Aus Liebe

Aus Liebe

Szenen aus dem Familienleben; Foto: Jutta Missbach

Normaler Familienalltag: Der Vater arbeitet im Parlament, die Mutter ist Hausfrau und kümmert sich um Töchterchen Flora. Die Ehe ist zerrüttet und steht kurz vor der Scheidung. Nichts Ungewöhnliches. Doch Mutter und Tochter liegen eines Tages mit der Hacke erschlagen in ihrer eigenen Wohnung. Der Mörder? Der Vater. Das einzige Motiv, das er für seine grausame Tat nennt: „Aus Liebe.“ Weiterlesen

Der Entertainer seiner selbst

Supergute Tage

Henriette Schmidt als Christopher Boone
Foto: Staatstheater Nürnberg

Moonboots und Mikrofon: Manch einer, der die Premiere des Theaterstücks „Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone“ am vergangenen Samstag besucht hat, hätte sich die beliebte Romanfigur aus Mark Haddons gleichnamigen Roman wohl anders vorgestellt. Vor allem auch, weil der Roman viel von dem Innenleben des Asperger-Authisten erzählt. Doch das kann man scheinbar unterschiedlich auslegen. In der Inszenierung von Christoph Mehler wird das Innere nach außen gekehrt: Das ist ein schmerzhafter Prozess für jeden, der einen entspannten Theaterabend erwartet hat.

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Cyrano de Bergerac – Ein Mantel-und-Degen-Stück mit Finesse

Hof-Cyrano12-KathrinHolighausDurch die Türen des Schauspielhauses in Nürnberg strömt das Publikum aus dem ersten sommerlichen Abend in Franken seit Wochen in den kühlen Zuschauerraum des Theaters und somit in das nebelverhangene Paris des 17. Jahrhunderts. Weiterlesen

Nackte Kreatürlichkeit. Christoph Mehlers polarisierender Woyzeck – ein Rückblick

Es war uns bereits zu Ohren gekommen: Mit Christoph Mehlers Woyzeck hatte es sich wohl ein wenig um das gehandelt, was in unseren Büchern als „Skandalinszenierung“ bezeichnet wird. Was aber macht so einen Skandal aus? Wir haben jetzt keine Definition nachgeschlagen,  haben aber trotzdem eine Vermutung: Dass bei der Premiere von Woyzeck am 17.12.2011 einige Reihen an Zuschauern den Theatersaal verließen, scheint zumindest in Richtung der Bezeichnung „Skandal“ zu gehen. Oder sagen wir „Skandälchen“. Wohl auch die Tatsache, dass die, die blieben, Berichten zufolge nicht nur applaudierten. „Buh“-Rufe wurden den Ensemblemitgliedern, allen voran Woyzeck-Darsteller Stefan Lorch, neben „Bravos“ entgegengeschmettert, Türen wurden knallend zugeworfen und Journalisten schrieben hinterher Kritiken, die sich alles andere als glichen. Weiterlesen