Über Timo Sestu

»Wer vom Ende des Romans redet, sollte sich einen neuen kaufen.« – Thomas Lehr

Lenz im Libanon

Umschlag: Hermann Michels und Regina Göllner; Umschlagfoto: Giulio Rimondi

Umschlag: Her­mann Michels und Regi­na Göll­ner; Umschlag­fo­to: Giu­lio Rimon­di

Den 20. Jän­ner ging Lenz durchs Gebirg.“ So lau­tet einer der wohl bekann­tes­ten ers­ten Sät­ze in der deutsch­spra­chi­gen Lite­ra­tur. Es han­delt sich um eine Erzäh­lung Georg Büch­ners über den Sturm-und-Drang-Dich­ter Jakob Micha­el Rein­hold Lenz. Die­ser Stoff ist zahl­reich aktua­li­siert wor­den, zuletzt von Albert Oster­mai­er, der den Stoff in sei­nem neu­en Roman Lenz im Liba­non in die kri­sen­ge­schüt­tel­te Levan­te ver­legt. Wei­ter­le­sen

Die Lust am Anderen

42389Ann Cot­ten ist kein lite­ra­ri­scher Nona­me – und den­noch wer­den die wenigs­ten die­sen Namen bis­her gehört haben. Das ist nicht schlimm, immer­hin hat sich das soeben bereits geän­dert. Sie wur­de 1982 in Iowa gebo­ren, was erklärt, war­um sie als deutsch­spra­chi­ge Autorin einen Namen hat, der so klingt, als hät­te sie einen deut­schen Über­set­zer. Nun, den hat sie nicht. Dass der Leser mit­un­ter einen bräuch­te, dar­auf kom­men wir nun zu spre­chen. Wei­ter­le­sen

Die Abgründe zwischen Mensch und Tier…

Eckart Hahn "Bondage", 2012; indian ink on laid paper, 81 x 117cm // Städtische Sammlung Erlangen // Courtesy Galerie Wagner + Partner, Berlin.

Eck­art Hahn „Bonda­ge“, 2012;
indian ink on laid paper, 81 x 117cm // Städ­ti­sche Samm­lung Erlan­gen // Cour­te­sy Gale­rie Wag­ner + Part­ner, Ber­lin
26.02.2015.

…wer­den der­zeit im Kunst­pa­lais betrach­tet, bis­wei­len über­wun­den — wenigs­tens jedoch hin­ter­fragt. Die Aus­stel­lung #catcon­tent beschäf­tigt sich mit dem Tier (nicht nur) als Kunst­ob­jekt. Und das ist auf der Ver­nis­sa­ge am ver­gan­ge­nen Frei­tag auf gro­ßes Inter­es­se gesto­ßen. Die Aus­stel­lung wur­de von einem auf­fäl­lig gemisch­ten, das heißt ver­gleichs­wei­se jun­gem Publi­kum gera­de­zu über­lau­fen. Das mag auch am anschlie­ßen­den Kon­zert im Foy­er gele­gen haben. Der Hash­tag im Titel mach­te zudem aber neu­gie­rig, was dort gebo­ten wür­de. Das waren weder der Snee­zing Pan­da noch der Dra­ma­tic Chip­munc, wobei die bei­den sicher eine gute Figur gemacht hät­ten. Man konn­te sie jedoch bei all den — mit­un­ter gran­dio­sen — Kunst­wer­ken getrost ver­mis­sen. Wei­ter­le­sen

Zum Tod von Günter Grass

Nobelpreisträger Grass liest "Kleckerburg" (Foto: Jenny Horn)

Nobel­preis­trä­ger Grass liest „Kle­cker­burg“ (Foto: Jen­ny Horn)

Vor einem Jahr tra­fen unse­re Redak­teu­re Vera Podskalsky und Timo Ses­tu den Lite­ra­tur­no­bel­preis­trä­ger Gün­ter Grass. Eine aura­ti­sche Begeg­nung. Ges­tern ist der Autor der „Blech­trom­mel“ nun im Alter von 87 Jah­ren gestor­ben. Aus die­sem Anlass gibt es die Annä­he­rung an den gro­ßen Lite­ra­ten noch ein­mal zum Lesen. Wei­ter­le­sen

