Juicy Beats Festival — Eine prallgefüllte Wundertüte im Herzen Dortmunds

Bild: Eli­as Schaub

Eine lan­ge Ste­cke von 450 Kilo­me­tern, die von Erlan­gen nach Dort­mund vor uns lie­gen. Und trotz der fürs Wochen­en­de pro­gnos­ti­zier­ten Tem­pe­ra­tu­ren von über 30 Grad, könn­te die Lau­ne nicht bes­ser sein. Denn das Jui­cy Beats Fes­ti­val steht mal wie­der an. Ob unse­re hohe Erwar­tun­gen nach dem ers­ten Besuch vom Vor­jahr erfüllt wer­den konn­ten, erfahrt ihr im Fol­gen­den. Wir haben im letz­ten Jahr (2017) schon einen umfas­sen­den Bericht für euch über das Jui­cy Beats Fes­ti­val geschrie­ben. Wollt ihr mehr über das Jui­cy Beats erfah­ren dann klickt hier für den ers­ten Teil des aus­führ­li­chen Arti­kels von 2017, und hier für den Zwei­ten.

Die Anrei­se zum Gelän­de gestal­tet sich mit den öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln rela­tiv ange­nehm. Ange­nehm vor allem dadurch, dass Besit­zer einer Ein­tritts­kar­te zum Jui­cy Beats kos­ten­los mit dem Ver­kehrs­mit­teln der VRR anrei­sen, und auch wie­der abrei­sen kön­nen. Eine Aus­wei­tung der Anbin­dun­gen und extra Per­so­nal hilft außer­dem gut durch das etwas ver­wir­ren­de Stra­ßen­netz von Dort­mund zu fin­den.

Am Gelän­de ange­kom­men, wie immer sehr ein­fach durch den Flo­ri­an­turm, der direkt im West­fa­len­park zu fin­den ist, macht sich auch schon die ers­te Begeis­te­rung breit. Denn die Loca­ti­on hat nichts von sei­ner über­wäl­ti­gen­den Art ver­lo­ren. Der West­fa­len­park bie­tet mit sei­nen ver­schie­de­nen Tei­chen, Bee­ten und Sträu­chern ein­fach ein wun­der­schö­nes Sze­na­rio. Dazu kommt noch die gekonn­te Inte­gra­ti­on der Büh­nen in die Land­schaft. So kann man neben den zwei gro­ßen Main­s­ta­ges auch noch vie­le klei­ne­re Berei­che ent­de­cken, in wel­chen teils DJs auf­le­gen, und teils Liveac­ts spie­len. Berei­che wie der Blü­ten­gar­ten, der, wie schon der Name ver­rät, sich in unmit­tel­ba­rer Umge­bung von Blu­men befin­det, oder der Sand­strand, auf wel­chem ech­tes Urlaubs­fee­ling auf­kommt.

So wur­de einer der Tei­che in der Nacht bei­spiels­wei­se für eine auf­wen­di­ge Was­ser­show genutzt.
Bild: Eli­as Schaub

Auch der Tuk Tuk Movin Floor zählt zu den klei­ne­ren Sta­ges. Ist er doch im gro­ben ein umge­bau­tes Fahr­rad mit DJ-Pult und Boxen. Das tut der Stim­mung aber kei­nen Abbruch, wie hier die Bana­na Clip Gang an den Turn­ta­bles deut­lich macht.
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Aber auch neben den ver­schie­den musi­ka­li­schen Ein­la­gen ist viel gebo­ten. Die­ses Jahr ist zum ers­ten Mal sogar ein DJ Auto­scoo­ter ver­tre­ten gewe­sen, wel­cher die Wel­ten der Musik und des Enter­tain­ments auf Fes­ti­vals abseits der Acts kom­bi­niert. Aber auch sonst laden wei­te­re Attrak­tio­nen, wie ein Bäl­le­bad oder eine Klet­ter­wand, ver­schie­de­ne Stän­de, um sich Merch zu kau­fen, oder umsty­len zu las­sen, sowie Essens­bu­den zur Stär­kung und zum Ver­wei­len ein.

