Mit anderen Augen

"Sworn Virgins", Qamile #1, Albanien 2008 © Pepa Hristova

Pepa Hris­to­va: „Qami­le #1, Alba­nia“, 2008, aus der Serie „Sworn Virgins“, 2008/2010, Archiv Pig­ment­druck, 123 x 90 cm, © Pepa Hris­to­va

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Wor­te. Möch­te man also ein Buch über eine Foto­aus­stel­lung schrei­ben, wie vie­le Wör­ter wären da not­wen­dig? Unter dem Titel „Mit ande­ren Augen“ wer­den der­zeit in Nürn­berg in der Kunst­hal­le Nürn­berg und dem Kunst­haus Por­trät­fo­to­gra­fi­en von über 40 inter­na­tio­na­len Künst­lern gezeigt. Hier der wage­mu­ti­ge Ver­such all das in einem Arti­kel zu kom­pri­mie­ren. In unter 1.000 Wor­ten.

Wei­ter­le­sen

Moderne Zeiten – In der Kunsthalle Würth

Kunsthalle Würth; Besucher (Foto: Uta Hoess)

Kunst­hal­le Würth; Besu­cher (Foto: Uta Hoess)

Die Natio­nal­ga­le­rie der Staat­li­chen Muse­en zu Ber­lin soll saniert wer­den. Sehr gut!

Zum einen, weil das Bau­werk von Lud­wig Mies van der Rohe wirk­lich schon in die Jah­re gekom­men ist. Zum ande­ren, weil die­ser Reno­vie­rungs­plan eine fabel­haf­te Idee her­vor­brach­te. Der Kunst­bei­rat der Kunst­hal­le Würth und die Ange­stell­ten lie­ßen aus die­ser Idee mit Begeis­te­rung und trotz reich­li­chen Auf­wan­des Wirk­lich­keit wer­den. Im Früh­jahr 2014 ver­sand­te die Natio­nal­ga­le­rie Ber­lin 200 Wer­ke von 90 Künst­lern nach Schwä­bisch Hall. Dem Besu­cher der Kunst­hal­le Würth öff­net sich nun eine glän­zen­de, beein­dru­cken­de Schatz­kam­mer. Eine Samm­lung der Super­la­ti­ve. Wei­ter­le­sen

Gedichte ohne Dichter

Cover zu "Und auch nun, gegenüber dem Ganzen - dies" von Lydia Daher (Quelle: Verlag Volant & Quist)

Cover zu Und auch nun, gegen­über dem Gan­zen — dies von Lydia Daher (Quel­le: Ver­lag Volant & Quist)

Wenigs­tens han­delt es sich dabei um eine noch rela­tiv neue, post­mo­der­ne Lyrik­form, bei der Cut-Up-Lyrik. Die jun­ge Dich­te­rin Lydia Daher hat mit die­ser ver­sucht, die Welt in ihrem Kopf zu ver­wan­deln und sich ein Bild­ta­ge­buch lyrisch zusam­men­zu­schnei­den. Lei­der kommt bei ihrem so ent­stan­de­nen neu­en Lyrik­band Und auch nun, gegen­über dem Gan­zen – dies nicht viel Lesens­wer­tes her­aus.

Wei­ter­le­sen

Was siehst du auf diesem Bild?

Bachelor-Thesis Martin Rehm WS 2012/13 GSO-Hochschule Nürnberg

Foto: Mar­tin Rehm

Auf den ers­ten Blick sieht man nur eine lee­re Hal­le, lee­re Räu­me, lee­re Stüh­le. Kein Mensch weit und breit. Kein Mensch? Wenn man das Bild ein­mal genau anschaut, jedes Detail betrach­tet, wird man doch fün­dig: Eine geis­ter­haf­te Sil­hou­et­te erscheint … Wei­ter­le­sen

Mit weit geöffneten Augen ins Kunstmuseum

Bäu­me, Land­schaf­ten und Men­schen – mit die­sen Moti­ven beschäf­ti­gen sich in der lau­fen­den Aus­stel­lung eyes wide open des Erlan­ger Kunst­mu­se­ums acht Foto­künst­le­rIn­nen aus der Regi­on. Ihre Wer­ke ent­stan­den mit Hil­fe moder­ner Com­pu­ter­tech­ni­ken. Die Ergeb­nis­se zei­gen For­men der sub­jek­ti­ven Wahr­neh­mung.

Eyes Wide Open Austellung im Kunstmuseum Erlangen

Aus­stel­lungs­pla­kat Quel­le: http://www.erlangen.de/

Eine Stei­ge­rung der Abs­trak­ti­on erreicht Maria Mai­er aus Regens­burg mit ihren Rund­for­ma­ten, in denen Foto­gra­fie und Male­rei kom­bi­niert wer­den. Es scheint, als spie­ge­le sich die Foto­gra­fie in der Male­rei. Kla­re Lini­en ver­schwim­men und Rea­lis­mus wird zu Abs­trak­ti­on. Auch Sabi­ne Freu­den­ber­gers „tau­send­jäh­ri­ge Eichen“ sind kei­ne natu­ra­lis­tisch abge­bil­de­ten Bäu­me, sie wer­den mit digi­tal erzeug­ten Licht­ef­fek­ten insze­niert und sub­li­miert. Eine Insze­nie­rung sind auch die Wer­ke des Nürn­ber­gers Micha­el Wan­ner im Sepa­rée 2 des Kunst­mu­se­ums. Das Far­ben­spiel sei­ner Bil­der wird durch Beleuch­tung mit Neon­licht inten­si­viert und ent­fal­tet erst dadurch sei­ne Wir­kung.

Der Erlan­ger Foto­graf und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­si­gner Jür­gen Hin­ter­leit­ner will mit sei­nen seri­el­len Por­träts süd­afri­ka­ni­scher Town­ship­be­woh­ner die Wür­de von Men­schen, die auf­grund ihrer Haut­far­be Dis­kri­mi­nie­run­gen aus­ge­setzt sind, auf­zei­gen. Am Men­schen waren auch Gerd Doll­hopf und Wolf-Diet­rich Weiß­bach inter­es­siert. Doll­hopf erstell­te Por­träts von rus­si­schen Dorf­be­woh­nern und ihrer Umge­bung. Sei­ne Foto­gra­fie-Seri­en sind betont nah am Leben und All­tag der foto­gra­fier­ten Men­schen.

Bei Weiß­bach ste­hen dage­gen der nack­te Kör­per und des­sen Insze­nie­rung im Mit­tel­punkt. Die hoch­for­ma­ti­gen Bil­der an der Längs­sei­te des neu­en Saals (der größ­te Aus­stel­lungs­raum im Kunst­mu­se­um) zie­hen mit teil­wei­se pro­vo­kan­ten Dar­stel­lun­gen Wei­ter­le­sen