Ein starker Start?

der-himmel-ist-ein-platz-auf-erden-102~_v-varxl_da7b1a Der ers­te Fran­ken-Tat­ort hat­te alles, was ein guter Tat­ort braucht. Einen Mord, klar. Poli­tik, Eifer­sucht, kau­zi­ge Typen und Ermitt­ler, die es mit Dienst­vor­schrif­ten nicht so genau neh­men. Das alles jedoch in homöo­pa­thi­schen Dosen. Wei­ter­le­sen

In der Höhle des Löwen

Löwen-wecken_Kein-und-Aber_ZürichUnd er dach­te sich gera­de, dies sei der schöns­te Mond, den er je gese­hen habe, als er die­sen Mann umfuhr.“ Ein Fami­li­en­va­ter über­fährt nachts einen – ver­mut­lich – ille­ga­len Ein­wan­de­rer. Was tun? Er lässt ihn lie­gen und hat noch kei­ne Ahnung, wie fol­gen­schwer die­se Ent­schei­dung sein wür­de. – Aye­let Gundar-Gos­hens zwei­ter Roman Löwen wecken besticht durch sei­ne atmo­sphä­ri­sche Dich­te. Wei­ter­le­sen

Die Kunst der Provokation

"Art is only a question of desire and signature", 2012, C-Print, Sammlung Mustafa Taviloglu

Art is only a ques­ti­on of desi­re and signa­tu­re“, 2012, C‑Print, Samm­lung Mus­ta­fa Tavi­log­lu

Who the f*ck is Halil Alt­in­de­re? Das mögen sich wohl tat­säch­lich eini­ge Erlan­ger gefragt haben, wenn nicht das Kunst­pa­lais die­se Pro­vo­ka­ti­on gleich zum Mot­to der Aus­stel­lung erho­ben hät­te. Der Titel ist in zwei­fa­cher Hin­sicht Pro­gramm. Wei­ter­le­sen

Eine Leiche auf Irrwegen

10387486_811232738935381_8601489997255618580_nDie Thea­ter­grup­pe der AMV Fri­de­ri­cia­na hat bis­her gera­de bei Komö­di­en häu­fig bril­lie­ren kön­nen. So wur­de etwa das Volks­stück Kasi­mir und Karo­li­ne im Win­ter­se­mes­ter 2013/14 durch­aus sehens­wert insze­niert. Die Komö­die Die Lei­che in der Bade­wan­ne, die am Frei­tag ihre Pre­mie­re fei­er­te, hat hin­ge­gen vor allem mit den Schwä­chen der Text­vor­la­ge zu kämp­fen. Wei­ter­le­sen

Minus 3 Grad…

Juninovember von Sarah Kirsch…Habe noch die aller­letz­te Weih­nachts­kar­te ver­fasst, notiert Sarah Kirsch am Vor­abend des 24. Dezem­ber 2002. Im 2014 erschie­ne­nen Band Juni­n­o­vem­ber, ihre Nota­te von Sep­tem­ber 2002 bis März 2003, zeigt sie sich dem Leser als ein Spiel­kind im Wor­te und als geist­rei­che Kom­men­ta­to­rin des All­tags. Wei­ter­le­sen

Das Entschlüsseln lohnt sich

Lydia Daher liest in der "Nacht der Poesie" aus ihrem Collagenband (Foto: Georg Pöhlein, 2014)

Lydia Daher liest in der „Nacht der Poe­sie“ aus ihrem Col­la­gen­band. (Foto: Georg Pöh­lein, 2014)

Inter­view mit Lydia Daher.

Die Lyri­ke­rin und Musi­ke­rin Lydia Daher war auch in die­sem Jahr auf dem Erlan­ger Poe­ten­fest und hat sich am Mor­gen nach der B2-Nacht der Poe­sie mit unse­rem Redak­teur Timo Ses­tu getrof­fen. Sie haben sich über Poe­try Slam und das Ver­hält­nis zwi­schen Poe­sie und Musik unter­hal­ten, außer­dem über die Arbeit an ihrer neu­es­ten Ver­öf­fent­li­chung, einem Band mit 101 Col­la­gen.

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