Culcha Candela – Interview zum 15. jährigen Jubiläum

Culcha Candela im Interview mit dem Reflexmagazin. Bild: Jessy

Culcha Candela im Interview mit dem Reflexmagazin.
Bild: Jessica Burgess

Culcha Candela sind ein Urgestein. Seit 15 Jahren sind sie jetzt schon dabei, und ihre Hits wie „Hamma!“ oder „Monsta“ sind wahre Dauerbrenner in den Clubs. Kein Wunder, sind doch die meisten unserer Generation mit ihnen aufgewachsen. Zu diesem feierlichen Anlass trafen wir uns vor ihrem Erföffnungskonzert ihrer Tour in Erlangen und sprachen über den spannenden Entstehungsprozess ihres Albums, ihre ersten Auftritte in Erlangen und ihrem nicht ganz so ernst gemeinten Traumfeature. Weiterlesen

kultur>kolumne: Flüchtlingspolitik im Theater

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Das Flüchtlingsthema am Theater Erlangen: „Wir sind keine Barbaren!“, Bild: © Jochen Quast

Sind Künstler politisch? Beschäftigen sie sich mit aktuellen Themen?
Sie müssen nicht, aber sie können. Dann ist Kunst nicht „nur“ ästhetisch oder schön. Dann hat sie eine Botschaft, regt zum Nachdenken an, gibt vielleicht den Anstoß zu Veränderungen. Wenn ein Thema die Gesellschaft so sehr bewegt, wie die Zuwanderung von Flüchtlingen, beschäftigen sich auch Kulturschaffende damit. Auf ihre eigene Weise.
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Der Blick hinter die Kulissen

Gestatten: Hartmut, Dr. Göbel und Erwin Pelzig (von links nach rechts) Bild: Veranstalter

Hartmut, Dr. Göbel und Erwin Pelzig (von links nach rechts) Bild: Frank-Markus Barwasser

Erwin Pelzig ist wieder da! Neben seiner Fernsehkarriere (Pelzig hält sich, Neues aus der Anstalt) schickt Frank-Markus Barwasser seine urfränkische Kultfigur wieder auf die Bühne. Zweieinhalb Stunden politisches Kabarett in bester Tradition, die Chance auf ein politisches Amt und vielleicht 25.000 € Preisgeld. Das alles und mehr gibt es am Freitag, den 18. September ab 20 Uhr in der Stadthalle Erlangen. Weiterlesen

Rap für Radikale

The Future is still unwritten. Daisy Chain, Kronstadt und Refpolk (Foto: Nathalie Lex).

The Future is still unwritten: Daisy Chain, Kronstadt und Refpolk (Foto: Nathalie Lex).

Einen ganzen Tag lang Rap und Hip Hop auf einem Festival in Nürnberg – wie ist das nur auszuhalten? Eigentlich sehr gut, auch oder gerade wenn man kein Fan für konventionellen Mainstreamrap ist. Vielleicht lag es auch daran, dass ich ausnahmsweise einmal gut gelaunt war, wohl eher aber daran, dass es sich um das linksrevolutionäre und internationalistische Unspoken Words-Festival im Stadtteilzentrum Desi handelte. Denn ja, Rap kann und muss auch mal politisch sein.

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Vom Ende der Privatsphäre

Cover zu Die globale Überwachung von Glenn Greenwald (Quelle: Verlagsgruppe Droemer Knaur).

Cover zu Die globale Überwachung von Glenn Greenwald (Quelle: Verlagsgruppe Droemer Knaur).

Als die frühe Römische Republik wieder einmal von Unruhen heimgesucht wurde, ernannten die Römer – wie es das politische System vorsah – einen Diktatoren, und, so die Erzählung, dies sei ein Cincinnatus gewesen, der die Republik abermals stabilisierte und sich danach als Bauer zurückzog. Darum hat sich Edward Snowden, den wir bei re>flex als Volkshelden tituliert haben, auch diesen Namen als Pseudonym zugelegt, als er erstmals in Kontakt mit Glenn Greenwald trat und schließlich später mit diesem den NSA-Skandal aufdeckte. Der freie Journalist und Anwalt Greenwald hat nun ein Buch über Snowden, die NSA und die amerikanischen Medien und Politiker geschrieben – Die globale Überwachung.

