Einzigartigkeit Poesie?!

Szene aus "Ein Sommernachtstraum" (Quelle: Wikimedia Commons/ Stadt Neuss - Kulturamt).

Sze­ne aus Ein Som­mer­nachts­traum (Quel­le: Wiki­me­dia Commons/ Stadt Neuss — Kul­tur­amt).

Die Welt als Wil­le und Vor­stel­lung. So lau­tet der Titel des phi­lo­so­phi­schen Haupt­wer­kes Scho­pen­hau­ers. Schon jener deu­tet impli­zit auf die Bedeu­tung der Kom­mu­ni­ka­ti­on hin. Man macht sich die Welt Unter­tan, indem man sie in begreif­ba­re Sche­ma­ta zwingt – den Wil­len und die Vor­stel­lung. Dazu braucht es jedoch die Spra­che als Medi­um, ers­tens, als Sche­ma für den Men­schen, um zu begrei­fen; zwei­tens, um dies ande­ren kund­zu­tun; und drit­tens, um auch das sozia­le Umfeld zu sche­ma­ti­sie­ren. Dar­auf greift auch Hamann – anschlie­ßend an Aris­to­te­les – zu, wenn er meint, ohne Wort gäbe es weder Ver­nunft noch Welt. Die Ver­nunft ist zunächst das, was uns vom instinkt­han­deln­den Tier unter­schei­det,  die Refle­xi­ons­fä­hig­keit. Dies drückt sich in unse­rem ver­ba­len Haupt­kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel aus. Frag­lich bleibt natür­lich, ob uns dies zum poli­ti­schen Wesen macht.

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Gedichte ohne Dichter

Cover zu "Und auch nun, gegenüber dem Ganzen - dies" von Lydia Daher (Quelle: Verlag Volant & Quist)

Cover zu Und auch nun, gegen­über dem Gan­zen — dies von Lydia Daher (Quel­le: Ver­lag Volant & Quist)

Wenigs­tens han­delt es sich dabei um eine noch rela­tiv neue, post­mo­der­ne Lyrik­form, bei der Cut-Up-Lyrik. Die jun­ge Dich­te­rin Lydia Daher hat mit die­ser ver­sucht, die Welt in ihrem Kopf zu ver­wan­deln und sich ein Bild­ta­ge­buch lyrisch zusam­men­zu­schnei­den. Lei­der kommt bei ihrem so ent­stan­de­nen neu­en Lyrik­band Und auch nun, gegen­über dem Gan­zen – dies nicht viel Lesens­wer­tes her­aus.

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Shakespeares Geburtstagsparty

Cober zu "A Party for Will", herausgegeben von Petra Hesse und Peter W. Marx (Quelle: Verlag Theater der Zeit).

Cover zu A Par­ty for Will!, her­aus­ge­ge­ben von Petra Hes­se und Peter W. Marx (Quel­le: Ver­lag Thea­ter der Zeit).

Wil­liam Shake­speare fei­ert die­ses Jahr sei­nen 450. Geburts­tag. Wenn ein sol­cher, im Grun­de bis­lang unüber­trof­fe­ner Gigant der Lite­ra­tur und des Thea­ters ein sol­ches Jubi­lä­um begeht, dann ist das schon ein­mal eine fet­te Fei­er wert. Eini­ge Köl­ner Thea­ter­wis­sen­schaft­ler ver­an­stal­ten daher, unter den Her­aus­ge­bern Petra Hes­se und Peter W. Marx, die­se Fete als Antho­lo­gie, näm­lich A Par­ty for Will! Eine Rei­se in das Shake­speare-Uni­ver­sum.

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