Lust auf ne Run­de Auto­scoo­ter fah­ren?
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Die Mädels hier hat­ten es.
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Oder wie wäre es ein biss­chen Zeit auf der Schau­kel zu ver­brin­gen?
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Bei der Hit­ze in Dort­mund hat­ten vie­le die­se Pau­sen auch nötig. Denn bei über 30 Grad und strah­len­dem Son­nen­schein, braucht selbst der hart­ge­sot­tens­te Besu­cher eine Aus­zeit. Abküh­lung konn­te man sich an den Trink­was­ser­stel­len holen. Hier durf­te man sich kos­ten­los erfri­schen­des Was­ser aus den Häh­nen zap­fen. An die­ser Stel­le noch­mal ein gro­ßes Lob dafür, dass dies in aus­rei­chen­dem Maße zur Ver­fü­gung gestellt wur­de. Eben­so reich­lich gab es, auf­grund der Beschaf­fen­heit des Parks, vie­le Schat­ten­plät­ze über das gan­ze Gelän­de ver­teilt. Die­se wur­den genutzt um ent­spannt der Musik zu lau­schen.

An den Trink­was­ser­stel­len kommt gute Lau­ne auf.
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Hier genie­ßen die Besu­cher im Schat­ten die Show von Von wegen Lis­beth.                           Bild: Eli­as Schaub

An die­sem Punkt ist es Zeit auch mal zu mei­nem größ­ten Kri­tik­punkt zu kom­men. Denn wer bei sol­chen Tem­pe­ra­tu­ren viel trinkt, der muss auch irgend­wann die sani­tä­ren Ein­rich­tun­gen auf­su­chen. Für die­se wur­de aber ein Ent­gelt von 50 Cent fäl­lig. Wir kön­nen ver­ste­hen, dass man einen Ser­vice für gerin­ge Kos­ten anbie­tet, fin­den aber man soll­te die Mög­lich­keit der Alter­na­ti­ve bie­ten. Alter­na­ti­ven für Män­ner konn­ten wir aus­ma­chen, aber Dixi Klos, damit auch Frau­en etwas nut­zen kön­nen, haben wir nur beim See­pa­vil­lon vor­ge­fun­den. Ein Bereich der, das kommt dazu, auch nur am Fes­ti­val­sams­tag zugäng­lich war. Wir haben zwar im Nach­hin­ein erfah­ren, dass schein­bar auch im Ein­gangs­be­reich kos­ten­lo­se Toi­let­ten zur Ver­fü­gung gestellt wor­den sind, trotz­dem genü­gen die­se Kapa­zi­tä­ten unse­rer Mei­nung nach nicht. Es wäre schön wenn dar­an für nächs­tes Jahr gear­bei­tet wür­de, sodass Leu­te, die nicht bereit waren die­se gerin­ge Sum­me zu zah­len, bezie­hungs­wei­se es in die­sem Moment nicht konn­ten, nicht ein­fach plan­los aus dem Toi­let­ten­wa­gen geschickt wer­den.

Wor­an hin­ge­gen nicht gear­bei­tet wer­den muss ist die Act­aus­wahl. So kann man beim Strei­fen über das Gelän­de eini­ges ent­de­cken, und für jeden Musik­ge­schmack etwas fin­den. So sind wir zum Bei­spiel auf die Band BUKAHARA gesto­ßen, wel­che mit einer viel­fäl­ti­gen Mischung über­zeu­gen konn­te. Auf den ers­ten Blick wie eine klas­si­sche Brass Band anmu­tend, über­rasch­ten sie im Lau­fe ihrer Show immer wie­der mit Ein­flüs­sen aus der ara­bi­schen Musik oder dem Folk. Defi­ni­tiv einen Blick Wert, und nicht in eine Schub­la­de zu ste­cken. Eine ande­re Ent­de­ckung ist Kil­lA­Son, ein viel­sei­tig begab­ter Rap­per aus Frank­reich. Bereits von wei­tem sticht die­ser durch sei­ne extra­va­gan­ten Out­fits ins Augen. Aber auch die Ohren kann er mit sei­nem beein­dru­cken­den Flow über­zeu­gen. Nicht weni­ger über­zeu­gend sind sei­ne Tanz­mo­ves, mit wel­chen er die musi­ka­li­schen Ein­la­gen zu unter­strei­chen wuss­te.

