kultur>kolumne: Fußball versus Theater

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Foto: Rebec­ca Vogt

Flip-Flop heißt eine krea­ti­ve Tech­nik aus der Sozi­al­wis­sen­schaft. Wer eine eige­ne Theo­rie ent­wi­ckeln will und gera­de auf dem Schlauch steht, kann damit auf völ­lig neue Ein­fäl­le kom­men. Denn man stellt sich das kom­plet­te Gegen­teil von etwas vor, ver­gleicht Extrem­po­le mit­ein­an­der. Extrem­po­le wie Fuß­ball und Thea­ter.

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Genau so — aber warum?

das_ist_fussball_andreas_pommer_studiobuehne_erlangen_eVMal bedacht, mal ohren­be­täu­bend wird es auf der klei­nen Kunst­ra­sen-Büh­ne: die Schau­spie­ler-Mann­schaft läuft im Thea­ter­tri­kot auf, lässt bier­t­um­be Halb­af­fen und ver­kapp­te Sport-Intel­lek­tu­el­le, sta­di­on-sehn­süch­ti­ge Ehe­män­ner und Fuß­ball-Roman­ti­ker ihre Fas­zi­na­ti­on kund tun, auch der vol­le Emo­tio­nen­ka­ta­log eines Public Viewing wird im Zeit­raf­fer durch­ex­er­ziert. Das Regie-Duo Anne­ke Ulri­ke Stef­fen und Andre­as Pom­mer kon­zen­triert sich mit sei­ner Elf auf die Lei­den­schaft für den Sport: das unver­gess­li­che ers­te Mal im Sta­di­on und die Som­mer­de­pres­si­on im WM-Nach­klang und der all­jähr­li­chen Bun­des­li­ga-Pau­se. Alles mit Humor, Musik und in kurz­wei­li­gen Sze­nen auf die Büh­ne gebracht, die in alle Zuschau­er-Gesich­ter zu schrei­ben scheint: „Ja, genau so ist Fuß­ball!“ Wei­ter­le­sen

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Scharf angeschossen - Fußball auf dem Feld der Ehre (Foto: Awaya Legends https://www.flickr.com/photos/awaya/2717850130/sizes/m/in/photostream/)

Scharf ange­schos­sen — Fuß­ball auf dem Feld der Ehre (Foto: Awa­ya Legends https://www.flickr.com/photos/awaya/2717850130/sizes/m/in/photostream/)

Da ging es aber ganz schön ab, die letz­ten Tage in unse­rem re>flex-Magazin. Vor zwei Tagen ver­öf­fent­lich­te ich mei­nem Essay Faschis­toi­der Fuß­ball. Das hat in unse­rem Maga­zin erfreu­li­cher­wei­se eine hit­zi­ge, öffent­li­che Dis­kus­si­on aus­ge­löst. Denn die pro­vo­kan­te The­se des Arti­kels war, dass das Phä­no­men Fuß­ball faschis­toi­de Ele­men­te auf­weist, was ich pri­mär belegt habe, anhand der Fak­to­ren Patrio­tis­mus, gekop­pelt mit einem Hyper­na­tio­na­lis­mus, und tota­li­tä­ren Zügen durch den Mas­sen­cha­rak­ter, der Abslou­heit des Fuß­balls und dem sakra­len Waren­fe­tisch, der um das Pro­dukt her­um gene­riert wird. Wider­spruch ist da ja eigent­lich schon vor­pro­gram­miert. Eine Erwi­de­rung von Phil­ip J. Din­gel­dey

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Romeo liebt Julia — ich liebe Fußball!

Das ist Fußball - Studiobühne ErlangenIn Kür­ze beginnt wie­der ein­mal der größ­te Zir­kus der Welt — näm­lich die Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft (WM) – und die Deut­schen sind schon ganz aus dem Häus­chen. Frei­lich gibt es da vie­les, das man kri­tisch betrach­ten muss: Ras­sis­mus, Homo­pho­bie, Kor­rup­ti­on. Aber der Fuß­ball hat sei­ne guten Sei­ten. Er erzählt die bes­ten Geschich­ten der Welt: die erdrü­cken­de Anspan­nung beim Elf­me­ter, die all­um­fas­sen­de Ver­zweif­lung beim Abstieg, die unbän­di­ge Freu­de beim Sieg­tor in der 90. Minu­te. Das alles ist Fuß­ball.

Eine Reak­ti­on auf Phil­ip J. Din­gel­deys Arti­kel „Faschis­toi­der Fuß­ball“ von Andre­as Pom­mer.

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Faschistoider Fußball

Der Organismus des Massencharakters (Quelle: Wikimedia Commons/ Adriá-garcia).

Der Orga­nis­mus des Mas­sen­cha­rak­ters (Quel­le: Wiki­me­dia Commons/ Adriá-gar­cia).

In Kür­ze beginnt wie­der ein­mal der größ­te Zir­kus der Welt — näm­lich die Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft (WM) –, und die Deut­schen sind schon ganz aus dem Häus­chen. Über­all fin­det man jetzt Fan­ar­ti­kel, über Schmuck, Hals­bän­der, Fuß­bäl­le, Schmin­ke – frei­lich alles in den deut­schen Natio­nal­far­ben. Selbst Pro­duk­te, die auf den ers­ten Blick nichts mit Fuß­ball zu tun haben, ver­su­chen mit dem WM-Eti­kett ihre Umsät­ze, meist erfolg­reich, zu maxi­mie­ren. Das nennt sich dann Fuß­ball­fie­ber.

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