Gleise und Trailerparks

Sie waren in einem die­ser halb­ver­fal­le­nen Schre­ber­gär­ten an den Glei­sen, ein Güter­zug don­ner­te vor­bei und ließ das Gebälk des Bret­ter­ver­schlags bedenk­lich erzit­tern; infer­na­ler Lärm über­tön­te das Tschir­pen des roten Kana­ri­en­vo­gels, der in einem ros­ti­gen Käfig auf der Veran­da saß, und er über­tön­te auch das Flu­chen von Flint, dem die zuvor müh­sam aus­ba­lan­cier­te Flip­per­ku­gel auf­grund des Getö­ses vom Hebel sprang und ins Loch kul­ler­te. Floyd hat­te sei­ne Aus­füh­run­gen kurz­zei­tig unter­bro­chen. Er ver­sank tie­fer
in dem zer­schlis­se­nen Ses­sel, den sie aus der Bude nach drau­ßen getra­gen hat­ten und trank einen
Schluck aus der Fla­sche Wer­mut (Yza­guir­re, eben­falls aus der Bude nach drau­ßen trans­por­tiert),
war­te­te bis das rost­brau­ne Mons­trum hin­ter der nächs­ten Kur­ve ver­schwun­den war. Wei­ter­le­sen

Spiralenland

Ein Sum­men oder Dröh­nen als Grund­ton, irgend­wo klap­per­te es wie aus Sup­pen­kü­chen und mir war
klar, dass das ein ande­rer Ort war, einer den ich wohl für ein paar Stun­den von einem Minu­ten­schlaf am
frü­hen Mor­gen erkauft hat­te, ein akzep­ta­bler Preis, im Gro­ßen und Gan­zen. Ich merk­te es, obwohl kei­ne

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Ein eigener Auftrag

Das Phä­no­men der Ein­schlaf­lo­sig­keit zu erkun­den, war ein Auf­trag, den ich mit psy­cho­pa­ti­scher Bril­lanz aus­führ­te (ich hat­te den Begriff von Nor­man Mai­ler). Ich hock­te im Insti­tut, kau­te Eis­creme und über­leg­te. Das Ter­rain, eine sehr vage Anga­be, umfass­te meh­re­re Zeit­zo­nen und obwohl mir klar war, wovon ich aus­ge­hen muss­te, war mein Aus­gangs­punkt unklar. Ich stand auf und füll­te mei­ne Schüs­sel: Bei den ers­ten Bis­sen bemerk­te ich einen zie­hen­den Schmerz in mei­nen Backen­zäh­nen, weil die Küh­lung des Gefrier­fachs von einem Detek­tiv nicht regu­liert wer­den konn­te. Man brauch­te Hand­schu­he, um kei­ne stei­fen Fin­ger bekom­men, wenn man rein lang­te. Wei­ter­le­sen

Staubpoeten

Er kam aus der Tür gelau­fen, nach­dem ich schon eine Wei­le schwei­gend in der Käl­te ver­harrt hat­te. Bist du der Neue, der Dich­ter, frag­te der Typ. Ich zuck­te mit den Ach­seln und dreh­te mich zu dem Haus, aus dem er gera­de gekom­men war, betrach­te­te die schwärz­li­che Back­stein­fas­sa­de, die jetzt, in der Dun­kel­heit, noch ein biss­chen schwär­zer wirk­te, schau­te auch auf die ein­ge­schla­ge­nen Fens­ter, die ver­na­gel­ten Türen, das Schild. Irgend­was stand dar­auf in Let­tern geschrie­ben, die aus einem Jahr­hun­dert gefal­len zu sein schie­nen. Wei­ter­le­sen

Studie zur Begegnung

Schau, manch­mal denkt man an ein stil­les Über­ein­kom­men, das wie Autos in der Nacht ist: ein Kodex, ein zufäl­li­ges Tref­fen. Licht­ke­gel tas­ten sich wie Vor­bo­ten durch einen Wald, so many paths to take, I took the g road, viel­leicht hört man Musik, die neue Black Keys Schei­be, oder die letz­te, die Schein­wer­fer leuch­ten eine Zukunft aus, die schnell ein­ge­holt wird, aber neu erkun­det, ein pro­spek­ti­ves Zer­flie­sen, ein Pro­zess, der man selbst ist. Wäh­rend man ein­sam fährt, wird das Sicht­feld via Fern­licht ver­stärkt. Wei­ter­le­sen

…for most of us, find your place on the planet, dig in…“ (Gary Snyder)

Mir hat ein Mäd­chen = Nach­rich­ten aus Dis­ney­land geschrie­ben.
Sie war als Detek­tiv dort und woll­te Woo­dy Wood­pecker suchen, sie lief mit Trench­coat und gesenk­tem Kopf durch vier­fing­ri­ge Comic-Figu­ren (das ist der Dis­ney-Cut-Up: eine zwei­te Rea­li­tät kre­ieren, in dem man Fin­ger fal­len lässt/ ein Gua­ves­ker ver­such­te mal ein Selbst­por­trait ins s/w = ein Essay = & damals fan­den wir es smooth, aber er hat­te ver­se­hent­lich einen Fin­ger ver­ges­sen) und wäh­rend die Nach­rich­ten ent­stan­den, stand ich ver­mut­lich auf einer Fäh­re und pas­sier­te Alca­traz.
Könn­te es sein, dass sie schon immer davon träum­te, dass Mas­kott­chen von Alba Ber­lin zu sein? Wei­ter­le­sen