Hashtag YOLO – Hashtag FAUST

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Bild: Olli Storch.

Drei Gret­chen ste­hen im Drei­eck, im Dun­keln, Lich­ter­ket­ten um den Hals. Rich­tig, drei Gret­chen. Als Außen­ste­hen­der könn­te man sich fra­gen, wie viel Alko­hol im Spiel sein muss, damit alle Zuschau­er drei­fach sehen. Für die­je­ni­gen, die am 22. Janu­ar in den Fran­ken­hof Erlan­gen gekom­men sind, ist es inzwi­schen völ­lig ein­leuch­tend: Drei Schau­spie­le­rin­nen mimen Gret­chen – zumin­dest in die­ser Sze­ne. In einer ande­ren spre­chen fünf Gret­chen mit zwei … was ist eigent­lich die Mehr­zahl von Faust? Fausts? Fäus­te? Dann wür­den die fünf Gret­chen aber mit zwei Fäus­ten spre­chen. Und das klingt alber­ner als es ist. Immer­hin nimmt die Tra­gö­die gera­de ihren Lauf.
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Faust und Frittenbude

Faust Plakat JPEGWenn in einer Faust-Insze­nie­rung Frit­ten­bu­de ertönt, dann scheint der Unter­gang der Höhen­kamm­li­te­ra­tur damit besie­gelt. Säße in einer sol­chen Insze­nie­rung ein kon­ser­va­ti­ver, grund­sätz­lich etwas kul­tur­pes­si­mis­ti­scher Feuil­le­ton-Kri­ti­ker, rauf­te er sich, spä­tes­tens, wenn dann auch noch Hil­de­gard Knef Für dich solls rote Rosen reg­nen träl­lert, die Haa­re und inter­pre­tier­te die Insze­nie­rung mög­li­cher­wei­se ver­zwei­felt als Par­odie. Wei­ter­le­sen

Und plötzlich ist Faust schön…

Faust küsst Gretchen

stu­dio­büh­ne Erlan­gen „Faust“

Die Schau­spie­ler der Stu­dio­büh­ne Erlan­gen haben sich unter der Regie von Marie-Chris­tin Schwab an eine neue Per­spek­ti­ve des Faust­stoffs gewagt, die in meh­re­ren Stü­cken Shake­speares schon gang und gäbe ist, einem Text aus Goethe’s Feder bis­her aller­dings fremd war: Faust ist eine Frau. Was ursprüng­lich als  Not­lö­sung gedacht war, ent­wi­ckel­te sich zum Erfolg der Insze­nie­rung. Ein herz­er­fri­schend gelun­ge­nes Expe­ri­ment. Wei­ter­le­sen