Internationaler Tag der Migranten

Die Teil­neh­mer zusam­men mit den Work­shop­lei­tern Frau Ben­der und Herr Abboud
Foto: Sina Schrö­der

Kaum ein ande­res The­ma beschäf­tigt der­zeit den poli­ti­schen wie auch den öffent­li­chen Dis­kurs so inten­siv wie die Migra­ti­ons­de­bat­te. Anläss­lich des inter­na­tio­na­len Tages der Migran­ten am 18. Dezem­ber ver­an­stal­te­te das Kul­tur­amt der Stadt Erlan­gen in Koope­ra­ti­on mit der isla­mi­schen Gemein­de einen Schreib­work­shop für jun­ge Geflüch­te­te. Anschlie­ßend wur­den die ent­stan­de­nen Tex­te prä­sen­tiert und vor­ge­tra­gen.

Wei­ter­le­sen

Jena und Erlangen lesen zusammen

Romina Nikolic (c) Alen Nikolic

Die Jena­er Autorin Romi­na Niko­lic besucht am 3. Okto­ber Erlan­gen. Bild: Alen Niko­lic.

Erlan­ger und Jena­er Autoren ver­an­stal­ten zusam­men eine Lesung — das wäre vor 25 Jah­ren undenk­bar gewe­sen. Am Tag der Deut­schen Ein­heit lesen sie eige­ne Tex­te und Gedich­te vor, in denen sie sich Gedan­ken zum The­ma Wie­der­ver­ei­ni­gung machen. Wei­ter­le­sen

Nicht nur für Kulturfrauen mit lila Haaren

Moderator Nicolas Schmidt Bild: Leonie Winkler

Mode­ra­tor Nico­las Schmidt
Bild: Leo­nie Wink­ler

Poe­try Slam ist längst kein sub­kul­tu­rel­les Rand­phä­no­men mehr, das in klei­nen Hin­ter­hö­fen statt­fin­det. Statt­des­sen wird jetzt im Palais Stut­ter­heim ges­lammt, das bereits aus­ver­kauft ist, bevor die Abend­kas­se öff­nen kann. Die Zuschau­er­men­ge erscheint bunt gemischt wie sel­ten und Mode­ra­tor Nico­las Schmidt begrüßt sei­ne Eltern. Ein­zi­ges Über­bleib­sel der Hin­ter­hof-Atmo­sphä­re: eine bespray­te Holz­pa­let­ten­wand als Büh­nen­ku­lis­se. Wei­ter­le­sen

Alpha & Omega. Apokalypse für Anfänger

Orths_Alpha_und_Omega_

Bild: Roman Schöff­ling & Co.

Am Mitt­woch, den 17.Dezember 2014 fand im Bür­ger­pa­lais der Stadt Erlan­gen, im Rah­men der Rei­he sei­ten sprün­ge – Autoren in der Stadt, die Lesung zu Mar­kus Orths‘ neu­em Roman Alpha & Ome­ga. Apo­ka­lyp­se für Anfän­ger statt. Sei­ten sprün­ge ist ein Pro­jekt des Kul­tur­pro­jekt­bü­ros der Stadt Erlan­gen. Als Mode­ra­to­rin des Abends fun­gier­te Frau Dr. Aura Heyden­reich. Sie ist am Lehr­stuhl für Neue­re deut­sche Lite­ra­tur­ge­schich­te der FAU tätig und eine der Grün­de­rin­nen des Erlan­ger Zen­trums für Lite­ra­tur und Natur­wis­sen­schaf­ten (ELINAS), das sei­ne Grün­dungs­ta­gung zum The­ma Phy­sik und Lite­ra­tur. Theo­rie – Popu­la­ri­sie­rung – Ästhe­ti­sie­rung ver­an­stal­te­te. Und hier schlägt sich nun auch die Brü­cke zum Autor Mar­kus Orths und sei­nem neu­en Roman, denn Phy­sik spielt dort eine nicht gera­de unbe­deu­ten­de Rol­le. Wei­ter­le­sen

Für große und kleine Leute

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Zeich­nung: Sophia Wein­ber­ger

 

80 Mil­lio­nen Exem­pla­re von Antoi­ne de Saint-Exu­pé­rys Der klei­ne Prinz wur­den schon ver­kauft. Damit ist es eines der meist­ver­kauf­ten Bücher der Welt. Am 25. Juli liest Schau­spie­ler Peter Kamp­schul­te aus dem Büch­lein, wäh­rend Musi­ke­rin Anja Wein­ber­ger ihn auf der Flö­te beglei­tet. Von 18.50 bis 21.15 Uhr dau­ert die Lesung im Bür­ger­saal der Stadt­bi­blio­thek Erlan­gen.

