kultur>kolumne: Klowände streichen ist wie Bücher verbrennen!

SAMSUNG CAMERA PICTURESMan stellt sich als Mann eine öffent­li­che Damen­toi­let­te anders vor, als sie in Wirk­lich­keit ist. Unbe­rührt, irgend­wie unschul­di­ger, wei­ße Wän­de, Zitrus­fri­sche. Der fol­gen­de Arti­kel räumt mit die­sem Vor­ur­teil auf: Män­ner und Frau­en geben sich nichts, wenn es dar­um geht, obszö­ne Gedan­ken oder Merk­ver­se über Fäka­li­en mit dem Edding 500 an die Wand zu krit­zeln. Frei nach dem Mot­to: „Frän­ki­sche Braun­wurst im eige­nen Saft“. Das wird schon im alten Rom nicht anders gewe­sen sein, jeden­falls deu­ten Latri­na­lia in Pom­pe­ji dar­auf hin. Aller­dings wäre es zu kurz gegrif­fen, der Gat­tung der Toi­let­ten­wand­li­te­ra­tur jede inhalt­li­che Tie­fe abzu­spre­chen. Denn, wer kennt es nicht, wäh­rend eines unauf­schieb­bar zu ver­rich­ten­den Geschäfts rund um sich her­um poli­ti­sche Mani­fes­te, phi­lo­so­phi­sche Grund­satz­de­bat­ten oder Schmäh­schrif­ten wahl­wei­se über den 1. FCN oder Greu­ther Fürth lesen zu müs­sen? Auf den Toi­let­ten der Phi­lo­so­phi­schen Fakul­tät haben wir uns ein wenig umge­se­hen…
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Literatur für alle Zeit

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Foto: homun­cu­lus-Ver­lag

Sebas­ti­an Fren­zel, Lau­ra Jaco­bi, Phil­ip Krö­mer und Joseph Reintha­ler haben Anfang die­ses Jah­res den homun­cu­lus-Ver­lag gegrün­det. Das ist zum einen etwas Beson­de­res, weil alle vier momen­tan noch Stu­den­ten sind. Zum ande­ren aber, weil Name und Kon­zept viel­ver­spre­chend klin­gen und den Ein­druck erwe­cken, hier ent­ste­he etwas mit Allein­stel­lungs­merk­ma­len. Unse­re Redak­teu­re Timo Ses­tu und Vera Podskalsky haben genau­er nach­ge­fragt und mit den Ver­le­gern unter ande­rem über den Homun­cu­lus, lite­ra­ri­sche Mons­ter, E‑Books und Zeit­lo­sig­keit gespro­chen. Wei­ter­le­sen

Altbewährter Augenschmaus

KitasoNeun Jah­re alt ist [ki’ta:so] inzwi­schen. 19 Kurz­film­aben­de gab es bereits. Der zwan­zigs­te steht unmit­tel­bar bevor und nach zahl­rei­chen Aben­den in zahl­rei­chen Jah­ren kann man sich sicher sein: Es lohnt sich, sich am 6. Juli in die Erlan­ger Lamm-Licht­spie­le zu bege­ben und Geist­rei­ches, Beson­de­res und Ori­gi­nel­les Augen-zu-schmau­sen. Wei­ter­le­sen

Blaubart — Hoffnung der Frauen?

Blaubart Hoffnung der Frauen

Seit Blau­bart zum ers­ten Mal in Charles Per­raults Mär­chen auf­ge­taucht ist, ist er immer wie­der auf­ge­taucht. Bei den Gebrü­dern Grimm, in der Oper oder bei Döblin. Nie ist er der­sel­be, wenn er wie­der auf­taucht, mal ist er sei­nem Ursprung sehr ähn­lich, mal hat er sich weit von ihm ent­fernt. Die Stu­dio­büh­ne Erlan­gen bringt nun am kom­men­den Wochen­en­de Dea Lohers Blau­bart auf die Büh­ne, der den Unter­ti­tel Hoff­nung der Frau­en trägt. Wer aber ist die­ser Blau­bart hier und inwie­fern erfüllt er Frauen­wün­sche? Eine tat­säch­li­che Aus­sa­ge dar­über tref­fen kön­nen nur die­je­ni­gen, die ihm auch begeg­net sind. Und des­we­gen haben wir die Figu­ren aus dem Stück selbst gefragt. Eine spiel­te dabei eine ganz beson­de­re Rol­le… Wei­ter­le­sen

Narrating Science beim Science Slam

„Nar­ra­ting Sci­ence: Wis­sen­schaft erzäh­len“ heißt die Ring­vor­le­sung des Erlan­ger Zen­trums für Lite­ra­tur und Natur­wis­sen­schaft (ELINAS), die in die­sem Som­mer­se­mes­ter statt­fin­det. Wis­sen­schaft erzäh­len – das ist auch die Haupt­auf­ga­be von Sci­ence Slam­mern. Nur kon­se­quent also, dass es ver­gan­ge­nen Mitt­woch im Rah­men der Ring­vor­le­sung einen ELI­NAS-Slam gab – in Mini-Aus­füh­rung und mit Dis­kus­si­ons­run­de. Wei­ter­le­sen

Welcher FIGU-Typ bist Du?

