kultur>kolumne: Kunst oder Einkaufswagen?

20150614_170447Alles, was in einem Kunst­mu­se­um steht, ist Kunst. Alles? Hier schei­den sich die Geis­ter. So man­cher Künst­ler hat schon die bedeu­tends­ten Inter­pre­ta­tio­nen für etwas gefun­den, das ande­re für Müll hal­ten. Buch­stäb­lich. Es ist kein Ein­zel­fall, dass eine Putz­frau ein Kunst­werk weg­ge­wischt oder weg­ge­wor­fen hat. Der Scha­den: Uner­mess­lich. Kunst ist eine Fra­ge des Betrach­tens. So gese­hen kann einem Kunst jeder­zeit und über­all begeg­nen: Beim Fri­seur, auf der Arbeit, beim Ein­kau­fen. Oder beim Spa­zie­ren­ge­hen, wo ein Ein­kaufs­wa­gen auf der Wie­se steht.

Wei­ter­le­sen

Moderne Zeiten – In der Kunsthalle Würth

Kunsthalle Würth; Besucher (Foto: Uta Hoess)

Kunst­hal­le Würth; Besu­cher (Foto: Uta Hoess)

Die Natio­nal­ga­le­rie der Staat­li­chen Muse­en zu Ber­lin soll saniert wer­den. Sehr gut!

Zum einen, weil das Bau­werk von Lud­wig Mies van der Rohe wirk­lich schon in die Jah­re gekom­men ist. Zum ande­ren, weil die­ser Reno­vie­rungs­plan eine fabel­haf­te Idee her­vor­brach­te. Der Kunst­bei­rat der Kunst­hal­le Würth und die Ange­stell­ten lie­ßen aus die­ser Idee mit Begeis­te­rung und trotz reich­li­chen Auf­wan­des Wirk­lich­keit wer­den. Im Früh­jahr 2014 ver­sand­te die Natio­nal­ga­le­rie Ber­lin 200 Wer­ke von 90 Künst­lern nach Schwä­bisch Hall. Dem Besu­cher der Kunst­hal­le Würth öff­net sich nun eine glän­zen­de, beein­dru­cken­de Schatz­kam­mer. Eine Samm­lung der Super­la­ti­ve. Wei­ter­le­sen