Kil­lA­Son, ein Künst­ler, der defi­nitv einen Blick wert ist.
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Nepo­muk ent­deck­ten wir auf der Dortmund.Macht.Lauter.Stage
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Auch die Main­s­ta­ge hat­te Eini­ges zu bie­ten. Der Frei­tag gestal­te­te sich mit Von wegen Lis­beth und dem Head­li­ner Kraft­klub rocki­ger / indielas­ti­ger. Mit SXTN waren aber auch die aktu­ell ange­sag­tes­ten Frau­en der Deutschrap­sze­ne ver­tre­ten. Am Sams­tag war dann mehr der deut­sche Rap im Vor­der­grund, wel­cher mit Trett­mann und RIN zwei hoch­ge­lob­te MCs der New­school zu bie­ten hat­te. Mit den Edi­tors war auch für Fans des bri­ti­schen Indie­rock etwas dabei. Den Abschluss bil­de­ten am Sams­tag Kon­tra K, mit einem star­ken, atmo­sphä­ri­schen Auf­tritt, und die 257ers mit einer fet­ten Par­ty. Die bei­den Head­li­ner, Kraft­klub und 257ers, möch­te ich im nach­fol­gen­den noch­mal geson­dert her­vor­he­ben.

Von wegen Lis­beth lässt mit ihrem Büh­nen­bild Urlaubs­fee­ling aukom­men.
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SXTN, das bes­te Team, heizt, der ohne­hin schon schwit­zen­den Men­ge, wei­ter ein.
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Trett­mann lie­fert eine Show vol­ler Hits ab.
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Auch RIN hat ein gelun­ge­nes Büh­ne­bild zu bie­ten. So hat er sein Cover vom aktu­el­len Release Pla­net Mega­tron nach­ge­baut, wel­ches immer mit ble­chern­der Stim­me befielt einen Mosh­pit zu öff­nen.
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Kon­tra K zähl­te mit zu den abso­lu­ten High­lights.
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Denn sei­ne Show über­zeugt durch atem­be­rau­ben­de Atmo­sphä­re.
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Denn Kraft­klub bot einer der beein­dru­ckens­ten, wenn nicht sogar die bes­te, Live­show die ich bis dato sehen durf­te. Dies ging damit los, dass sie wie sie selbst sag­ten, mit ihren klei­nen Schwes­tern, einen Hau­fen Mädels mit­ge­bracht hat­ten, wel­che immer wie­der auf die Büh­ne kamen und spek­ta­ku­lä­re Cho­reo­gra­phi­en hin­leg­ten. Sei es das getack­te­te Lau­fen über die Trep­pen des Büh­ne­bil­des, oder das koor­di­nier­te Schwen­ken von Taschen­lam­pen, es war ein­fach sehr über­wä­ti­gend. Aber auch die Band selbst lies es sich neh­men immer wie­der einen drauf­zu­set­zen. Mit aus­ge­fal­le­nen Kos­tü­men, oder Ein­la­gen wie einem Wett­crowd­sur­fen zur Büh­ne durch den ers­ten Wel­len­bre­cher. Eben­so ani­mier­ten sie auch immer wie­der das Publi­kum zu Ein­la­gen wie dem gemein­sa­men Sprin­gen. Oder ein ande­res Bei­spiel: Bei „Songs für Liam“ soll­ten die Zuschau­er einen Gegen­stand über den Kopf zu wedeln, was ein optisch anspre­chen­des Gesamt­bild abgab. Das abso­lu­te High­light aber war Fol­gen­des: Logi­scher­wei­se hat­ten nicht alle Besu­cher in den Wel­len­bre­chern Platz. Um aber auch den Per­so­nen die mehr abseits ste­hen muss­ten einen guten Blick auf die Band zu ermög­li­chen, kam die­se auf einer klei­nen rol­len­den Büh­ne ein­fach selbst zum Publi­kum gefah­ren. Ein ein­fach ein­drucks­vol­ler Moment, der für die Zuschau­er völ­lig plötz­lich und uner­war­tet kam.

