Tresenlesen III: Im Rausch mit Hermann Große-Berg

Bild: Sebas­ti­an Schroth

Er kokst, hängt an der Nadel, trinkt regel­mä­ßig und gibt sich mit Joints den Rest – und liest neben­bei noch aus Wer­ken von Goe­the, Ben­ja­min Stuckkrad-Bar­re oder auch Wal­ter Ben­ja­min vor: Her­mann Gro­ße-Berg prä­sen­tiert einen etwas ande­ren Lite­ra­tur-Abend im Entla’s Kel­ler auf dem Gelän­de der Berg­kirch­weih.

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Piraten sind die besseren Wissenschaftler!

Wissenschaftlerin, Geliebte aber keine Piratin: Caryna Smith. Bild: Walt Disney Company France

Wis­sen­schaft­le­rin Cari­na Smyth macht es sich nicht ein­fach. Bild: Walt Dis­ney Com­pa­ny Fran­ce

An alle, die mit dem Film Pira­tes of the Carib­be­an 5: Sala­zars Rache lieb­äu­geln: Kei­ne Wei­ter­emp­feh­lung!

Trotz­dem beglei­te ich ger­ne all die­je­ni­gen unter euch bis zur Kino­tür, die nicht auf­hö­ren kön­nen dem stür­mi­schen Bedürf­nis nach­zu­ge­ben. Und kei­ne Sor­ge, ich wer­de nicht vor­her­sa­gen, was euch im Kino erwar­tet! 😉

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Eine nahezu ausgestorbene Spezies

Der letzte Zeitungsleser

Bild: Ver­lag Galia­ni Ber­lin

Wer dar­auf ach­tet, fin­det noch das ein oder ande­re Exem­plar einer nahe­zu aus­ge­stor­be­nen Spe­zi­es. Erst kürz­lich fiel mir in einem Café – modern ein­ge­rich­tet mit ecki­gen Sofas und die­sen (lebens-)weisen Sprü­chen an den Wän­den – eine älte­re Dame auf, die Zei­tung las. Der Tisch war voll­stän­dig bedeckt von den über­di­men­sio­na­len, gräu­li­chen Blät­tern die­ser Zei­tung. Neben­bei nipp­te sie an einer Tas­se Kaf­fee. Eine wasch­ech­te Zei­tungs­le­se­rin. Was für eine Sel­ten­heit, gera­de­zu muse­al!
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Das Buch mit dem tollen Titel

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Die Schaf­fens­kri­se: Robert Segel (links) und Imma­nu­el Rein­schlüs­sel. Bild: Celi­na Hen­ning.

An einem son­ni­gen Herbst­tag haben die bei­den Für­ther Autoren Imma­nu­el Rein­schlüs­sel und Robert Segel — bes­ser bekannt als Die Schaf­fens­kri­se — unse­rer Redak­teu­rin Patri­cia Ach­ter ein Inter­view gege­ben. Sie stel­len am 5. Dezem­ber 2015 ihr neu­es Buch im Kul­tur­fo­rum Fürth vor. Der Titel des Buches soll bis zur Lesung ein Geheim­nis blei­ben. Mal sehen, ob sie sich doch dazu über­re­den las­sen, ihn preis­zu­ge­ben. Wei­ter­le­sen

Bücher auf Rezept?!

Bild: Rogner & Bernhard

Bild: Rogner & Bern­hard

Gibt es nicht? Soll­te es aber! Die Lite­ra­tur als See­len­apo­the­ke. Was im ers­ten Moment viel­leicht selt­sam klin­gen mag, erscheint nach die­ser Lek­tü­re mehr als nur plau­si­bel. Immer noch skep­tisch? Na dann auf ins Detail. Wei­ter­le­sen

Ich mag den Geruch von Marihuana“

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Bild: Han­ser Ver­lag

 

Er mag Tol­stoi, Son­nen­auf­gän­ge und das Meer. Beson­ders Son­nen­auf­gän­ge am Meer. Men­schen, die ihm Geld schen­ken. Sport­wa­gen. Kaf­fee. Lachen. „Ich lie­be Navy CIS und die Schreck­lich net­te Fami­lie. Ein gut erzo­ge­ner Mensch darf alles sehen und alles lesen, man kann ihn nicht ver­der­ben.“ Das schreibt Tho­mas Gla­vi­nic zumin­dest in einer Fuß­no­te sei­nes aktu­el­len Buches Mei­ne Schreib­ma­schi­ne und ich. Auf ehr­li­che, humor­vol­le Wei­se erzählt er von sich und sei­ner Arbeit als Autor, von Selbst­zwei­feln und mör­de­ri­schen, ja bei­na­he psy­cho­pa­thi­schen Gedan­ken, und von gro­ßen Ein­fäl­len. Apro­pos: Wie kom­men Sie eigent­lich auf die Ide­en für Ihre Roma­ne, Herr Gla­vi­nic? Wei­ter­le­sen

Vom Spazieren und Finden… „Antworten am Wegrand“ von Philippe Jaccottet

 

