Gott existiert, und er ist Amerikaner

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Tier­lie­ber Gott: Mr. Wed­nes­day (Ian McS­ha­ne) Bild: Starz

In Ame­ri­can Gods haben Göt­ter, Geis­ter und Dämo­nen nichts zu lachen — kei­ner glaubt mehr an sie. Ihren Platz haben neue Ido­le wie Geld, Medi­en und Tech­nik ein­ge­nom­men. Doch die alten Göt­ter pla­nen den Gegen­schlag. Die TV-Adap­ti­on bleibt dem ver­schro­ben-bri­ti­schen Humor von Comic-Legen­de Neil Gai­man treu — und ist schon nach drei Fol­gen eine der spek­ta­ku­lärs­ten Seri­en des Jah­res.
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Glaube, Liebe, Hoffnung — und Krieg

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Bild: Gri­ot Hör­buch­ver­lag

Krie­ge, Kämp­fe und Atten­ta­te im Namen der Reli­gi­on wer­den nicht weni­ger. Wie könn­te man die Grä­ben zwi­schen den Men­schen über­win­den? Muss man Reli­gio­nen dafür abschaf­fen? Der Gri­ot Hör­buch­ver­lag zeigt mit der Neu­erschei­nung Tanz Jeru­sa­lem! Unse­re Lie­der auf dei­nen Lip­pen einen fried­li­chen Weg. „Manch­mal gelingt es, Erz­fein­de zu ver­söh­nen, und dafür bedarf es vie­ler, vie­ler kleins­ter Schrit­te“, sagt der Gitar­rist Claus Schmidt.
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Diese Woche läuft an…

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Bild: NFP, 20th Cen­tu­ry Fox, Edi­ti­on Salz­ge­ber

Die­se Woche dreht sich in den Erlan­ger Kinos alles um grö­ße­re und klei­ne­re Revol­ten. Als die klei­ne Éa sich mal wie­der über ihren ego­zen­tri­schen Vater ärgert, spielt sie zur Stra­fe mit sei­nem Arbeits­com­pu­ter her­um — und bringt dabei die gan­ze Welt aus dem Gleich­ge­wicht. Denn ihr Vater ist nie­mand anders als Gott höchst­per­sön­lich. In der bel­gi­schen Komö­die Das brand­neue Tes­ta­ment muss der All­mäch­ti­ge das Uni­ver­sum wie­der in Ord­nung brin­gen und mischt sich dazu unter sei­ne Geschöp­fe. Einen so direk­ten Draht zu Gott könn­te wohl auch Chor­lei­te­rin Lena gebrau­chen, die sich im schwe­di­schen Musik­dra­ma Wie auf Erden gegen den kon­ser­va­ti­ven Kichen­rat durch­set­zen muss. In der Fort­set­zung des Welt­erfolgs Wie im Him­mel ver­sucht die Freun­din des in Teil 1 ver­stor­be­nen Star­di­ri­gen­ten das Gemein­de­le­ben mit fri­scher Musik und Tanz­ein­la­gen auf­zu­pep­pen. Die deut­sche Doku­men­ta­ti­on Wer ret­tet wen? ver­sucht schließ­lich eine Revo­lu­ti­on im grö­ße­ren Stil anzu­zet­teln. Der Film hin­ter­fragt die Mecha­nis­men von Ban­ken- und Grie­chen­land­ret­tung und will beson­ders den Opfern des euro­päi­schen Tur­bo­ka­pi­ta­lis­mus‘ eine Stim­me geben.

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Gott ist in einer Tüte“

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Chris­ti­an Win­cierz, Vio­let­ta Zupan­cic. Foto: © Jochen Quast.

In einer Tüte? Gott? So schnell kann ein Zitat, aus dem Zusam­men­hang geris­sen, für Ver­wir­rung sor­gen. Und schon sind wir mit­ten im Thea­ter­stück Unschuld, geschrie­ben von Dea Loher, insze­niert von Kat­ja Ott am Thea­ter Erlan­gen. „Gott ist in einer Tüte“, sagt der ille­ga­le afri­ka­ni­sche Ein­wan­de­rer Fadoul (Patrick Nel­les­sen) zu den ande­ren Cha­rak­te­ren. Ver­ständ­nis­lo­sig­keit. Nur die Zuschau­er haben eine Ahnung, wovon er spricht. Wei­ter­le­sen

Die Neonovelle

Paul Heyse (Quelle: Wikimedia Commons/ Tim).

Paul Hey­se (Quel­le: Wiki­me­dia Commons/ Tim).

Die Novel­le ist tot! Zwar ist sie eine alt­be­kann­te und all­seits aner­kann­te Lite­ra­tur­gat­tung, die angeb­lich eine der größ­ten lite­ra­ri­schen Her­aus­for­de­run­gen für den Autor dar­stellt; jedoch stellt sich die lite­ra­tur­theo­re­ti­sche Fra­ge, inwie­weit das Gen­re der Novel­le im ein­und­zwan­zigs­ten Jahr­hun­dert noch in ihrer klas­si­schen Form brauch­bar ist. Und sie ist es nicht. Schein­bar heißt es hier: Leben­dig Geglaub­te ster­ben eher. Dar­um braucht es eine neue Theo­rie und Form der Novel­le!

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