Der Clown aus dem Kanal

Bild: Warner Bros.

Schluss mit lustig: Pennywise (Bill Skarsgård)
Bild: Warner Bros.

Vor 30 Jahren lieferte Stephen King mit Es einen Meilenstein der Horror-Literatur. Regisseur Andy Muschietti stand vor der Aufgabe den 1500-seitigen Monster-Roman auf zwei Kinofilme herunterzukürzen – und schnitt ausgerechnet die komplexen Charaktere heraus. Übrig bleibt ein durchschnittlicher Horror-Schocker mit guten Effekten und deutlich zu vielen Figuren.
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Meuterei der Monster

Bild: Panini

Willkommen in Cthulhus schönen neuen Welt Bild: Panini

Im letzten Band seiner Providence-Lovecraft-Bücher enthüllt Comic-Legende Alan Moore warum die Welt untergehen wird: Es gibt einfach zu viele Lovecraft-Bücher! Was wie die schlechteste Verkaufsmasche aller Zeiten klingt, ist nur eine von vielen augenzwinkernden Ausflügen auf die Meta-Ebenen in diesem immer konfuseren Universum. Spannend bleibt es trotzdem.
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Farben, Explosionen und ein bisschen Völkermord

spykids in Space

Spy Kids in Space: Valerian (Dane DeHaan) und Laureline (Cara Delevingne)     Bild: Universum

Vor 20 Jahren landete Regisseur Luc Besson mit Das fünfte Element einen Sci-Fi-Kulthit. Bei Valerian – Die Stadt der tausend Planeten jagt er jetzt ein anderes Superwesen durchs Universum. Die Optik ist so überdreht wie damals, die Botschaft so simpel-kitschig wie immer – trotzdem ist Valerian der schlechtere Film. Das liegt vor allem am Ton. Aber nicht nur. Weiterlesen

Superheld als Praktikum

dreht eine runde Bild: Disney

Spider-Man und Iron Man drehen eine Runde Bild: Disney

In seinem Versuch jede Zielgruppe abzudecken nimmt das munter weiter expandierende Marvel Cinematic Universe jetzt die Generation Selfie ins Visier. Regisseur Jon Watts liefert mit Spider-Man: Homecoming einen erfrischend unaufgeregten Superheldenfilm aus der Teenagerperspektive. – Der tatsächlich einige seiner Vorgänger alt aussehen lässt.
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Einer geht noch

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Kai (Moritz Bleibtreu, links) und Stefan (Lucas Gregorowicz) hängen rum Bild: Wild Bunch

Vor 16 Jahren entwickelte sich Lammbock überraschend zum Kultfilm. Mit Lommbock knüpft Regisseur und Drehbuchautor Christian Zübert nahtlos an seine Provinz-Kiffer-Komödie an. Nicht alle Gags zünden und die Handlung ist eigentlich nicht der Rede wert, doch ihm gelingt woran so viele Fortsetzungen scheitern: Ein Film, der es locker mit Teil 1 aufnehmen kann – und auch ohne Drogen Spaß macht. Weiterlesen

Räuber mit Rollator

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Joe (Michael Caine, links) und Willie (Morgan Freeman) auf der Flucht Bild: Warner Bros.

In Abgang mit Stil stehen drei Rentner vor dem finanziellen Ruin und sehen sich zu einem extremen Schritt gezwungen. – Um wieder an Geld zu kommen, wollen sie eine Bank ausrauben. Das klingt entweder nach einem sozialkritischen Altersarmut-Drama oder nach einer durchgedrehten Senioren-Komödie. Regisseur Zach Braff versucht beides gleichzeitig. Keine gute Idee. Weiterlesen

Gott existiert, und er ist Amerikaner

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Tierlieber Gott: Mr. Wednesday (Ian McShane) Bild: Starz

In American Gods haben Götter, Geister und Dämonen nichts zu lachen – keiner glaubt mehr an sie. Ihren Platz haben neue Idole wie Geld, Medien und Technik eingenommen. Doch die alten Götter planen den Gegenschlag. Die TV-Adaption bleibt dem verschroben-britischen Humor von Comic-Legende Neil Gaiman treu – und ist schon nach drei Folgen eine der spektakulärsten Serien des Jahres.
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Der Burger-Meister

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Kroc (Michael Keaton) in seinem Element
Bild: The Weinstein Company

In den 1950ern revolutionierte McDonald’s die Welt des Fast Food. Was als einzelner Burger-Stand begann, entwickelt sich schnell zur globalen Kette. Mit The Founder beleuchtet John Lee Hancock die Anfänge des Mega-Konzerns – und die Rolle des so charmanten wie undurchsichtigen Geschäftsmannes Ray Kroc in der McDonald’s-Erfolgsgeschichte.
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Versteh einer die Aliens

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Dr. Banks (Amy Adams) und das Alien-Ü-Ei
Bild: Sony

Mit Arrival wagt sich Denis Villeneuve an den Heiligen Gral des Science-Fiction-Kino: Einen realistischen Alien-Film ohne Explosionen und albernen Pathos. Das geht erstaunlich lange gut. Bis der Regisseur noch ein bisschen cleverer sein will – und sein vielversprechendes Setting für einen billigen Twist verschenkt.
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Das lange Schweigen Gottes

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Sebastião (Andrew Garfield) sucht Gott in Japan Bild: Concorde

Nach 25 Jahren Recherche bringt Martin Scorsese die dramatische Lebensgeschichte eines jungen Japan-Missionars auf die Leinwand. Der Ausflug auf den Inselstaat wird dabei schnell zur gnadenlosen Passionsreise. Silence ist ein Film mit eindrucksvollen Charakteren und großen Themen – und mindestens eine halbe Stunde zu lang.
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