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„Guten Morgen, vergewaltigtes Warschau“

Cover zu Morphin von Tzczepan Twardoch (Quelle: Rowohlt Verlag).

Cover zu Morphin von Tzczepan Twardoch (Quelle: Rowohlt Verlag).

So gut wie alle literarischen Werke laufen im Resultat mehr oder weniger explizit auf einen spezifischen Topos hinaus: Der Frage nach der eigenen Identität. Der polnische Schriftsteller Szczepan Twardoch hat in seinem neuen Roman Morphin diese Frage klar und deutlich aufgenommen und in ihren verschiedensten Facetten beleuchtet, anhand eines abgehalfterten halb polnisch, halb deutschen Antihelden im von den Deutschen besetzten Warschau von 1939.

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Über die Empathie zum Tier

Saftige Steaks. Die waren mal Lebewesen (Quelle: Wikimedia Commons/  PDPhoto.org).

Saftige Steaks – die waren mal Lebewesen (Quelle: Wikimedia Commons/ PDPhoto.org).

Spätestens seit Safran Foers Tiere Essen (Kiepenheuer & Witsch, 2010) oder Sue Donaldsons und Will Kymlickas Zoopolis (Suhrkamp, 2013) ist das Thema Tierethik im Zentrum des öffentlichen Diskurses gelandet und der Büchermarkt wird regelmäßig geflutet mit neuer diesbezüglicher Literatur. Wir geben eine knappe Übersicht über die neuesten, erwähnenswertesten – meist aus vegetarischer oder veganischer Perspektive verfassten – Werke.

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Unsere Urkatastrophe

Cover zu Der Große Krieg von Herfried Münkler

Cover zu Der Große Krieg von Herfried Münkler (Quelle: Rowohlt Verlag).

Man kann dem nicht entgehen – 2014 ist das Jahr der Jubiläen zahlreicher historischer Ereignisse, die die Kultur unseres kollektives Gedächtnis´ prägen: vor 75 Jahren begann der Zweite Weltkrieg und vor 200 der Wiener Kongress und vor sogar 2000 Jahren starb der römische Kaiser Augustus. Ein historisches Ereignis prägt die diesjährige Medienlandschaft besonders: Der Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren im August 1914.

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Marx und die Demokratie

Marxfans, aufgepasst! Wenn euer Weihnachtsgeld noch nicht verplant ist, dann könnte sich Miguel Abensours Buch Demokratie gegen den Staat, erschienen im Suhrkamp Verlag und aus dem Französischen souverän übersetzt von Andrea Hemminger, lohnen. Darin geht der politische Philosoph Abensour auf die antistaatliche Demokratietheorie des jungen Karl Marx ein.

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Fabian, radikal unzensiert

Cover zu "Der Gang vor die Hunde", Quelle: Atrium Verlag AG

Cover zu „Der Gang vor die Hunde“, Quelle: Atrium Verlag

Endlich liegt sie vor: Die Originalfassung von Erich Kästners Roman Fabian. Geschichte eines Moralisten – ungekürzt und mit dem ursprünglich von Kästner vorgesehenen, pessimistischen Titel Der Gang vor die Hunde versehen. Das erstmals 1931 erschienene Buch portraitiert die Berliner Gesellschaft, kurz vor dem politisch-ethischen Untergang der Weimarer Republik und gilt, so Marcel Reich-Ranicki, als Plädoyer für die Vernunft in Zeiten der Unvernunft. Da es aber dem damaligen Lektor Curt Weller in manchen Passagen zu krass war, wurde der Titel verändert und Kürzungen vorgenommen. Diese Zensur wurde nun behoben.

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