Jena und Erlangen lesen zusammen

Romina Nikolic (c) Alen Nikolic

Die Jena­er Autorin Romi­na Niko­lic besucht am 3. Okto­ber Erlan­gen. Bild: Alen Niko­lic.

Erlan­ger und Jena­er Autoren ver­an­stal­ten zusam­men eine Lesung — das wäre vor 25 Jah­ren undenk­bar gewe­sen. Am Tag der Deut­schen Ein­heit lesen sie eige­ne Tex­te und Gedich­te vor, in denen sie sich Gedan­ken zum The­ma Wie­der­ver­ei­ni­gung machen. Wei­ter­le­sen

Komponierte Bilder: Institut der Träume

Jiří Kolář, Die Sonne des Malers, 1961, Foto: Neues Museum (Annette Kradisch)

Jiří Kolář, Die Son­ne des Malers, 1961, Foto: Neu­es Muse­um (Annet­te Kra­disch)

 

Der tsche­chi­sche Künst­ler Jiří Kolář wäre am 24. Sep­tem­ber die­sen Jah­res 100 Jah­re alt gewor­den. Anlass genug, dem Publi­kum eine neue Samm­lung „Insti­tut der Träu­me“ zu prä­sen­tie­ren, ent­schied das Kura­to­ri­um des Neu­en Muse­ums Nürn­berg. Im Mit­tel­punkt der Aus­stel­lung wer­den die 31 neu erwor­be­nen, frü­hen Col­la­gen des Künst­lers aus den Jah­ren 1958 bis 1963 ste­hen.

Kolář war ein Grenz­gän­ger zwi­schen Lite­ra­tur und bild­ge­ben­der Kunst, der welt­weit sein Publi­kum zu ver­zau­bern wuss­te.

 

 

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Ein biographischer Roman zum Eintauchen

 

Ich packe in meinen Koffer... Photo Uta Hoeß

Ich packe in mei­nen Kof­fer…
(Pho­to: Uta Hoeß)

Mar­tin Bey­er schuf mit „Alle Was­ser lau­fen ins Meer“ einen gut recher­chier­ten Roman über den Dich­ter Georg Trakl. Tra­kls Wer­ke sind anspruchs­voll, von man­chem als „schwe­re Kost“ emp­fun­den. Mar­tin Bey­er ist es in sei­nem Roman gelun­gen, die Kom­ple­xi­tät von Trakl, des­sen Hang zur Schwer­mut und die Ent­ste­hungs­ge­schich­te eini­ger Gedich­te span­nend les­bar auf­zu­zeich­nen. Der Leser taucht ein in das Leben der unter­ge­hen­den K&K‑Monarchie, fühlt die Sehn­sucht einer aus­sichts­lo­sen Lie­bes­ge­schich­te, erlebt die Beses­sen­heit und den Schaf­fens­drang eines sich oft unver­stan­den füh­len­den und ewig suchen­den Dich­ters. Mar­tin Bey­er rekon­stru­iert gewis­sen­haft das Leben von Georg Trakl. Mit psy­cho­lo­gi­schem Gespür beschreibt er Tra­kls Selbst­zwei­fel, Ängs­te, Gedan­ken und Ent­schei­dun­gen. Es scheint, als habe Trakl Bey­er zu sei­nem Bio­gra­phen bestimmt. Beson­ders berüh­rend ist Bey­ers Fein­ge­fühl und Bedacht­sam­keit, um objek­tiv und ohne Ver­ur­tei­lung Georgs tie­fe Lie­be zu sei­ner Schwes­ter Gre­te zu beleuch­ten. Wei­ter­le­sen

eine rast in kollabiertem gelände“

Lesung mit Moni­ka Rinck im Café Lor­le­berg

Lesung vom Poetikkolleg der FAU

Lesung vom Poe­tik­kol­leg der FAU mit der Autorin Moni­ka Rinck

Wer mehr Lyrik in sei­nem All­tag braucht, ist herz­lich ein­ge­la­den zur Lesung mit der Autorin Moni­ka Rinck. Sie schreibt reflek­tier­te, bei­na­he abge­klär­te Gedich­te, die man öfter lesen muss, um dahin­ter einen Sinn zu erken­nen. Doch ein­fach wäre ja lang­wei­lig, gera­de in der Lyrik. Wer den Zusam­men­hang zwi­schen Quit­ten, Qual­len und Abschied erklärt bekom­men möch­te, und Spaß hat, sich der Deu­tung von ihren Tex­ten detek­ti­visch zu nähern, der kommt am bes­ten am 25.06.2011 ins Café Lor­le­berg.

Kost­pro­ben ihrer Gedich­te gibt es hier.