Kollegah — Ein politisches Gespräch mit dem Boss

Kri­tisch und selbst­re­flek­tiert – Kol­le­gah im Polit-Inter­view mit dem re>flex Maga­zin. Bild: Nico Hil­scher

Kol­le­gah ist ein Mann der Taten und nicht der Sym­bol­po­li­tik! Die Mau­ern zu Tabu­the­men durch­bricht er ohne auch nur im ent­fern­tes­ten dar­über nach­zu­den­ken, ob dies poli­tisch kor­rekt ist. Er ist von einem aus­ge­präg­ten Gerech­tig­keits­sinn gelei­tet, die Men­schen­wür­de ist der Nor­den sei­nes mora­li­schen Kom­pas­ses. Die har­ten Angrif­fe der eta­blier­ten Medi­en ver­moch­ten es ent­spre­chend nicht, ihm Scha­den zuzu­fü­gen. Im Gegen­teil! Das re>flexmagazin sprach weni­ge Wochen vor der Ver­öf­fent­li­chung sei­nes neu­en Album „Monu­ment“ (: 07.12) mit ihm statt über ihn. In die­sem poli­ti­schen Inter­view spricht Kol­le­gah offen, scho­nungs­los und mit einer har­ten Wort­wahl über The­men wie die welt­wei­te Über­wa­chung, die Medi­en­ma­ni­pu­la­ti­on und die Herr­schafts­stra­te­gie der Eli­ten über die Mas­sen. Dabei zeig­te er sich als ein selbst­kri­ti­scher und reflek­tier­ter Beob­ach­ter des Welt­ge­sche­hens.

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Hexenjagd auf Rapper Kollegah

In einer media­len Hetz­jagd soll Kol­le­gah der Anti­se­mi­tis­mus-Stem­pel auf­ge­drückt wer­den. War­um soll der Rap­per gesell­schaft­lich geäch­tet wer­den und was ist an den Vor­wür­fen dran?

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Culcha Candela — Interview zum 15. jährigen Jubiläum

Culcha Candela im Interview mit dem Reflexmagazin. Bild: Jessy

Cul­cha Can­de­la im Inter­view mit dem Reflex­ma­ga­zin.
Bild: Jes­si­ca Bur­gess

Cul­cha Can­de­la sind ein Urge­stein. Seit 15 Jah­ren sind sie jetzt schon dabei, und ihre Hits wie „Ham­ma!“ oder „Mons­ta“ sind wah­re Dau­er­bren­ner in den Clubs. Kein Wun­der, sind doch die meis­ten unse­rer Genera­ti­on mit ihnen auf­ge­wach­sen. Zu die­sem fei­er­li­chen Anlass tra­fen wir uns vor ihrem Erföff­nungs­kon­zert ihrer Tour in Erlan­gen und spra­chen über den span­nen­den Ent­ste­hungs­pro­zess ihres Albums, ihre ers­ten Auf­trit­te in Erlan­gen und ihrem nicht ganz so ernst gemein­ten Traum­fea­ture. Wei­ter­le­sen

kultur>kolumne: Flüchtlingspolitik im Theater

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Das Flücht­lings­the­ma am Thea­ter Erlan­gen: „Wir sind kei­ne Bar­ba­ren!“, Bild: © Jochen Quast

Sind Künst­ler poli­tisch? Beschäf­ti­gen sie sich mit aktu­el­len The­men?
Sie müs­sen nicht, aber sie kön­nen. Dann ist Kunst nicht „nur“ ästhe­tisch oder schön. Dann hat sie eine Bot­schaft, regt zum Nach­den­ken an, gibt viel­leicht den Anstoß zu Ver­än­de­run­gen. Wenn ein The­ma die Gesell­schaft so sehr bewegt, wie die Zuwan­de­rung von Flücht­lin­gen, beschäf­ti­gen sich auch Kul­tur­schaf­fen­de damit. Auf ihre eige­ne Wei­se.
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Der Blick hinter die Kulissen

Gestatten: Hartmut, Dr. Göbel und Erwin Pelzig (von links nach rechts) Bild: Veranstalter

Hart­mut, Dr. Göbel und Erwin Pel­zig (von links nach rechts) Bild: Frank-Mar­kus Bar­was­ser

Erwin Pel­zig ist wie­der da! Neben sei­ner Fern­seh­kar­rie­re (Pel­zig hält sich, Neu­es aus der Anstalt) schickt Frank-Mar­kus Bar­was­ser sei­ne urfrän­ki­sche Kult­fi­gur wie­der auf die Büh­ne. Zwei­ein­halb Stun­den poli­ti­sches Kaba­rett in bes­ter Tra­di­ti­on, die Chan­ce auf ein poli­ti­sches Amt und viel­leicht 25.000 € Preis­geld. Das alles und mehr gibt es am Frei­tag, den 18. Sep­tem­ber ab 20 Uhr in der Stadt­hal­le Erlan­gen. Wei­ter­le­sen

Rap für Radikale

The Future is still unwritten. Daisy Chain, Kronstadt und Refpolk (Foto: Nathalie Lex).

