Böhmische Wälder online

1012249_501580026593412_524439131_nDie Stu­dio­büh­ne zeigt Schil­lers Die Räu­ber in einer moder­nen Inter­pre­ta­ti­on. Am 9. / 16. und 18. Novem­ber 2013 im Fran­ken­hof Erlan­gen

Die jun­gen Men­schen von heu­te sind nicht zu benei­den, den­ken sich Regis­seur Mat­thi­as Nad­ler und Dra­ma­tur­gin Dany Hand­schuh. Ihr Reich­tum an Mög­lich­kei­ten lässt sie erstar­ren, ihr Stre­ben nach Indi­vi­dua­li­tät drängt sie unauf­halt­sam in den Kon­sum und die ihnen geschenk­te Frei­heit ver­kommt zu einem wert­lo­sen Acces­soire.

Frei nach Schil­lers Die Räu­ber erzählt die Stu­dio­büh­ne Erlan­gen e.V. von den ver­lo­re­nen Indi­vi­du­en einer chao­ti­schen und unüber­sicht­li­chen Gesell­schaft. Men­schen, die nicht mehr wis­sen, was Gerech­tig­keit bedeu­tet und deren Ver­lan­gen nach Ver­än­de­rung ver­stei­nert ist.
Die Welt hat sie abge­hängt und sie ver­su­chen nicht ein­mal mehr hin­ter­her zu kom­men.

Am 9., 16. und 18. Novem­ber 2013 jeweils um 19 Uhr im Saal des Fran­ken­hof.
Ein­tritt: 8€/5€ ermä­ßigt

Mehr Infor­ma­tio­nen dazu unter www.studiobuehne-erlangen.de/die-rauber

Wer hat Angst vor der Mutter Courage?

Mut­ter Cou­ra­ge und ihre Kin­der — Stu­dio­büh­ne Erlan­gen

Es ist auf­fäl­lig, dass die Stu­dio­büh­ne Erlan­gen vor allem immer bes­se­re Schau­spie­ler auf­wei­sen kann, neben der immer span­nen­der wer­den­den Aus­wahl an Stü­cken und deren Umset­zung. Erin­nern wir uns allein an die letz­te Spiel­zeit. „War­ten auf Godot“, „Nach dem Früh­lings­er­wa­chen“, „Faust“. Nor­ma­ler­wei­se graust es einem als Thea­ter­wis­sen­schaft­ler vor Lai­en­schau­spiel, star­rem am-Text-Kle­ben-Blei­ben und Stu­dio­büh­nen. In der Stu­dio­büh­ne Erlan­gen dage­gen ver­su­che ich inzwi­schen, kei­ne neue Insze­nie­rung zu ver­pas­sen. Und es lohnt sich immer wie­der! Nach einem  impo­san­ten Auf­takt der Stu­dio­büh­ne mit „Remain Cheer­ful till the End“, wag­te sie sich für ihre zwei­te Insze­nie­rung der jet­zi­gen Spiel­zeit unter der Regie von Mat­thi­as Nad­ler und der Dra­ma­tur­gie von Maxi­mi­li­an Nix an einen der gro­ßen Bro­cken des letz­ten Jahr­hun­derts — Brecht’s „Mut­ter Cou­ra­ge und ihre Kin­der“. Und das mit Erfolg! Wei­ter­le­sen