Ich packe in meinen Koffer... Photo Uta Hoeß

Ich packe in mei­nen Kof­fer…
(Pho­to: Uta Hoeß)

Eigent­lich woll­te ich nur kurz ins Tee­haus und mich bei einer Tas­se Dar­jee­ling aus­ru­hen. Als ich jedoch an der Aus­la­ge des klei­nen Buch­la­dens in Sicht­wei­te der Braue­rei vor­bei­schlen­der­te, über­kam mich die Lese­lust. Und was könn­te bes­ser zu einer Tas­se Tee pas­sen als ein Buch. Die Inha­be­rin mus­ter­te mich, stell­te mir zwei Fra­gen und leg­te mir dann behut­sam ein Buch auf den Tre­sen. „Ant­wor­ten am Weg­rand“ von Phil­ip­pe Jac­cot­tet. Ich blät­ter­te, las und war sofort von die­sem Buch ver­zau­bert.

Eini­ge Stun­den spä­ter, nach unge­zähl­ten Tas­sen Tee, klap­pe ich das Buch zu. Ich habe „mei­ne“ Ant­wort am Weges­rand gefun­den. Die alten Bäu­me im Schloss­gar­ten sehen heu­te beson­ders schön und grün und ehr­furchts­voll aus. Nach­wir­kun­gen des Buches, die noch lan­ge anhal­ten wer­den. Wei­ter­le­sen

Jeder stirbt für sich allein

Cover zu Um uns die Toten von Bartholomäus Grill (Quelle: Siedler Verlag).

Cover zu Um uns die Toten von Bar­tho­lo­mä­us Grill (Quel­le: Sied­ler Ver­lag).

Der Tod lau­ert über­all. Da ver­wun­dert es nicht, dass er auch ein uni­ver­sel­les The­ma ist. So könn­te nahe­zu jede wis­sen­schaft­li­che oder künst­le­risch-kul­tu­rel­le Dis­zi­plin den Tod in sein Res­sort auf­neh­men. Doch das allei­ne war nicht das inter­dis­zi­pli­nä­re Ziel des Jour­na­lis­ten Bar­tho­lo­mä­us Grill. Sein Buch Um uns die Toten. Mei­ne Begeg­nun­gen mit dem Ster­ben bringt den Leser zum Nach­den­ken über den Tod und den bie­tet dazu sowohl einen phä­no­me­no­lo­gi­schen als auch indi­vi­du­ell-auto­bio­gra­phi­schen Umgang damit. Bei­des scheint sinn­voll zu sein, da doch kei­ner die­sem Unter­su­chungs­ob­jekt ent­flie­hen kann.

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Hybrid der Freundschaft

Cover zu Ostende. 1936: Sommer der Freundschaft von Volker Weidermann (Urheber und Quelle: Verlag Kiepenheuer & Witsch)

Cover zu Ost­ende. 1936: Som­mer der Freund­schaft von Vol­ker Wei­der­mann (Urhe­ber und Quel­le: Ver­lag Kie­pen­heu­er & Witsch)

Der Ort schien fern vom Krieg und von den deut­schen Unge­rech­tig­kei­ten; kein Wun­der, dass sich hier, im bel­gi­schen Ost­ende, im Som­mer zahl­rei­che deut­sche Schrift­stel­ler für den Urlaub ein­fan­den. Doch 1936 waren vie­le von ihnen auf der Flucht und ver­brach­ten einen fieb­rig-resi­gna­ti­ven Som­mer in Ost­ende als Exil­schrift­stel­ler, die ums Über­le­ben und gegen Nazi­deutsch­land kämpf­ten. Dar­aus hat Vol­ker Wei­der­mann, der Feuil­le­ton­chef der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung ein sach­kun­di­ges, hybri­des Buch geformt – Ost­ende. 1936: Som­mer der Freund­schaft.

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Vom Ende der Privatsphäre

Cover zu Die globale Überwachung von Glenn Greenwald (Quelle: Verlagsgruppe Droemer Knaur).

Cover zu Die glo­ba­le Über­wa­chung von Glenn Green­wald (Quel­le: Ver­lags­grup­pe Droemer Knaur).

Als die frü­he Römi­sche Repu­blik wie­der ein­mal von Unru­hen heim­ge­sucht wur­de, ernann­ten die Römer – wie es das poli­ti­sche Sys­tem vor­sah – einen Dik­ta­to­ren, und, so die Erzäh­lung, dies sei ein Cin­cin­na­tus gewe­sen, der die Repu­blik aber­mals sta­bi­li­sier­te und sich danach als Bau­er zurück­zog. Dar­um hat sich Edward Snow­den, den wir bei re>flex als Volks­hel­den titu­liert haben, auch die­sen Namen als Pseud­onym zuge­legt, als er erst­mals in Kon­takt mit Glenn Green­wald trat und schließ­lich spä­ter mit die­sem den NSA-Skan­dal auf­deck­te. Der freie Jour­na­list und Anwalt Green­wald hat nun ein Buch über Snow­den, die NSA und die ame­ri­ka­ni­schen Medi­en und Poli­ti­ker geschrie­ben – Die glo­ba­le Über­wa­chung.

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