Einzigartigkeit Poesie?!

Szene aus "Ein Sommernachtstraum" (Quelle: Wikimedia Commons/ Stadt Neuss - Kulturamt).

Sze­ne aus Ein Som­mer­nachts­traum (Quel­le: Wiki­me­dia Commons/ Stadt Neuss — Kul­tur­amt).

Die Welt als Wil­le und Vor­stel­lung. So lau­tet der Titel des phi­lo­so­phi­schen Haupt­wer­kes Scho­pen­hau­ers. Schon jener deu­tet impli­zit auf die Bedeu­tung der Kom­mu­ni­ka­ti­on hin. Man macht sich die Welt Unter­tan, indem man sie in begreif­ba­re Sche­ma­ta zwingt – den Wil­len und die Vor­stel­lung. Dazu braucht es jedoch die Spra­che als Medi­um, ers­tens, als Sche­ma für den Men­schen, um zu begrei­fen; zwei­tens, um dies ande­ren kund­zu­tun; und drit­tens, um auch das sozia­le Umfeld zu sche­ma­ti­sie­ren. Dar­auf greift auch Hamann – anschlie­ßend an Aris­to­te­les – zu, wenn er meint, ohne Wort gäbe es weder Ver­nunft noch Welt. Die Ver­nunft ist zunächst das, was uns vom instinkt­han­deln­den Tier unter­schei­det,  die Refle­xi­ons­fä­hig­keit. Dies drückt sich in unse­rem ver­ba­len Haupt­kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel aus. Frag­lich bleibt natür­lich, ob uns dies zum poli­ti­schen Wesen macht.

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Meisterin der Liebeslyrik

Cover von Gesammelte Gedichte von Ulla Hahn (Quelle: DVA).

Cover von Gesam­mel­te Gedich­te von Ulla Hahn (Quel­le: DVA).

Lyrik liest doch heu­te ohne­hin kei­ner mehr, ist doch klar?! Falsch! Sel­ten gibt es auch Lyri­ker, die empor klet­tern und sich eines brei­ten Leser­krei­ses erfreu­en; einer von Ihnen ist Ulla Hahn, deren gesam­mel­te Gedich­te im gleich­na­mi­gen Band in der DVA ver­öf­fent­licht sind.

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Alltagsnahe, gefühlvolle Poesie

Der Duft des Regens. Quelle: Insel Verlag

Der Duft des Regens. Quel­le: Insel Ver­lag

Seit Ali­ce Mun­ro den Lite­ra­tur­no­bel­preis gewann, sind die kana­di­sche Lite­ra­tur und Frau­en­schick­sa­le wie­der in den feuil­le­to­nis­ti­schen Fokus gera­ten. Ein Grund, sich Fran­ces Green­s­la­des schil­lern­den Debüt­ro­man Der Duft des Regens anzu­se­hen: Dies ist eine star­ke, emo­tio­na­le Geschich­te von Müt­tern und Töch­tern, der Lie­be unter Schwes­tern, von Tod, Ver­lust, Ver­letz­lich­keit, Ent­täu­schun­gen und dem Erwach­sen­wer­den.

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