Rainald Grebe inszeniert Grimms Märchen — nichts für Kinder!

© R.Arnold/Centraltheater

Wuss­ten Sie, dass es von Grimms Mär­chen eine Fas­sung für Erwach­se­ne gibt? Die aller­ers­te Aus­ga­be im Jah­re 1812 hat­te noch nicht all die christ­li­chen und mora­li­sie­ren­den Ele­men­te der Fas­sung, die wir heu­te ken­nen. Im Lau­fe der Jah­re wur­den sogar noch ein­zel­ne Geschich­ten aus­ge­tauscht. Vie­le der Mär­chen, die wir zudem als typisch deut­sche Mär­chen ken­nen, wur­den von den Huge­not­ten — die ja aus Frank­reich stamm­ten und von dort ver­trie­ben wur­den — erst in den Nor­den getra­gen. Und die Frau, die den Gebrü­dern damals die meis­ten Geschich­ten für ihre Samm­lung erzähl­te, war kei­ne alte Bäue­rin, son­dern eine gebil­de­te Schnei­de­rin aus der Stadt, mit fran­zö­si­schen Wur­zeln. Rai­nald Gre­be hat sich tief in die The­ma­tik um Grimms Kin­der- und Haus­mär­chen bege­ben und dar­aus, zusam­men mit dem Ensem­ble des Leip­zi­ger Cen­tral­thea­ters, ein drei­stün­di­ges, sehr amü­san­tes und volks­tüm­li­ches Stück gemacht. Wei­ter­le­sen