Unsere Erde im Tiergarten — Sommernachtfilmfestival Teil 3

Som­mer­nacht­film­fes­ti­val 2018 im Tier­gar­ten Nürn­berg. Bild: Nico­le Gei­er

Der Tier­gar­ten Nürn­berg gehört zu den belieb­tes­ten Loca­ti­on des Som­mer­nacht­film­fes­ti­vals jedes Jahr, wes­halb die Tickets immer schnell ver­grif­fen sind. Schnell sein lohnt sich also. Nach­fol­gend berich­ten wir über unse­ren Besuch dort, nach­dem wir schon im Pel­ler­haus und an der Blei­che gewe­sen sind.

Die regu­lä­ren Besu­cher ver­las­sen am 13. August gegen 18 Uhr all­mäh­lich den Tier­gar­ten durch die gro­ßen eiser­nen Tore, wäh­rend der Ein­lass für das Som­mer­nacht­film­fes­ti­val beginnt. Der Him­mel ist grau ver­han­gen, nur die Abend­son­ne blin­zelt abun­dan durch die Wol­ken­de­cke. Bevor der Film beginnt, haben die Zuschau­er bis 20:30 Uhr Zeit, die Wege zwi­schen den Gehe­gen auf eige­ne Faust zu erkun­den. Dabei ste­hen alle Türen offen.

Bild: Tobi­as Sten­ger

Es lohnt sich ein Blick in das Mana­ti­haus, das über einen Rund­weg wei­ter in den Blau­en Salon führt. Im tro­pi­schen Gefil­de unter dem Glas­dach las­sen sich Schmet­ter­lin­ge, exo­ti­sche klei­ne Frö­sche und Rund­schwanz­see­kü­he beim Abend­essen beob­ach­ten. Weni­ge Meter spä­ter taucht man ein in die Unter­was­ser­welt der Del­fin­la­gu­ne, von wo sich die ers­ten Regen­trop­fen des Abends auf der Was­ser­flä­che von unten beob­ach­ten las­sen.

Bild: Tobi­as Sten­ger

Ab 20 Uhr ver­sam­meln sich nach und nach die Zuschau­er auf dem Platz, an dem sonst Bun­gyt­ram­po­lin gesprun­gen wird. Es lie­gen eini­ge Lap­pen bereit, mit denen man das Was­ser von den Stüh­len wischen kann. An einem Stand mit weiß-rot gestreif­ten Dach wer­den Geträn­ke, Snacks und abge­pack­tes Pop­corn ange­bo­ten. Ein Mit­ar­bei­ter lei­tet eine hal­be Stun­de spä­ter mit einer kur­zen Anspra­che den Abend ein. Bei einem kur­zen Bild­rät­sel wird eine gefüll­te Tasche mit Wein ver­lost, wor­auf­hin eini­ge Infor­ma­tio­nen zum Tier­gar­ten fol­gen.

Dann beginnt end­lich die Doku­men­ta­ti­on Unse­re Erde 2, auf wel­che das Publi­kum bereits gespannt gewar­tet hat. Wie bereits beim ers­ten Teil erwar­ten den Zuschau­er atem­be­rau­ben­de Natur- und Tier­auf­nah­men aus nächs­ter Nähe, die lie­be­voll von den Regis­seu­ren Peter Web­ber, Lixin Fan und Richard Dalein klei­ne humor­vol­le sowie mit­rei­ßen­de Geschich­ten ein­ge­bun­den wer­den. Die Sze­ne­ri­en wur­den dabei aus­drucks­stark von Sound­tracks des Kom­po­nis­ten Alex Hef­fes unter­legt, wäh­rend Gün­ther Jauch, der den Part des deut­schen Spre­chers über­nimmt, lei­der der Rol­le als Erzäh­lers auf­grund sei­ner Stimm­la­ge nicht ganz gerecht zu wer­den scheint.

Bild: Tobi­as Sten­ger

Die Stim­mung ist gut. Das Publi­kum fie­bert mit, lacht und genießt gemein­sam den Kino­abend der beson­de­ren Art, als eini­ge Trop­fen zu fal­len begin­nen. Kur­ze Unru­he tritt auf, als sich alle in ihren Regen­kla­mot­ten ver­gra­ben. Der leich­te Regen lässt rasch wie­der nach. Aus den Gehe­gen hört man Tie­re in die Nacht rufen. Die Geräu­sche ver­mi­schen sich mit denen aus dem Film. Dann fängt es uner­war­tet an zu schüt­ten. Im Pro­jek­torstrahl sieht man wild den Regen auf die Wie­se pras­seln, so wie es schon seit Wochen nicht mehr gesche­hen ist. Es dau­ert nicht ein­mal zwei Minu­ten, bis man durch­weicht ist. Die Zuschau­er sprin­gen auf, ver­su­chen sich von den Was­ser­mas­sen in Sicher­heit zu brin­gen. Eini­ge blei­ben unter ihren Regen­schir­men sit­zen und geben nicht auf – doch der Groß­teil eilt durch die schnell anstei­gen­den Pfüt­zen und Rinn­sa­le nach Hau­se.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.