Komprimierte Absurditäten

Cover zu "Nacht und Träume" von Samuel Beckett (Quelle: Suhrkamp Verlag).

Cover zu Nacht und Träume von Samuel Beckett (Quelle: Suhrkamp Verlag).

Seine Stücke gehören in den Grundkanon der europäischen Literatur des zwanzigsten Jahrhundert. Seine Stücke drücken Absurdität, Atheismus, Desillusionierung und Existenzialismus aus. Seine Stücke wirken oft abwegig und sinnlos – und genau dahinter verbirgt sich der Sinn der Absurdität des Daseins. Die Rede ist natürlich vom irischen Schriftsteller Samuel Beckett, der 1969 den Literaturnobelpreis erhielt und seine meisten Werke in Englisch und Französisch verfasste. Jedoch kennen die meisten nur sein Drama Warten auf Godot – und vielleicht noch Endspiel. Das möchte der Suhrkamp Verlag ändern, indem er Becketts kurze Stücke in einem Band herausgegeben hat.

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Einzigartigkeit Poesie?!

Szene aus "Ein Sommernachtstraum" (Quelle: Wikimedia Commons/ Stadt Neuss - Kulturamt).

Szene aus Ein Sommernachtstraum (Quelle: Wikimedia Commons/ Stadt Neuss – Kulturamt).

Die Welt als Wille und Vorstellung. So lautet der Titel des philosophischen Hauptwerkes Schopenhauers. Schon jener deutet implizit auf die Bedeutung der Kommunikation hin. Man macht sich die Welt Untertan, indem man sie in begreifbare Schemata zwingt – den Willen und die Vorstellung. Dazu braucht es jedoch die Sprache als Medium, erstens, als Schema für den Menschen, um zu begreifen; zweitens, um dies anderen kundzutun; und drittens, um auch das soziale Umfeld zu schematisieren. Darauf greift auch Hamann – anschließend an Aristoteles – zu, wenn er meint, ohne Wort gäbe es weder Vernunft noch Welt. Die Vernunft ist zunächst das, was uns vom instinkthandelnden Tier unterscheidet,  die Reflexionsfähigkeit. Dies drückt sich in unserem verbalen Hauptkommunikationsmittel aus. Fraglich bleibt natürlich, ob uns dies zum politischen Wesen macht.

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