Gott existiert, und er ist Amerikaner

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Tier­lie­ber Gott: Mr. Wed­nes­day (Ian McS­ha­ne) Bild: Starz

In Ame­ri­can Gods haben Göt­ter, Geis­ter und Dämo­nen nichts zu lachen — kei­ner glaubt mehr an sie. Ihren Platz haben neue Ido­le wie Geld, Medi­en und Tech­nik ein­ge­nom­men. Doch die alten Göt­ter pla­nen den Gegen­schlag. Die TV-Adap­ti­on bleibt dem ver­schro­ben-bri­ti­schen Humor von Comic-Legen­de Neil Gai­man treu — und ist schon nach drei Fol­gen eine der spek­ta­ku­lärs­ten Seri­en des Jah­res.
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Glaube, Liebe, Hoffnung — und Krieg

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Bild: Gri­ot Hör­buch­ver­lag

Krie­ge, Kämp­fe und Atten­ta­te im Namen der Reli­gi­on wer­den nicht weni­ger. Wie könn­te man die Grä­ben zwi­schen den Men­schen über­win­den? Muss man Reli­gio­nen dafür abschaf­fen? Der Gri­ot Hör­buch­ver­lag zeigt mit der Neu­erschei­nung Tanz Jeru­sa­lem! Unse­re Lie­der auf dei­nen Lip­pen einen fried­li­chen Weg. „Manch­mal gelingt es, Erz­fein­de zu ver­söh­nen, und dafür bedarf es vie­ler, vie­ler kleins­ter Schrit­te“, sagt der Gitar­rist Claus Schmidt.
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Bücherfreu(n)de: Stefan Heym – Ahasver

Ahasver

Ste­fan Heym — Ahas­ver
Bild: btb Ver­lag

Revo­lu­ti­on, Wun­der, Welt­un­ter­gang — und zwei Engel mit­ten­drin. Mit Ahas­ver (1981) schickt Ste­fan Heym den Teu­fel selbst auf eine bizar­re Rei­se vom ers­ten Schöp­fungs­tag bis in die Müh­len der DDR-Büro­kra­tie. Eine gele­gent­lich chao­ti­sche, oft lus­ti­ge und immer poli­ti­sche Geschich­te — mit einer zeit­lo­sen Bot­schaft.
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Diese Woche läuft an…

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Bild: NFP, 20th Cen­tu­ry Fox, Edi­ti­on Salz­ge­ber

Die­se Woche dreht sich in den Erlan­ger Kinos alles um grö­ße­re und klei­ne­re Revol­ten. Als die klei­ne Éa sich mal wie­der über ihren ego­zen­tri­schen Vater ärgert, spielt sie zur Stra­fe mit sei­nem Arbeits­com­pu­ter her­um — und bringt dabei die gan­ze Welt aus dem Gleich­ge­wicht. Denn ihr Vater ist nie­mand anders als Gott höchst­per­sön­lich. In der bel­gi­schen Komö­die Das brand­neue Tes­ta­ment muss der All­mäch­ti­ge das Uni­ver­sum wie­der in Ord­nung brin­gen und mischt sich dazu unter sei­ne Geschöp­fe. Einen so direk­ten Draht zu Gott könn­te wohl auch Chor­lei­te­rin Lena gebrau­chen, die sich im schwe­di­schen Musik­dra­ma Wie auf Erden gegen den kon­ser­va­ti­ven Kichen­rat durch­set­zen muss. In der Fort­set­zung des Welt­erfolgs Wie im Him­mel ver­sucht die Freun­din des in Teil 1 ver­stor­be­nen Star­di­ri­gen­ten das Gemein­de­le­ben mit fri­scher Musik und Tanz­ein­la­gen auf­zu­pep­pen. Die deut­sche Doku­men­ta­ti­on Wer ret­tet wen? ver­sucht schließ­lich eine Revo­lu­ti­on im grö­ße­ren Stil anzu­zet­teln. Der Film hin­ter­fragt die Mecha­nis­men von Ban­ken- und Grie­chen­land­ret­tung und will beson­ders den Opfern des euro­päi­schen Tur­bo­ka­pi­ta­lis­mus‘ eine Stim­me geben.

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Faschistoider Fußball

Der Organismus des Massencharakters (Quelle: Wikimedia Commons/ Adriá-garcia).

Der Orga­nis­mus des Mas­sen­cha­rak­ters (Quel­le: Wiki­me­dia Commons/ Adriá-gar­cia).

In Kür­ze beginnt wie­der ein­mal der größ­te Zir­kus der Welt — näm­lich die Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft (WM) –, und die Deut­schen sind schon ganz aus dem Häus­chen. Über­all fin­det man jetzt Fan­ar­ti­kel, über Schmuck, Hals­bän­der, Fuß­bäl­le, Schmin­ke – frei­lich alles in den deut­schen Natio­nal­far­ben. Selbst Pro­duk­te, die auf den ers­ten Blick nichts mit Fuß­ball zu tun haben, ver­su­chen mit dem WM-Eti­kett ihre Umsät­ze, meist erfolg­reich, zu maxi­mie­ren. Das nennt sich dann Fuß­ball­fie­ber.

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