Diese Woche läuft an…

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Bild: NFP, 20th Century Fox, Edition Salzgeber

Diese Woche dreht sich in den Erlanger Kinos alles um größere und kleinere Revolten. Als die kleine Éa sich mal wieder über ihren egozentrischen Vater ärgert, spielt sie zur Strafe mit seinem Arbeitscomputer herum – und bringt dabei die ganze Welt aus dem Gleichgewicht. Denn ihr Vater ist niemand anders als Gott höchstpersönlich. In der belgischen Komödie Das brandneue Testament muss der Allmächtige das Universum wieder in Ordnung bringen und mischt sich dazu unter seine Geschöpfe. Einen so direkten Draht zu Gott könnte wohl auch Chorleiterin Lena gebrauchen, die sich im schwedischen Musikdrama Wie auf Erden gegen den konservativen Kichenrat durchsetzen muss. In der Fortsetzung des Welterfolgs Wie im Himmel versucht die Freundin des in Teil 1 verstorbenen Stardirigenten das Gemeindeleben mit frischer Musik und Tanzeinlagen aufzupeppen. Die deutsche Dokumentation Wer rettet wen? versucht schließlich eine Revolution im größeren Stil anzuzetteln. Der Film hinterfragt die Mechanismen von Banken- und Griechenlandrettung und will besonders den Opfern des europäischen Turbokapitalismus‘ eine Stimme geben.

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Rap für Radikale

The Future is still unwritten. Daisy Chain, Kronstadt und Refpolk (Foto: Nathalie Lex).

The Future is still unwritten: Daisy Chain, Kronstadt und Refpolk (Foto: Nathalie Lex).

Einen ganzen Tag lang Rap und Hip Hop auf einem Festival in Nürnberg – wie ist das nur auszuhalten? Eigentlich sehr gut, auch oder gerade wenn man kein Fan für konventionellen Mainstreamrap ist. Vielleicht lag es auch daran, dass ich ausnahmsweise einmal gut gelaunt war, wohl eher aber daran, dass es sich um das linksrevolutionäre und internationalistische Unspoken Words-Festival im Stadtteilzentrum Desi handelte. Denn ja, Rap kann und muss auch mal politisch sein.

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