(1/6) Mein Smartphone ist eine Kathedrale

Mit dem Christ­kö­nigs­sonn­tag am 25. Novem­ber endet das Jubi­lä­ums­jahr 1000 Jah­re Bam­ber­ger Dom: Anlass für eine klei­ne Serie über Kathe­dra­len und das Smart­pho­ne. Sie haben mehr gemein­sam als dies auf den ers­ten Blick erscheint.

Durch ein Sym­po­si­um zu sei­ner Geschich­te, eine Rei­he von Orgel­kon­zer­ten, eine Son­der­aus­stel­lung im Diö­ze­san­mu­se­um und die Instal­la­ti­on von moder­ner Kunst trat der Bam­ber­ger Dom deut­li­cher als sonst ins Bewusst­sein der Öffent­lich­keit. Im Gäs­te­brief des Erz­bis­tums schrieb Erz­bi­schof Dr. Lud­wig Schick: „Die­se Kathe­dra­le von Welt­rang ist zuerst ein Haus Got­tes für die Men­schen“. Ihre Funk­ti­on hat sich im Lauf der Jahr­hun­der­te oft gewan­delt, denn jede Epo­che hat dem Bau­werk ihren Stil auf­ge­prägt.

Der Bam­ber­ger Dom von Süden gese­hen. Foto: Tho­mas Wer­ner

Wie ande­re Kathe­dra­len auch ist der Bam­ber­ger Dom ein Sinn­bild des himm­li­schen Jeru­sa­lem und eröff­net für sei­ne Besu­cher einen vir­tu­el­len Raum. Die Gren­zen zwi­schen Tou­ris­ten und Gläu­bi­gen, die den Dom auf­su­chen, sind flie­ßend. Wel­cher neu­tra­le Besu­cher ist nicht ange­tan von der wür­de­vol­len Fas­sa­de, von der Erha­ben­heit des Rau­mes und sei­ner Aus­stat­tung. Der 1012 geweih­te Hein­richs­dom brann­te 1081 und 1185 nie­der. Beim Wie­der­auf­bau im drei­zehn­ten Jahr­hun­dert ent­wi­ckel­te sich der Stil vom Ost- zum West­chor wei­ter. Wei­ter­le­sen