Glückskämpfe

Das Glück, Ein Jahrmarkt des Konsums? (Quelle: pixelio/ Honeypix).

Das Glück, Ein Jahrmarkt des Konsums? (Quelle: Pixelio/ Honeypix).

Da steht sie also: Eine reiche und prominente Frau vor ihrer Villa und weint in Strömen. Nach ein paar Sekunden schluchzt sie ins Mikrofon, dass Reichtum allein nicht glücklich mache, da er ihren Mann nicht vor dem plötzlichen Tod geschützt habe. Da steht er also: Ein ärmlicher Hartz IV- Empfänger in Second-Hand-Klamotten, der vor dem Plattenbau ins Mikro jubelt, dass der Reichtum allein nicht glücklich mache, da er trotz der Armut in seiner Ehe superglücklich sei.

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Über die Empathie zum Tier

Saftige Steaks. Die waren mal Lebewesen (Quelle: Wikimedia Commons/  PDPhoto.org).

Saftige Steaks – die waren mal Lebewesen (Quelle: Wikimedia Commons/ PDPhoto.org).

Spätestens seit Safran Foers Tiere Essen (Kiepenheuer & Witsch, 2010) oder Sue Donaldsons und Will Kymlickas Zoopolis (Suhrkamp, 2013) ist das Thema Tierethik im Zentrum des öffentlichen Diskurses gelandet und der Büchermarkt wird regelmäßig geflutet mit neuer diesbezüglicher Literatur. Wir geben eine knappe Übersicht über die neuesten, erwähnenswertesten – meist aus vegetarischer oder veganischer Perspektive verfassten – Werke.

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Mal ganz laut und mal ganz leise

Trotz Semesterferien war auch diesmal der Poetry Slam in Erlangen, wie er jeden dritten Sonntag des Monats im E-werk stattfindet, von kulturhungrigen Studenten und anderen Interessierten besucht. Zum dritten Mal dieses Jahres fand dieser statt und erfreute sich an einer voll besetzten Clubbühne. Weiterlesen

Die Neonovelle

Paul Heyse (Quelle: Wikimedia Commons/ Tim).

Paul Heyse (Quelle: Wikimedia Commons/ Tim).

Die Novelle ist tot! Zwar ist sie eine altbekannte und allseits anerkannte Literaturgattung, die angeblich eine der größten literarischen Herausforderungen für den Autor darstellt; jedoch stellt sich die literaturtheoretische Frage, inwieweit das Genre der Novelle im einundzwanzigsten Jahrhundert noch in ihrer klassischen Form brauchbar ist. Und sie ist es nicht. Scheinbar heißt es hier: Lebendig Geglaubte sterben eher. Darum braucht es eine neue Theorie und Form der Novelle!

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Albert Camus minus Existenzialismus

Cover von "CAMUS. Das Ideal der Einfachheit" von Iris Radisch (Quelle: Rowohlt Verlag).

Cover von „CAMUS. Das Ideal der Einfachheit“ von Iris Radisch (Quelle: Rowohlt Verlag).

Blickt man einmal zurück auf die Sachbücher aus dem Bereich Kultur des letzten Jahres, so haben viele Rezensenten immer die Albert Camus-Biographie der Literaturkritikerin und Feuilleton-Leiterin der ZEIT, Iris Radisch, nämlich CAMUS. Das Ideal der Einfachheit: Eine Biographie, erschienen im  Rowohlt Verlag, als Sachbuch des Jahres hervorgehoben – teilweise berechtigt.

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Marx und die Demokratie

Marxfans, aufgepasst! Wenn euer Weihnachtsgeld noch nicht verplant ist, dann könnte sich Miguel Abensours Buch Demokratie gegen den Staat, erschienen im Suhrkamp Verlag und aus dem Französischen souverän übersetzt von Andrea Hemminger, lohnen. Darin geht der politische Philosoph Abensour auf die antistaatliche Demokratietheorie des jungen Karl Marx ein.

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Weihnachtlicher Warenfetisch

Der Coca-Cola Weihnachtstruck (Quelle und Urheber: Wikipedia Commons/ Husky).

Der CocaCola Weihnachtstruck (Quelle und Urheber: Wikipedia Commons/ Husky).

Es war mal ein beliebtes Thema innerhalb des Intellektualismus: Die Kritik an der weihnachtlichen Konsumkultur und dem Warenfetisch. Inzwischen ist eine solche Kritik zahlreich rezipiert und zu hohlen Phrasen verunglimpft worden. Man könnte fast sagen, das Thema sei totgeredet worden, ohne dass es einen soziokulturellen Effekt gehabt hätte. Warum sich also noch mit dem Zusammenhang von Konsumkultur und Weihnachten beschäftigen? Ganz einfach: Weil diese Verquickung per se besteht und konstitutiv für beide ist.

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