Blumenhüte, Riesenbonbons und sprechende Krähen

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Die Früh­lings­kö­ni­gin möch­te Ger­da am liebs­ten behal­ten. Bild: © Jochen Quast

Eine Stim­mung, die es wohl nur im Mär­chen gibt: Im Publi­kum sind auf­fal­lend vie­le Kin­der, die auf­ge­regt dar­auf war­ten, dass sich der schwar­ze Vor­hang hebt. An den seit­li­chen Plät­zen im Zuschau­er­raum des Mark­gra­f­en­thea­ters legen die Jun­gen und Mäd­chen erwar­tungs­voll ihre Arme auf die gepols­ter­te Balus­tra­de und schau­en neu­gie­rig zur Büh­ne. Der Schrift­zug Die Schnee­kö­ni­gin wird auf den Vor­hang pro­ji­ziert. Es ist die zwölf­te von 35 Vor­stel­lun­gen, die das Ensem­ble des Erlan­ger Thea­ters inner­halb eines Monats zeigt. Und sie ist wirk­lich mär­chen­haft.
Wei­ter­le­sen

Jede Anzahl ist ein Schock“

Daniel Seniuk, Hermann Große-Berg Foto: Jochen Quast

Dani­el Seni­uk, Her­mann Gro­ße-Berg
Foto: Jochen Quast

Ein Vater führt sei­nen Sohn in die Geheim­nis­se des Rasie­rens ein – eine all­täg­li­che Sze­ne. Nur, dass es von die­sem Sohn zwan­zig gibt, weil er ein Klon ist. Dass des­we­gen sowohl Vater als auch Sohn gezwun­gen sind, Fra­gen nach Ori­gi­nal und Kopie zu stel­len, her­aus­zu­fin­den ver­su­chen, was Iden­ti­tät bedeu­tet. Caryl Chur­chill wirft in ihrem Dra­ma „Die Kopi­en“ (Ori­gi­nal­ti­tel: A Num­ber) abseits von moral­apos­to­li­schen Plä­doy­ers die Fra­gen auf, die sich im Zeit­al­ter tech­no­lo­gi­scher Repro­duk­ti­ons­mög­lich­kei­ten unwill­kür­lich auf­drän­gen. Kat­ja Blaszkie­witz gelingt es in ihrer Insze­nie­rung, die ver­gan­ge­nen Sams­tag in der Erlan­ger Gara­ge Pre­mie­re fei­er­te, die­se Fra­ge­hal­tung auf ver­schie­de­nen Ebe­nen an den Zuschau­er wei­ter­zu­ge­ben. Wei­ter­le­sen