­ken­ball. Zwei Lie­ben­de fin­den sich. Doch sie ist eine Capu­let und er ein Mon­ta­gue. Das ver­meint­li­che Hap­py End trotz der Fami­li­en­feh­den schei­tert ein­zig an den Umstän­den einer nicht über­brach­ten Nach­richt… Wei­ter­le­sen

Kommafehler mit schwerwiegenden Folgen

Andreas Bassimir

Gör­an zwi­schen den Fron­ten Foto: Andre­as Bas­si­mir

Gör­an und Sven erwar­ten ihr 1,5 Jah­re altes Adop­tiv­kind: Die gan­ze Woh­nung ist voll mit Kin­der­spiel­zeug, eine Tape­te mit blau­en Ele­fan­ten ist an der Wand im Kin­der­zim­mer und Gör­an berei­tet sich schon inten­siv mit einer Baby­pup­pe auf die Kin­der­pfle­ge vor. Und dann steht da auf ein­mal der 15-Jäh­ri­ge schein­bar neue Post­bo­te vor der Tür – und der heißt genau wie ihr Adop­tiv­kind Patrick… Wei­ter­le­sen

Die Liebe ist einfach!“

Baptiste und Garance in ihrem ganz eigenen Drama (c) Jürgen Weller

Bap­tis­te und Garan­ce in ihrem ganz eige­nen Dra­ma © Jür­gen Wel­ler

Paris, 1827; es tobt das Leben der Stra­ßen­künst­ler und Gauk­ler. Da gibt es den selbst­be­wuss­ten Frédé­ric, der sein Leben in vol­len Zügen genießt; den sen­si­blen Pan­to­mi­me, Bap­tis­te, der davon träumt, das Publi­kum ganz ohne Wor­te zum Lachen zu brin­gen und zu Trä­nen zu rüh­ren. Da gibt es die beschei­de­ne Natha­lie, die Bap­tis­te und sich selbst für für­ein­an­der bestimmt hält. Und dann ist da noch die schö­ne Kur­ti­sa­ne Garan­ce, die jeden Mann spie­lend um den Fin­ger wickelt… Wei­ter­le­sen

Man soll nie ans „Verlieren“ denken. Schon beim Denken daran verliert man.

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© LaRoc­ca

Ges­tern, am Frei­tag, den 13. Febru­ar, erleb­ten die Besu­cher des Für­ther Stadt­thea­ters ein wahr­lich berau­schen­des Bad der Gefüh­le. Es war ein Gast­spiel der Komö­die im Baye­ri­schen Hof, Mün­chen, das mit den aus Film und Fern­se­hen bekann­ten Schau­spie­lern Ann-Cath­rin Sud­hoff (u.a. Groß­stadt­re­vier, Tat­ort, etc.) und Ralf Bau­er (u.a. Im Tal der wil­den Rosen, Soko 5113, etc.), eine her­vor­ra­gen­de Insze­nie­rung der Büh­nen­fas­sung des Best­sel­lers „Gut gegen Nord­wind“ (Dani­el Glattau­er, Büh­nen­fas­sung mit Ulri­ke Zem­me) bot. Wei­ter­le­sen

Das Spiel im Spiel

Lies und Richard auf der Couch. Foto: Thomas Langer.

Lies und Richard auf der Couch. Foto: Tho­mas Lan­ger.

Wer heu­te am Valen­tins­tag etwas von zer­bro­che­nen Bezie­hun­gen hören möch­te, wird im Kul­tur­fo­rum Fürth fün­dig: Denn dort fei­er­te ges­tern Maria Goos´ Thea­ter­stück Der letz­te Vor­hang sei­ne Wie­der­auf­nah­me in den Spiel­plan des Für­ther Stadt­thea­ters, in der Insze­nie­rung des Inten­dan­ten Wer­ner Mül­ler.

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Die bürgerliche Gesellschaft auf verseuchtem Grund

Thomas und Peter Stockmann (Quelle: Stadttheater Fürth).

Tho­mas und Peter Stock­mann (Quel­le: Stadt­thea­ter Fürth).

Bei der gest­ri­gen Pre­mie­re von Hen­rik Ibsens Ein Volks­feind im Stadt­thea­ter Fürth — bear­bei­tet von Flo­ri­an Borch­mey­er und insze­niert vom Inten­dan­ten Wer­ner Mül­ler – wur­de die 130 Jah­re alte natu­ra­lis­ti­sche Tra­gö­die spek­ta­ku­lär expe­ri­men­tell auf­ge­bro­chen und (nicht immer radi­kal genug) moder­ni­siert.

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Ironien des Klassenkampfes

Melanija, Lisa, Pavel und Boris beim Disput. Fotograf: Thomas Langer

Mela­ni­ja, Lisa, Pavel und Boris beim Dis­put. Foto­graf: Tho­mas Lan­ger

Ges­tern fei­er­te Maxim Gor­kis Tra­gi­ko­mö­die Kin­der der Son­ne in der Pro­duk­ti­on des Stadt­thea­ters Fürth im Kul­tur­fo­rum sei­ne Pre­mie­re, insze­niert von Uwe Wei­he­rer – mit mäßi­gem Erfolg. Das Stück, das Gor­ki 1905 im Gefäng­nis schrieb, han­delt von der Fra­ge der Gleich­heit und der mora­li­schen Ver­werf­lich­keit der Men­schen. Wei­ter­le­sen

Der letzte Vorhang

Von links nach rechts: Michaela Domes, Hartmut Volle

Michae­la Domes, Hart­mut Vol­le

Richard ist ein selbst­ge­rech­ter, altern­der Schau­spie­ler. Er trinkt zuviel, ist ver­bit­tert über das Leben und erfolg­los. Mit sei­ner Art hat er jede Kol­le­gin ver­grault und steht kurz vor dem Aus sei­ner Kar­rie­re.

Die Pro­duk­ti­on, an der er gera­de probt, steht auf Mes­sers Schnei­de. Die ein­zi­ge Per­son, die ihn jetzt noch ret­ten kann, ist Lies. Lies und Richard stan­den 20 Jah­re gemein­sam auf der Büh­ne. Sie haben viel gemein­sam erlebt, eine kur­ze Affä­re war auch dabei.

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag prä­sen­tier­te das Stadt­thea­ter Fürth „Der letz­te Vor­hang“ von Maria Goos anläss­lich der bay­ri­schen Thea­ter­ta­ge. Wei­ter­le­sen