Letzte Chance: Ausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit.“

Blick auf das Zentrum der Ausstellung mit einer Installation aus den Buchstaben SPEER. Bildnachweis: Museen der Stadt Nürnberg, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände; Foto: Stefan Meyer, Architekturfotografie Nürnberg-Berlin

Blick in die Ausstellung Bildnachweis: Museen der Stadt Nürnberg, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Foto: Stefan Meyer, Architekturfotografie Nürnberg-Berlin

Das Ende der Speer-Legende?
„…von den scheußlichen Sachen habe ich tatsächlich nichts gewusst.” – Albert Speer, Brief aus Spandau an Tochter Hilde, 1953, zitiert im Stern, 13. November 1966. Weiterlesen

Der Dachdecker von Birkenau

Bild: der-dachdecker-von-birkenau.de

Bild: der-dachdecker-von-birkenau.de

»Der Dachdecker von Birkenau« war in vielen Ländern zu Gast – auf bereits über 50 Veranstaltungen in der ganzen Welt zeigte der Filmemacher Johannes Kuhn seinen Dokumentarfilm über den Holocaustüberlebenden Mordechai Chiechanower. Am 06. Juli 2016 machte der Regisseur im Jugendzentrum Erlangen, besser bekannt als JUZ, Halt und stand dem Publikum Rede und Antwort. Weiterlesen

Hybrid der Freundschaft

Cover zu Ostende. 1936: Sommer der Freundschaft von Volker Weidermann (Urheber und Quelle: Verlag Kiepenheuer & Witsch)

Cover zu Ostende. 1936: Sommer der Freundschaft von Volker Weidermann (Urheber und Quelle: Verlag Kiepenheuer & Witsch)

Der Ort schien fern vom Krieg und von den deutschen Ungerechtigkeiten; kein Wunder, dass sich hier, im belgischen Ostende, im Sommer zahlreiche deutsche Schriftsteller für den Urlaub einfanden. Doch 1936 waren viele von ihnen auf der Flucht und verbrachten einen fiebrig-resignativen Sommer in Ostende als Exilschriftsteller, die ums Überleben und gegen Nazideutschland kämpften. Daraus hat Volker Weidermann, der Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ein sachkundiges, hybrides Buch geformt – Ostende. 1936: Sommer der Freundschaft.

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„Guten Morgen, vergewaltigtes Warschau“

Cover zu Morphin von Tzczepan Twardoch (Quelle: Rowohlt Verlag).

Cover zu Morphin von Tzczepan Twardoch (Quelle: Rowohlt Verlag).

So gut wie alle literarischen Werke laufen im Resultat mehr oder weniger explizit auf einen spezifischen Topos hinaus: Der Frage nach der eigenen Identität. Der polnische Schriftsteller Szczepan Twardoch hat in seinem neuen Roman Morphin diese Frage klar und deutlich aufgenommen und in ihren verschiedensten Facetten beleuchtet, anhand eines abgehalfterten halb polnisch, halb deutschen Antihelden im von den Deutschen besetzten Warschau von 1939.

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Fabian, radikal unzensiert

Cover zu "Der Gang vor die Hunde", Quelle: Atrium Verlag AG

Cover zu „Der Gang vor die Hunde“, Quelle: Atrium Verlag

Endlich liegt sie vor: Die Originalfassung von Erich Kästners Roman Fabian. Geschichte eines Moralisten – ungekürzt und mit dem ursprünglich von Kästner vorgesehenen, pessimistischen Titel Der Gang vor die Hunde versehen. Das erstmals 1931 erschienene Buch portraitiert die Berliner Gesellschaft, kurz vor dem politisch-ethischen Untergang der Weimarer Republik und gilt, so Marcel Reich-Ranicki, als Plädoyer für die Vernunft in Zeiten der Unvernunft. Da es aber dem damaligen Lektor Curt Weller in manchen Passagen zu krass war, wurde der Titel verändert und Kürzungen vorgenommen. Diese Zensur wurde nun behoben.

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