Rap für Radikale

The Future is still unwritten. Daisy Chain, Kronstadt und Refpolk (Foto: Nathalie Lex).

The Future is still unwrit­ten: Dai­sy Chain, Kron­stadt und Ref­polk (Foto: Natha­lie Lex).

Einen gan­zen Tag lang Rap und Hip Hop auf einem Fes­ti­val in Nürn­berg – wie ist das nur aus­zu­hal­ten? Eigent­lich sehr gut, auch oder gera­de wenn man kein Fan für kon­ven­tio­nel­len Main­stream­rap ist. Viel­leicht lag es auch dar­an, dass ich aus­nahms­wei­se ein­mal gut gelaunt war, wohl eher aber dar­an, dass es sich um das links­re­vo­lu­tio­nä­re und inter­na­tio­na­lis­ti­sche Uns­po­ken Words-Fes­ti­val im Stadt­teil­zen­trum Desi han­del­te. Denn ja, Rap kann und muss auch mal poli­tisch sein.

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Fabian, radikal unzensiert

Cover zu "Der Gang vor die Hunde", Quelle: Atrium Verlag AG

Cover zu „Der Gang vor die Hun­de“, Quel­le: Atri­um Ver­lag

End­lich liegt sie vor: Die Ori­gi­nal­fas­sung von Erich Käst­ners Roman Fabi­an. Geschich­te eines Mora­lis­ten – unge­kürzt und mit dem ursprüng­lich von Käst­ner vor­ge­se­he­nen, pes­si­mis­ti­schen Titel Der Gang vor die Hun­de ver­se­hen. Das erst­mals 1931 erschie­ne­ne Buch por­trai­tiert die Ber­li­ner Gesell­schaft, kurz vor dem poli­tisch-ethi­schen Unter­gang der Wei­ma­rer Repu­blik und gilt, so Mar­cel Reich-Rani­cki, als Plä­doy­er für die Ver­nunft in Zei­ten der Unver­nunft. Da es aber dem dama­li­gen Lek­tor Curt Wel­ler in man­chen Pas­sa­gen zu krass war, wur­de der Titel ver­än­dert und Kür­zun­gen vor­ge­nom­men. Die­se Zen­sur wur­de nun beho­ben.

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