Ein biss­chen Bra­vo zum FIGU: Alle, die sich noch nicht ent­schie­den haben, wel­che Stü­cke sie beim heu­te star­ten­den Figu­ren­thea­ter­fes­ti­val sehen wol­len, soll­ten die­sem Dia­gramm fol­gen und her­aus­fin­den, wel­che Auf­füh­rung am bes­ten zu ihnen passt. Wer immer nur mit Nein ant­wor­ten möch­te, kann beru­higt sein, die Gra­fik konn­te nur einen Teil der Stü­cke erfas­sen, die es zu sehen gibt. Genaue­re Infos und eine wirk­lich aus­sa­ge­kräf­ti­ge Beschrei­bung aller Stü­cke gibt es hier. Wei­ter­le­sen

Nicht nur für Kulturfrauen mit lila Haaren

Moderator Nicolas Schmidt Bild: Leonie Winkler

Mode­ra­tor Nico­las Schmidt
Bild: Leo­nie Wink­ler

Poe­try Slam ist längst kein sub­kul­tu­rel­les Rand­phä­no­men mehr, das in klei­nen Hin­ter­hö­fen statt­fin­det. Statt­des­sen wird jetzt im Palais Stut­ter­heim ges­lammt, das bereits aus­ver­kauft ist, bevor die Abend­kas­se öff­nen kann. Die Zuschau­er­men­ge erscheint bunt gemischt wie sel­ten und Mode­ra­tor Nico­las Schmidt begrüßt sei­ne Eltern. Ein­zi­ges Über­bleib­sel der Hin­ter­hof-Atmo­sphä­re: eine bespray­te Holz­pa­let­ten­wand als Büh­nen­ku­lis­se. Wei­ter­le­sen

Besonderheiten in Vielfalt

11100366_1050895058257394_400297950_oEine klei­ne Gewöl­be­ka­pel­le. Hohe Decken, auf Säu­len gestützt. Wän­de, an denen sich Bücher bis zur Decke ent­lang sta­peln. Das Buch­ca­fé in der Agnes­gas­se, unter­halb der Nürn­ber­ger Burg und in unmit­tel­ba­rer Nähe zum Albrecht-Dürer-Haus. Wei­ter­le­sen

Hörgenuss!

Copyright: Katja Ruge

Copy­right: Kat­ja Ruge

Es gibt Musik, die soll­te nicht durch in Spra­che gefass­te Beschrei­bung refe­riert wer­den. Weil sie dann ver­lie­ren wür­de — an Klang und an der Emo­tio­na­li­tät, die nur musi­ka­lisch aus­ge­löst wer­den kann.

Die Musik des Lon­do­ner Duos Evi Vine gehört dazu.

Des­we­gen kann man sie hier hören.

Vor allem aber kann man sie am kom­men­den Sams­tag, dem 7. März, live hören. Die per­fek­te Umge­bung hier­für bie­tet das Trans­fer in Erlan­gen. Ein­lass ist ab 19:30 Uhr.

Vera Podskalsky

Bunny Rage – The Dark Bunny Rises

Foto: neutrum.org

Foto: neutrum.org

Nie­mand kaut sei­ne Karot­te so läs­sig wie Bugs Bun­ny (San­dra Kno­cke). Der März­ha­se (Juli­an Goso­litsch) ist mehr als ein biss­chen ver­rückt und das wei­ße Kanin­chen (Andre­as Pom­mer) hat ein Uhr­pro­blem. Ob der Dürer­ha­se schön ist, dar­über kann man strei­ten, aber Kunst ist er, und Kunst kann schön sein und damit könn­te der Dürer­ha­se auch ein schö­nes Dür­er­häs­chen (Romi­na Bach­ner) sein. Sie alle tref­fen in Bun­ny Rage, das die Stu­dio­büh­ne ver­gan­ge­nen Sonn­tag im Fran­ken­hof zeig­te, auf­ein­an­der – und zwar als Arbeits­kräf­te des Oster­ha­sen (Mat­thi­as Zol­litsch)… Wei­ter­le­sen