Frauen an die Macht! – Wie Deutschrap 2018 seine Weiblichkeit (wieder-) entdeckt hat

Machen wir uns nichts vor. Das Rapgame ist eine von Männern dominierte Branche. Umso erfreulicher ist es nun, dass immer mehr Frauen diesen Strukturen den Kampf ansagen. Klar, Rapperinnen gab es schon immer in der Szene. Doch gefühlt gab es dieses Jahr so viele erfolgreiche Releases von weiblichen Vertretern des Raps wie schon lange nicht mehr. Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen und sagen, dass gab es in diesem Ausmaß noch nie im deutschen Rap. In diesem Sinne werde ich einige der in meinen Augen interessantesten und relevantesten Vertreterinnen dieses Jahres vorstellen.

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Diese Woche läuft an…

Bild:

Bild: Central Film, DreamWorks, Neue Visionen

Die betagten Künstler Fred und Mick sind in ein Wellnesshotel in den Alpen abgeschoben. Zwischen Wandern und Wassergymnastik lassen die Freunde ihr Leben Revue passieren und stellen sich die großen Fragen: „Wie viel konntest du heute pinkeln?“ Die französische Tragikomödie Ewige Jugend behandelt dabei nicht nur das Thema Alter, sondern wird nebenbei auch zum Familienfilm. Freds Tochter Lena wohnt mit den beiden Senioren im Hotel und erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Vater.
Viel Konfliktpotential gibt es auch im amerikanischen Historienthriller Bridge Of Spies – Der Unterhändler
. Steven Spielberg lässt den Kalten Krieg wieder aufleben und schickt Tom Hanks als überforderten Anwalt zwischen die Fronten. Im Ost-Berlin der 1950er soll er erst einen Landesverräter verteidigen und schließlich sogar einen Gefangenenaustausch organisieren, der über das Schicksal der Supermächte entscheiden könnte. Während die Amerikaner wie gewohnt die Welt retten, versucht der neunjährige Ephraim im äthiopischen Ephraim und das Lamm nur sein geliebtes Haustier in Sicherheit zu bringen. Weil sein brutaler Großcousin es schlachten lassen will, muss Ephraim Geld für ein Busticket auftreiben und mit seinem Lamm in die Stadt fliehen.
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Neues aus dem Altersheim!

Die Altersheimbewohner auf einen Blick (c) Klaus Zinnecker

Die Altersheimbewohner auf einen Blick (c) Klaus Zinnecker

Schon mal von einem Altersheim gehört, in dem eine Kuh, ein Wolf, eine Katze und ein Spatz – allesamt sprechend – residieren? Nein? Dann kennt ihr wohl das Altersheim „Zum Sonnenschein“ nicht! Dort träumen die schon etwas altersschwachen Tiere von einer Berlinreise; sie sind schließlich die Berliner Stadtmusikanten. Wie, ihr kennt bloß die Bremer Stadtmusikanten? Na dann solltet ihr schnell auf „Weiterlesen“ klicken! Weiterlesen

Speeddating rund um die Welt

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Berlin, Belgien: Perhaps all the Dragons Copyright: Berlin – Foto: Marc Domage

Nichts ist spannender als die Wirklichkeit. Bei der Installation Perhaps all the dragons erzählen 30 Menschen Geschichten aus ihrem Leben und ihrer Ecke der Welt. Kleine Anekdoten, spannende Einblicke – und zwischendurch ein paar tiefschürfende Erkenntnisse. Besuch einer globalen Wundertüte. Weiterlesen

Diese Woche läuft…

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Cheryl Strayed (Reese Witherspoon) © 2014 Twentieth Century Fox

Zwei deutsche Dokumentationen und ein amerikanisches Selbstfindungs-Abenteuer laufen diese Woche in den Kinos in Erlangen, Fürth und Nürnberg an.
Für Kurzentschlossene: Bei der Premiere der Dokumentation Wiedersehen mit Brundibar am 15.1.15 um 20 Uhr ist der Regisseur Douglas Wolfsperger zu Gast im Casablanca in Nürnberg!

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Ein bisschen Max Frisch in Berlin

Cover von "Aus dem Berliner Journal" von Max Frisch (Quelle: Suhrkamp Verlag).

Cover von Aus dem Berliner Journal von Max Frisch (Quelle: Suhrkamp Verlag).

Seit ein paar Tagen sind sie endlich veröffentlicht: die Tagebücher, die der Schweizer Schriftsteller Max Frisch in seiner Lebensphase in Berlin schrieb, nämlich Aus dem Berliner Journal, herausgeben vom Literaturwissenschaftler und Präsidenten der Max-Frisch-Stiftung, Thomas Strässle, und verlegt vom Suhrkamp Verlag. Leider hat die Stiftung nur die beiden ersten Hefte, über die Jahre 1973 und 1974 veröffentlicht (und das auch nur mit Kürzungen); die restlichen drei Hefte zu den Jahren 1975-1980 haben sie komplett weggelassen – eine fatale, aber vielleicht notwendige Kürzung.

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Fabian, radikal unzensiert

Cover zu "Der Gang vor die Hunde", Quelle: Atrium Verlag AG

Cover zu „Der Gang vor die Hunde“, Quelle: Atrium Verlag

Endlich liegt sie vor: Die Originalfassung von Erich Kästners Roman Fabian. Geschichte eines Moralisten – ungekürzt und mit dem ursprünglich von Kästner vorgesehenen, pessimistischen Titel Der Gang vor die Hunde versehen. Das erstmals 1931 erschienene Buch portraitiert die Berliner Gesellschaft, kurz vor dem politisch-ethischen Untergang der Weimarer Republik und gilt, so Marcel Reich-Ranicki, als Plädoyer für die Vernunft in Zeiten der Unvernunft. Da es aber dem damaligen Lektor Curt Weller in manchen Passagen zu krass war, wurde der Titel verändert und Kürzungen vorgenommen. Diese Zensur wurde nun behoben.

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