The Future is still unwrit­ten: Dai­sy Chain, Kron­stadt und Ref­polk (Foto: Natha­lie Lex).

Einen gan­zen Tag lang Rap und Hip Hop auf einem Fes­ti­val in Nürn­berg – wie ist das nur aus­zu­hal­ten? Eigent­lich sehr gut, auch oder gera­de wenn man kein Fan für kon­ven­tio­nel­len Main­stream­rap ist. Viel­leicht lag es auch dar­an, dass ich aus­nahms­wei­se ein­mal gut gelaunt war, wohl eher aber dar­an, dass es sich um das links­re­vo­lu­tio­nä­re und inter­na­tio­na­lis­ti­sche Uns­po­ken Words-Fes­ti­val im Stadt­teil­zen­trum Desi han­del­te. Denn ja, Rap kann und muss auch mal poli­tisch sein.

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Vom Ende der Privatsphäre

Cover zu Die globale Überwachung von Glenn Greenwald (Quelle: Verlagsgruppe Droemer Knaur).

Cover zu Die glo­ba­le Über­wa­chung von Glenn Green­wald (Quel­le: Ver­lags­grup­pe Droemer Knaur).

Als die frü­he Römi­sche Repu­blik wie­der ein­mal von Unru­hen heim­ge­sucht wur­de, ernann­ten die Römer – wie es das poli­ti­sche Sys­tem vor­sah – einen Dik­ta­to­ren, und, so die Erzäh­lung, dies sei ein Cin­cin­na­tus gewe­sen, der die Repu­blik aber­mals sta­bi­li­sier­te und sich danach als Bau­er zurück­zog. Dar­um hat sich Edward Snow­den, den wir bei re>flex als Volks­hel­den titu­liert haben, auch die­sen Namen als Pseud­onym zuge­legt, als er erst­mals in Kon­takt mit Glenn Green­wald trat und schließ­lich spä­ter mit die­sem den NSA-Skan­dal auf­deck­te. Der freie Jour­na­list und Anwalt Green­wald hat nun ein Buch über Snow­den, die NSA und die ame­ri­ka­ni­schen Medi­en und Poli­ti­ker geschrie­ben – Die glo­ba­le Über­wa­chung.

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Guten Morgen, vergewaltigtes Warschau“

Cover zu Morphin von Tzczepan Twardoch (Quelle: Rowohlt Verlag).

Cover zu Mor­phin von Tzc­ze­pan Twar­doch (Quel­le: Rowohlt Ver­lag).

So gut wie alle lite­ra­ri­schen Wer­ke lau­fen im Resul­tat mehr oder weni­ger expli­zit auf einen spe­zi­fi­schen Topos hin­aus: Der Fra­ge nach der eige­nen Iden­ti­tät. Der pol­ni­sche Schrift­stel­ler Szc­ze­pan Twar­doch hat in sei­nem neu­en Roman Mor­phin die­se Fra­ge klar und deut­lich auf­ge­nom­men und in ihren ver­schie­dens­ten Facet­ten beleuch­tet, anhand eines abge­half­ter­ten halb pol­nisch, halb deut­schen Anti­hel­den im von den Deut­schen besetz­ten War­schau von 1939.

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Über die Empathie zum Tier

Saftige Steaks. Die waren mal Lebewesen (Quelle: Wikimedia Commons/  PDPhoto.org).

Saf­ti­ge Steaks — die waren mal Lebe­we­sen (Quel­le: Wiki­me­dia Commons/ PDPhoto.org).

Spä­tes­tens seit Safran Foers Tie­re Essen (Kie­pen­heu­er & Witsch, 2010) oder Sue Donald­sons und Will Kymlick­as Zoo­po­lis (Suhr­kamp, 2013) ist das The­ma Tier­ethik im Zen­trum des öffent­li­chen Dis­kur­ses gelan­det und der Bücher­markt wird regel­mä­ßig geflu­tet mit neu­er dies­be­züg­li­cher Lite­ra­tur. Wir geben eine knap­pe Über­sicht über die neu­es­ten, erwäh­nens­wer­tes­ten — meist aus vege­ta­ri­scher oder vega­ni­scher Per­spek­ti­ve ver­fass­ten — Wer­ke.

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Unsere Urkatastrophe

Cover zu Der Große Krieg von Herfried Münkler

Cover zu Der Gro­ße Krieg von Her­fried Münk­ler (Quel­le: Rowohlt Ver­lag).

Man kann dem nicht ent­ge­hen — 2014 ist das Jahr der Jubi­lä­en zahl­rei­cher his­to­ri­scher Ereig­nis­se, die die Kul­tur unse­res kol­lek­ti­ves Gedächt­nis´ prä­gen: vor 75 Jah­ren begann der Zwei­te Welt­krieg und vor 200 der Wie­ner Kon­gress und vor sogar 2000 Jah­ren starb der römi­sche Kai­ser Augus­tus. Ein his­to­ri­sches Ereig­nis prägt die dies­jäh­ri­ge Medi­en­land­schaft beson­ders: Der Beginn des Ers­ten Welt­krie­ges vor 100 Jah­ren im August 1914.

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