Der letzte Vorhang

Von links nach rechts: Michaela Domes, Hartmut Volle

Michae­la Domes, Hart­mut Vol­le

Richard ist ein selbst­ge­rech­ter, altern­der Schau­spie­ler. Er trinkt zuviel, ist ver­bit­tert über das Leben und erfolg­los. Mit sei­ner Art hat er jede Kol­le­gin ver­grault und steht kurz vor dem Aus sei­ner Kar­rie­re.

Die Pro­duk­ti­on, an der er gera­de probt, steht auf Mes­sers Schnei­de. Die ein­zi­ge Per­son, die ihn jetzt noch ret­ten kann, ist Lies. Lies und Richard stan­den 20 Jah­re gemein­sam auf der Büh­ne. Sie haben viel gemein­sam erlebt, eine kur­ze Affä­re war auch dabei.

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag prä­sen­tier­te das Stadt­thea­ter Fürth „Der letz­te Vor­hang“ von Maria Goos anläss­lich der bay­ri­schen Thea­ter­ta­ge. Wei­ter­le­sen

Die elektronische Metropolis

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Was bedeu­tet Indi­vi­dua­li­tät in Zei­ten der Glo­ba­li­sie­rung? Oder anders for­mu­liert: Wo hat Indi­vi­dua­li­tät noch Platz in einer Welt, in der jeder aus­tausch­bar gewor­den ist?

Eigent­lich ist Bam­berg ja nicht so groß. Es gibt hier auch kei­nen Flug­ha­fen. Aber ver­ste­hen kön­nen wir Falk Rich­ters Bild der durch­or­ga­ni­sier­ten Zeit mitt­ler­wei­le über­all. Und so brach­ten die Schau­spie­ler des E.T.A.-Hoffmann Thea­ters am ver­gan­ge­nen Diens­tag „Elec­tro­nic City“ nach Nürn­berg.


Wei­ter­le­sen

Entweder Wir oder Die — „Waisen“ in den Nürnberger Kammerspielen

Liam (Philipp Niedersen) und Helen (Julia Bartolome)

Liam (Phil­ipp Nie­der­sen) und Helen (Julia Bar­to­lo­me). Foto­gra­fin: Mari­on Bühr­le

Es soll­te ein roman­ti­sches Abend­essen wer­den. Der Klei­ne bei der Oma, end­lich mal einen Abend müh­sam frei­ge­schau­felt vom stres­si­gen All­tag, der eine Fami­lie so auf Trab hält. Doch es soll­te anders kom­men. Denn als ein blut­über­ström­ter jun­ger Mann ins bür­ger­li­che Schrank­wand-IKEA-Sofa-Wohn­zim­mer stürzt, soll­te sich das Leben für Helen und Dan­ny für immer ändern.

Lügen, Gewalt, Ver­zweif­lung, das sind die The­men, mit denen sich Den­nis Kel­ly in sei­nem Stück „Wai­sen“, auf­ge­führt in den Kam­mer­spie­len Nürn­berg, aus­ein­an­der­setzt.  Die Insze­nie­rung nahm Caro Thum auf sich. Sie frag­te sich: Wie schnell rutscht man auf die dunk­le Sei­te? Wie weit ist man zu gehen bereit, wenn es die eige­ne Fami­lie betrifft?

Liam und Helen sind Wei­ter­le­sen