„Wenn ich euch die­ses neben­säch­li­che Drum und Dran […] erzäh­le […], so geschieht das der gro­ßen Leu­te wegen. Die gro­ßen Leu­te haben eine Vor­lie­be für Zah­len. Wenn ihr ihnen von einem neu­en Freund erzählt, befra­gen sie euch nie über das Wesent­li­che. Sie fra­gen euch nie: Wie ist der Klang sei­ner Stim­me? Wel­che Spie­le liebt er am meis­ten? Sam­melt er Schmet­ter­lin­ge?“

Nun kom­men die Ant­wor­ten auf die wirk­lich wich­ti­gen Fra­gen. Die Fra­gen, die man nicht mit Zah­len beant­wor­ten kann: Sam­melt Peter Kamp­schul­te Schmet­ter­lin­ge?

 

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Natürlich habe ich geweint“

 

MannheimerGebannt lau­schen die Zuhö­rer sei­nen Wor­ten. Es ist der 11. Novem­ber 2013. Zwei Tage zuvor jähr­te sich die Reichs­po­grom­nacht zum 75. Mal. Max Mann­hei­mer kann sich der Auf­merk­sam­keit aller Anwe­sen­den gewiss sein. Denn er – als Sohn jüdi­scher Eltern – schil­dert aus eige­ner Erfah­rung, was in jener Nacht gesche­hen ist. Wei­ter­le­sen

Ein Holocaust-Überlebender erzählt

 

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© Eli­ja Boß­ler

Max Mann­hei­mer zu Gast in der Stadt­bi­blio­thek Erlan­gen am 11. Novem­ber 2013

Wie fühl­te es sich an, ver­folgt zu wer­den? Wie war das Leben in einem KZ? Wie erleb­ten Juden den Zwei­ten Welt­krieg? Fra­gen, auf die die meis­ten Geschichts­bü­cher kei­ne Ant­wor­ten haben. Die Zah­len, die Fak­ten, die Bil­der sind bekannt. Trotz­dem ist es schwer, sich vor­zu­stel­len, wie es damals war. Damals, im Drit­ten Reich. Wei­ter­le­sen

Was ist unbezahlbar? — Papiertheaterausstellung in der Erlanger Stadtbibliothek

Bereits, wenn man die Stadt­bi­blio­thek betritt, wird man im Foy­er emp­fan­gen von einer freund­li­chen, aber stil­len Per­sön­lich­keit: Ihr Gesicht wirft einem die Fra­ge ent­ge­gen: „Was ist unbe­zahl­bar?“ Was soll die Fra­ge bedeu­ten? Wie meint sie das? Um sie her­um, auf dem Boden, ste­hen lee­re Papier­tü­ten. Obwohl. Halt! Ganz leer sind sie nicht. Sie sind gefüllt mit Wün­schen. Denn die Fra­ge nach dem Ding, das unbe­zahl­bar ist, scheint gleich­zei­tig die­se Fra­ge auf­zu­wer­fen: „Was wünschst du dir am aller­meis­ten?“ Johan­nes Volk­mann, Papier­thea­ter-Künst­ler in Nürn­berg und inter­na­tio­na­ler Beob­ach­ter ist in den letz­ten Jah­ren (2009–2013) auf Rei­sen gewe­sen, ua. in Äqyp­ten, Ecua­dor, Indi­en, Irland, Paläs­ti­na und Isra­el…, um dort den Men­schen genau die­se Fra­gen zu stel­len. In einer ein­drück­li­chen Foto­aus­stel­lung kann man jetzt auf  zwei Eta­gen der Biblio­thek bis zum 18. Dezem­ber die Ant­wor­ten ent­de­cken. Wei­ter­le­sen