Bleiben oder sterben

TE_Heimat.com 02_(c) Jochen Quast

Im Vor­der­grund: Sha­na Sophie Brandl als Ami­ra. Bild: © Jochen Quast

Ich wer­de nur einen Ver­such brau­chen“, sagt Ami­ra über­zeugt. Und meint einen Ver­such, sich umzu­brin­gen – wenn sie aus Deutsch­land aus­ge­wie­sen wird. Den Satz sagt sie direkt in die Kame­ra. Das Video lädt sie auf You­Tube hoch, wie die Zuschau­er bei der Pre­mie­re von Heimat.com am 3. Juni in der Gara­ge Erlan­gen erfah­ren. Medi­en­kri­tisch, sati­risch und aktu­ell ist Hol­ger Scho­bers Stück.
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Krieg. Macht. Medien.

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v.l.: Andre­as Schenk, Johan­nes Grotz­ky, Julia Obert­reis.

Wie Rot­käpp­chen gegen den bösen Wolf, so steht die gute Ukrai­ne dem schlech­ten Russ­land gegen­über. Das ist über­spitzt for­mu­liert, aber so ähn­lich wird der Ukrai­ne-Kon­flikt in den deut­schen Medi­en dar­ge­stellt. War­um? Und wie berich­ten ukrai­ni­sche und rus­si­sche Medi­en selbst? Sol­che Fra­gen haben Andre­as Schenk und Prof. Dr. Johan­nes Grotz­ky am 12. Janu­ar beant­wor­tet – im gut gefüll­ten Expe­ri­men­tier­thea­ter der Uni­ver­si­tät Erlan­gen. Ihre Ant­wor­ten fal­len nicht sehr posi­tiv aus.
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Fanatisch Verehrte, verehrte Fanatische

Die Jungfrau_1(c)Ludwig Olah

Lio­nel (Chris­ti­an Win­cierz) und Johan­na (Vio­let­ta Zupančič). Foto: © Lud­wig Olah

 

Schwarz zeich­net sich die Sil­hou­et­te einer Frau vor dem wei­ßen Licht des Schein­wer­fers ab. Kunst­rauch, der an Nebel erin­nert, wabert um sie her­um. Der Rest der Büh­ne ver­schwin­det in unge­wis­ser Dun­kel­heit. Wo beginnt, wo endet die Büh­ne? Durch den Rauch und das Licht ent­steht die Illu­si­on von uner­mess­li­cher Tie­fe und Wei­te. Vogel­ge­zwit­scher ist zu hören. Es ist nicht schwer, sich vor­zu­stel­len, dass hin­ter dem fei­nen Nebel ein Wald beginnt. Viel­leicht auch Fel­der? Ein länd­li­ches Dorf? Die Ant­wort über­lässt Regis­seur Tho­mas Kru­pa der Fan­ta­sie jedes ein­zel­nen Zuschau­ers. Er sorgt dafür, dass aller Augen sich auf jene Frau rich­ten, die in die­ser Sze­ne wie von einem Hei­li­gen­schein umge­ben scheint: „Die Jung­frau von Orleans“.

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Unsere Urkatastrophe

Cover zu Der Große Krieg von Herfried Münkler

Cover zu Der Gro­ße Krieg von Her­fried Münk­ler (Quel­le: Rowohlt Ver­lag).

Man kann dem nicht ent­ge­hen — 2014 ist das Jahr der Jubi­lä­en zahl­rei­cher his­to­ri­scher Ereig­nis­se, die die Kul­tur unse­res kol­lek­ti­ves Gedächt­nis´ prä­gen: vor 75 Jah­ren begann der Zwei­te Welt­krieg und vor 200 der Wie­ner Kon­gress und vor sogar 2000 Jah­ren starb der römi­sche Kai­ser Augus­tus. Ein his­to­ri­sches Ereig­nis prägt die dies­jäh­ri­ge Medi­en­land­schaft beson­ders: Der Beginn des Ers­ten Welt­krie­ges vor 100 Jah­ren im August 1914.

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