Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus?

Lächeln Sie nicht zuviel_ (c) Karoline Felsmann

Sze­ne aus „Lächeln Sie nicht zuviel“, Bild: © Karo­li­ne Fels­mann

Lächeln Sie nicht zuviel. Ralph Jung probt Emi­lia Galot­ti“ — ein inter­es­san­ter Titel, der nicht all­zu viel ver­rät. Das Thea­ter Erlan­gen zeigt im Rah­men der „Werk­schau: Les­sing“ vom 3. bis zum 8. März unter ande­rem die­ses Stück. Im Inter­view mit Regis­seu­rin Anni­ka Schwei­zer geht es um die Insze­nie­rung und das Män­ner- und Frau­en­bild in unse­rer Gesell­schaft. Mögen alle Frau­en pink und alle Män­ner Fuß­ball?

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Am Ende sammeln sie unsere Herzen ein

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Bild: Kuni­hi­ro Fuku­mo­ri

Live-Herz­schlä­ge und 3‑D-Ani­ma­tio­nen: Eine außer­ge­wöhn­li­che Dar­bie­tung hat die japa­ni­sche Tän­ze­rin Yui Kawa­gu­chi im Obe­ren Foy­er des Mark­gra­f­en­thea­ters Erlan­gen gezeigt. Außer­ge­wöhn­lich – selbst für ein inter­na­tio­na­les Figu­ren­thea­ter­fes­ti­val. Eine nor­ma­le Kri­tik wür­de dem For­mat nicht gerecht wer­den. Zuerst beschrei­be ich mei­ne Ein­drü­cke, dann mei­ne spon­ta­nen Gedan­ken. Los geht’s!

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Ein Prinz zu Ross und im Rollstuhl

Foto: Lena Obst

Foto: Lena Obst

Mit einer bis ins kleins­te Detail durch­dach­ten Insze­nie­rung von Kleists letz­tem Stück Prinz Fried­rich von Hom­burg beschließt das Staats­thea­ter Darm­stadt die Werk­schau des Autors am Thea­ter Erlan­gen. Wei­ter­le­sen

Ins Werk geschaut und umgebaut: von der Novelle zur Tragikomödie

Foto: Joachim Dette

Foto: Joa­chim Det­te

Auf Ein­la­dung sei­ner Erlan­ger Kol­le­gen prä­sen­tier­te das Thea­ter­haus Jena am drit­ten Abend der Werk­schau im Mark­gra­f­en­thea­ter das Ergeb­nis einer gro­ßen Werk­su­che. Um Kleists Novel­le „Micha­el Kohl­haas“ auf die Büh­ne zu brin­gen, trug der Regis­seur Han­nes Wei­ler Ver­satz­stü­cke vie­ler gro­ßer Autoren zusam­men und sorgt damit für Ver­wir­rung aber auch für Lacher bei sei­nen Zuschau­ern. Wei­ter­le­sen

Leiden und Lachen

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Die Lei­den des jun­gen Wert­her“ am Thea­ter Erlan­gen. Foto: © Lud­wig Olah

Die Lei­den des jun­gen Wert­her“ muss Tra­gik, Trau­er und – nicht zu ver­ges­sen – gro­ße Emp­find­sam­keit ent­hal­ten? Goe­thes Brief­ro­man lie­fert von allem mehr als genug. 1774 kam das bei den Lesern gut an – so gut, dass Wert­hers Lösung für Lie­bes­kum­mer rei­hen­wei­se Nach­ah­mer fand. Aber heu­te? Der Gefühls­über­schwang trifft nicht mehr ganz den Nerv der Zeit. Viel­leicht auch bes­ser so. Wo wür­de es denn hin­füh­ren, wenn sich jeder, der Lie­bes­kum­mer hat, gleich umbringt? Das heißt aber nicht, dass man den klas­si­schen Stoff nicht mehr auf die Büh­ne brin­gen kann. Wie es das Thea­ter Erlan­gen getan hat.

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Fanatisch Verehrte, verehrte Fanatische

Die Jungfrau_1(c)Ludwig Olah

Lio­nel (Chris­ti­an Win­cierz) und Johan­na (Vio­let­ta Zupančič). Foto: © Lud­wig Olah

 

Schwarz zeich­net sich die Sil­hou­et­te einer Frau vor dem wei­ßen Licht des Schein­wer­fers ab. Kunst­rauch, der an Nebel erin­nert, wabert um sie her­um. Der Rest der Büh­ne ver­schwin­det in unge­wis­ser Dun­kel­heit. Wo beginnt, wo endet die Büh­ne? Durch den Rauch und das Licht ent­steht die Illu­si­on von uner­mess­li­cher Tie­fe und Wei­te. Vogel­ge­zwit­scher ist zu hören. Es ist nicht schwer, sich vor­zu­stel­len, dass hin­ter dem fei­nen Nebel ein Wald beginnt. Viel­leicht auch Fel­der? Ein länd­li­ches Dorf? Die Ant­wort über­lässt Regis­seur Tho­mas Kru­pa der Fan­ta­sie jedes ein­zel­nen Zuschau­ers. Er sorgt dafür, dass aller Augen sich auf jene Frau rich­ten, die in die­ser Sze­ne wie von einem Hei­li­gen­schein umge­ben scheint: „Die Jung­frau von Orleans“.

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In der Einheitsbox

Foto: Andreas Donders

Foto: Andre­as Don­ders

Drei Holz­käs­ten. Schumm­rig-grün­li­ches Licht fällt dar­auf. Jeweils eine Sei­te der Kis­ten ist scha­blo­nen­haft in Form einer mensch­li­chen Sil­hou­et­te aus­ge­schnit­ten. Dar­in ein­ge­pfercht: Ver­dreh­te, ver­scho­be­ne Kör­per, ein Mensch, der nicht so recht in die­sen Kas­ten, in die­se Umris­se pas­sen will. Und den Aus­bruch aus den Zwän­gen sucht. Sind die drei gefan­gen in Ste­reo­ty­pen, als Aus­stieg nur ein Null­acht­fünf­zehn-Aus­schnitt eines mensch­li­chen mas­ken­haf­ten Ein­heits­kör­pers? Hin­ter dem sich die indi­vi­du­el­len Züge, das Beson­de­re, Ein­zig­ar­ti­ge des Ein­zel­nen ver­birgt? Wei­ter­le­sen

Lebe anständig — Denke an das Folgende!

Shake­speare is dead — get over it!

In einem Blog mit Bei­trä­gen von Paten des Thea­ter­fes­ti­vals Neue Stü­cke aus Euro­pa for­mu­lier­te Paul Pour­veur ein­mal, dass in einer glo­ba­li­sier­ten Welt zu schrei­ben, einem bestän­di­gen Unter­wegs-Sein in einer Welt gli­che, des­sen Rea­li­tät nur schwer zu ent­zif­fern sei. Es ent­stün­de eine „Dra­ma­tur­gie der Rei­se“, die Rei­se erhal­te hier und da einen Sinn, eine neue Bedeu­tung, je nach­dem, an wel­chem Ort man sich zu wel­chem Zeit­punkt in sei­nem Leben befin­de. „Der Text und sei­ne Bedeu­tung bau­en sich Schritt für Schritt nicht durch Zufall, son­dern durch die Gleich­zei­tig­keit von gegen­über­ge­stell­ten Ele­men­ten auf.“ Wei­ter­le­sen