Alicia Framis „fearless”

Bei der Eröffnung der Ausstellung mit Alicia Framis. Bild: Anna Levandovska

Bei der Eröff­nung der Aus­stel­lung mit Ali­cia Framis. Bild: Anna Levan­dovs­ka

AHHHHHHHH! Die Aus­stel­lung von Ali­cia Framis beginnt mit einem Schrei! Das ers­te mensch­li­che Lebens­zei­chen eines Neu­ge­bo­re­nen, dass aus dem Schutz des Mut­ter­lei­bes in die Welt hin­aus­ge­wor­fen wird. Nun wird es sich zei­gen, wie der neue Erden­bür­ger in Bra­ve New World zurecht­kom­men wird… Über­wa­chung, Dis­kri­mi­nie­rung, Zen­sur sind eini­ge der The­men, die Ali­cia Framis beschäf­ti­gen. Wei­ter­le­sen

Piraten sind die besseren Wissenschaftler!

Wissenschaftlerin, Geliebte aber keine Piratin: Caryna Smith. Bild: Walt Disney Company France

Wis­sen­schaft­le­rin Cari­na Smyth macht es sich nicht ein­fach. Bild: Walt Dis­ney Com­pa­ny Fran­ce

An alle, die mit dem Film Pira­tes of the Carib­be­an 5: Sala­zars Rache lieb­äu­geln: Kei­ne Wei­ter­emp­feh­lung!

Trotz­dem beglei­te ich ger­ne all die­je­ni­gen unter euch bis zur Kino­tür, die nicht auf­hö­ren kön­nen dem stür­mi­schen Bedürf­nis nach­zu­ge­ben. Und kei­ne Sor­ge, ich wer­de nicht vor­her­sa­gen, was euch im Kino erwar­tet! 😉

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Wer hat Angst vor…was genau?

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Das Fes­ti­val-Zen­trum kurz vor den Dis­kus­si­ons­run­den. Bild: Patri­cia Ach­ter.

Ein neu­es Dis­kus­si­ons­for­mat ist beim dies­jäh­ri­gen Are­na-Fes­ti­val aus­pro­biert wor­den. In klei­nen Grup­pen konn­ten die Teil­neh­mer mit Exper­ten über Angst reden. Wel­che Gesprä­che dabei ent­stan­den sind? Das ver­ra­ten eini­ge namen- und zusam­men­hang­lo­se Gesprächs­fet­zen:
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Hast Du Angst vor…?

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Ein­druck aus dem Are­na-Fes­ti­val 2015. Bild: Andre­as Don­ders

Wenn man in Erlan­gen über­all Thea­ter ent­deckt, kann das nur eines hei­ßen: Das Are­na-Fes­ti­val hat begon­nen. Vom 8. bis zum 12. Juni sorgt das Fes­ti­val-Team dafür, dass sich die Innen­stadt in eine Büh­ne ver­wan­delt. Was ist geplant? Wer­den wir Angst bekom­men? Die­se und ande­re Fra­gen beant­wor­ten Pau­li­ne Sei­ber­lich und Gesa Scher­mu­ly, Mit­glie­der des Orga­ni­sa­ti­ons­teams, in einem Inter­view. Wei­ter­le­sen

Traurige bunte Farben: Rebekka Knolls neuer Roman „Geliebte Angst“

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Bild: cbt Ver­lag

Gru­sel­ge­schich­ten ste­hen seit Jah­ren vor einem Pro­blem: Seit jeder­mann ein Han­dy hat, fällt es schwer, Span­nung auf­kom­men zu las­sen, Abge­schie­den­heit zu erzeu­gen, glaub­haft zu machen, war­um nicht ein­fach Hil­fe geru­fen wird. So ist in jedem Hor­ror­film inzwi­schen die „Huch!, kein Netz“-Szene obli­ga­to­risch, oder ein halb­ga­res: „Mist, Akku leer!“ Was aber, wenn man gar nicht um Hil­fe rufen will? Rebek­ka Knolls Gelieb­te Angst klam­mert Sky­pe, Face­book und Co. nicht aus: In ihrem Jugend­thril­ler sind es gera­de die­se neu­en Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel, die es einem per­fi­den Stal­ker erlau­ben, Schü­le­rin Emi­lia nach­zu­stel­len – und gna­den­los ihre innigs­te Sehn­sucht aus­zu­nut­zen: Dass alles, was er ihr schreibt, viel­leicht ja doch die Wahr­heit sein könn­te. Wei­ter­le­sen

L’Opera Genetica: blutiges Rockmusikal von der Studiobühne

Blut­ver­schmiert tre­te ich den Heim­weg an. Nein, kei­ne Angst, mit mir ist alles in Ord­nung, ich hat­te mich nur für mei­ne Abend­un­ter­hal­tung dies­mal für eine Splat­ter-Oper ent­schie­den: Die Stu­dio­büh­ne woll­te „Organ­han­del für die Zukunft“ the­ma­ti­sie­ren, „L’Opera Gene­ti­ca“, und da kommt man natür­lich kaum ohne liter­wei­se (Kunst-)Blut aus.

