kultur>kolumne: Flüchtlingspolitik im Theater

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Das Flüchtlingsthema am Theater Erlangen: „Wir sind keine Barbaren!“, Bild: © Jochen Quast

Sind Künstler politisch? Beschäftigen sie sich mit aktuellen Themen?
Sie müssen nicht, aber sie können. Dann ist Kunst nicht „nur“ ästhetisch oder schön. Dann hat sie eine Botschaft, regt zum Nachdenken an, gibt vielleicht den Anstoß zu Veränderungen. Wenn ein Thema die Gesellschaft so sehr bewegt, wie die Zuwanderung von Flüchtlingen, beschäftigen sich auch Kulturschaffende damit. Auf ihre eigene Weise.
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Das Wort und die Freiheit

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Buchkunst?! Foto: Sabine Storch

Ein Bericht über die Leipziger Buchmesse – Rund 186.000 Besucher kamen in diesem Jahr auf das Leipziger Messegelände, um die Stände der 2263 Aussteller zu besichtigen. Damit ist die Messe auch in diesem Jahr wieder enorm gewachsen – sowohl die Besucherzahlen als auch die Größe der Messe (von 84.500 auf 92.400 Quadratmeter); vor allem die Manga- & Comic-Convention verzeichnete hier einen starken Zuwachs.
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Krieg. Macht. Medien.

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v.l.: Andreas Schenk, Johannes Grotzky, Julia Obertreis.

Wie Rotkäppchen gegen den bösen Wolf, so steht die gute Ukraine dem schlechten Russland gegenüber. Das ist überspitzt formuliert, aber so ähnlich wird der Ukraine-Konflikt in den deutschen Medien dargestellt. Warum? Und wie berichten ukrainische und russische Medien selbst? Solche Fragen haben Andreas Schenk und Prof. Dr. Johannes Grotzky am 12. Januar beantwortet – im gut gefüllten Experimentiertheater der Universität Erlangen. Ihre Antworten fallen nicht sehr positiv aus.
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Hybrid der Freundschaft

Cover zu Ostende. 1936: Sommer der Freundschaft von Volker Weidermann (Urheber und Quelle: Verlag Kiepenheuer & Witsch)

Cover zu Ostende. 1936: Sommer der Freundschaft von Volker Weidermann (Urheber und Quelle: Verlag Kiepenheuer & Witsch)

Der Ort schien fern vom Krieg und von den deutschen Ungerechtigkeiten; kein Wunder, dass sich hier, im belgischen Ostende, im Sommer zahlreiche deutsche Schriftsteller für den Urlaub einfanden. Doch 1936 waren viele von ihnen auf der Flucht und verbrachten einen fiebrig-resignativen Sommer in Ostende als Exilschriftsteller, die ums Überleben und gegen Nazideutschland kämpften. Daraus hat Volker Weidermann, der Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ein sachkundiges, hybrides Buch geformt – Ostende. 1936: Sommer der Freundschaft.

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Faschistoider Fußball

Der Organismus des Massencharakters (Quelle: Wikimedia Commons/ Adriá-garcia).

Der Organismus des Massencharakters (Quelle: Wikimedia Commons/ Adriá-garcia).

In Kürze beginnt wieder einmal der größte Zirkus der Welt – nämlich die Fußball-Weltmeisterschaft (WM) –, und die Deutschen sind schon ganz aus dem Häuschen. Überall findet man jetzt Fanartikel, über Schmuck, Halsbänder, Fußbälle, Schminke – freilich alles in den deutschen Nationalfarben. Selbst Produkte, die auf den ersten Blick nichts mit Fußball zu tun haben, versuchen mit dem WM-Etikett ihre Umsätze, meist erfolgreich, zu maximieren. Das nennt sich dann Fußballfieber.

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Morgen läuft an…

Helfen Sie dieser Familie! Oder schaut wenigstens Philipp Grönings neuen Film mit David Zimmerschied, Chiara Kleemann und Alexandra Finder (vlnr; Filmstill: Philip Gröning)

Helfen Sie dieser Familie! Oder schaut wenigstens Philip Grönings neuen Film mit David Zimmerschied, Chiara Kleemann und Alexandra Finder (vlnr; Filmstill: Philip Gröning)

Lust, etwas Gutes zu tun? Dann ab ins CineCittá! Für jede Eintrittskarte zum neuen Film von Philip Gröning, Die Frau des Polizisten, geht ein Euro als Spende an das Nürnberger Frauenhaus, so sagt der Regisseur im Deutschlandradio. Sehenswert ist der Film dazu, denn er hat ewas zu sagen: über häusliche Gewalt. Gleichfalls diese Woche startet Kreuzweg, dessen Preview schon letzte Woche im Casablanca lief (hier). Außerdem erwartet euch auf den Leinwänden in der Region jede Menge Oper, Reggae, ein unermüdlicher Alter und – der alltägliche deutsche Wahnsinn!
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