Als die Figu­ren die Büh­ne betra­ten, dach­te ich auch gleich an Swee­ney Todd, mit sei­nen Freun­den: Joker mit Mas­ke, der Typ aus Grea­se, die Frau von Eva­ne­scence, ein chil­li­ger Dro­gen­dea­ler mit Stroh­hut, der Sen­sen­mann, ein ech­tes Schwei­ne­herz, drei Engel für Char­lie im knap­pen Kran­ken­schwes­tern­kos­tüm als Back­ground-Chor und noch ein paar ande­re ver­schro­be­ne Krea­tu­ren. Wei­ter­le­sen

Frei oder fest (angestellt)? Das ist hier die Frage!

Es heißt ja, die deut­sche Wirt­schaft boomt wie­der, hat sich von der letz­ten Kri­se so gut wie erholt. Trotz­dem sitzt die Zeit der Kurz­ar­beit vie­len noch im Nacken. Und was sol­len da erst die Stu­den­ten sagen, die in eine unge­wis­se Zukunft auf dem Arbeits­markt bli­cken? Die­se Fra­gen haben sich auch Drama­zo­ne (deutsch aus­ge­spro­chen), eine freie Thea­ter- und Per­for­mance­grup­pe mit Haupt­sitz in Bad Fran­ken­hau­sen, gestellt und das Pro­jekt „Angst­bör­se“ ins Leben geru­fen.

Nach Visua­li­sie­rung sei­ner beruf­li­chen Angst wird man ein­ge­la­den, Bewäl­ti­gungs­stra­te­gi­en aus­zu­pro­bie­ren, um sei­ne Ängs­te zu bewäl­ti­gen. Als Wäh­rung die­nen so genann­te „Angst­schei­ne“, die als Zugang zur Bewäl­ti­gungs­stra­te­gie die­nen. Chef Sascha Förs­ter dele­giert alle Auf­ga­ben an sei­ne Fest­an­ge­stell­te Fran­zis­ka Ruhl und die freie Ange­stell­te Doro­thea Schmans. Sie müs­sen Leis­tung brin­gen, sonst ist es schnell aus mit der schlei­mi­gen Zunei­gung vom Chef. Dazu set­zen sie alle Hebel in Bewe­gung: mit Tiefen­ent­span­nung, Angst­fän­ger bas­teln, „Schlag den Chef“, soci­al net­work Par­tys oder der Aus­ein­an­der­set­zung mit zukünf­ti­ger Fami­li­en­pla­nung ver­su­chen sie zu punk­ten. Allein, es reicht nicht aus. Der Vor­ge­setz­te Förs­ter ist nicht zufrie­den. Sou­ve­rän will er sein Unter­neh­men füh­ren, doch mit die­sen inkom­pe­ten­ten Arbeits­kräf­ten hat er es schwer. Dabei geben sie sich Mühe: Exper­ten aus dem Job­cen­ter wer­den gela­den, Kuchen ver­teilt, Lunch­pa­ke­te geplün­dert. Zur Abwechs­lung dür­fen sich die Gäs­te in der Mit­tags­pau­se über den per­fek­ten Arbeits­raum Gedan­ken machen, die Vor­schlä­ge wer­den dann gleich im Namen von Drama­zo­ne ans Patent­amt geschickt.

Nichts­des­to­trotz fühlt sich der Zuschau­er umsorgt, ihm wird das Gefühl ver­mit­telt, es wer­de wirk­lich was für ihn getan. Aller­dings, es ist ein ein­zi­ger Kampf: Es geht hek­tisch zu, bis zur Eska­la­ti­on. Da erwar­ten einen har­te Zei­ten, wenn man den Kokon der Uni ver­lässt!
Ein wit­zi­ger Abend, ori­gi­nell und krea­tiv, ger­ne wie­der!

Johan­na Meyr