Kraft­klub arbei­tet in ihrer Show mit vie­len spek­ta­ku­lä­ren Ele­men­ten.                                  Bild: Eli­as Schaub

Und wenn es mal kurz eine Ver­schnauf­pau­se für die Zuschau­er von der voll­ge­pack­ten Show gibt, dann über­zeu­gen die Jungs aus Chem­nitz genau­so nur durch ihre Musik. Bild: Eli­as Schaub

Die Bil­der las­sen nur ansatz­wei­se erah­nen was alles auf der Büh­ne los­ge­we­sen ist. Bild: Eli­as Schaub

Musi­ka­lisch gin­gen die 257ers zwar in eine ande­re Rich­tung, lie­fer­ten aber eine eben­so klas­se Show ab. Ihre Per­for­mance glich einer rie­si­gen Kin­der­ge­burts­tags­fei­er für Erwach­se­ne. Dies begann mit Clowns zum Anfang der Show, ging über kos­tü­mier­te Affen und Pira­ten auf der Büh­ne, bis zu den Kind­heits­hel­den Mario und Lui­gi, Popeye und Dead­pool. Wenn Super Mario aber nun mit den Zuschau­ern Alko­hol trich­tert, Popeye sich als amtie­ren­der Mosh­pit­pro­fi heraustellt, und des­halb selbst in die Crowd kommt um das zu bewei­sen, oder Dead­pool Sex­spiel­zeug mit auf die Büh­ne bringt, dann weiß man dass die­se Par­ty defi­ni­tiv für die älte­ren Zuschau­er aus­ge­legt ist. Die­se freu­ten sich auch immer wie­der über musi­ka­li­sche Ein­la­gen des DJs der 257ers, der auch 90er Trash auf­leg­te oder Lie­der zum Mit­sin­gen (mit Lie­dern wie Koka­i­na und In der Weih­nachts­bä­cke­rei eine sehr brei­te Mischung), und so die Stim­mung noch wei­ter ankur­bel­te. 

Auf einer guten Par­ty darf Kon­fet­ti natür­lich nicht feh­len.
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Und Pira­ten sowie­so nicht.
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Natür­lich hat­ten die 257ers auch ihren Hit Holz dabei.
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Gene­rell war in den Wel­len­bre­chern eini­ges an Stim­mung gebo­ten. So wur­de gemein­sam gemo­sht, gesprun­gen und gelacht. Und das nicht nur bei den ange­spro­che­nen 257ers und Kraft­klub. RIN erzeug­te mit sei­ner Show einen Mosh­pit  nach dem ande­ren im Sekun­den­takt. Trett­mann und Kon­tra K lie­ßen einen gan­zen Chor aus Fans für sich mit­sin­gen und auch SXTN brach­te die Men­ge zum gemein­sa­men Fei­ern.

Bei Trett­mann wird sich gera­de noch bereit gemacht, um gleich in den Mosh­pit zu stür­men.
Bild: Eli­as Schaub

Bei RIN ist die Action hin­ge­gen schon im vol­len Gan­ge.
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Auch bei Kraft­klub hat die Crowd gefal­len am Pogen gefun­den.
Bild: Eli­as Schaub

Neben all dem Spaß kamen auch die erns­te­ren Wor­te nicht zu kurz. Kon­tra K appe­lier­te an die Men­ge, dass es wich­tig sei sich selbst wert zu schät­zen, Kraft­klub nutz­te die Gunst der Stun­de sich gegen Het­ze in Form von Ras­sis­mus und Homo­pho­bie aus­zu­spre­chen und die sonst so hei­te­ren Jungs der 257ers schlos­sen sich am Sams­tag­abend mit ihren State­ments gegen Het­ze­rei an. Sehr schön zu sehen, wenn Künst­ler ihre Vor­bild­funk­ti­on auch immer wie­der in die­ser Form nut­zen.

Eben­so schön war es zu sehen, dass das Fes­ti­val Besu­cher aller Alters­schich­ten anzieht. Die Haupt­grup­pe bestand zwar trotz­dem aus vor allem jugend­li­chem Publi­kum, den­noch sind aber auch eini­ge Erwach­se­ne und sogar Fami­li­en unter­wegs gewe­sen. Hier wird dann auch wie­der die Viel­falt der Musik ersicht­lich, die Men­schen aller Alters­klas­sen zusam­men­bringt.

Zu den Shows hat­te man auf allen Sta­ges unpro­ble­ma­ti­schen Zugang. Ein biss­chen kom­pli­zier­ter wur­de es nur an der Main­s­ta­ge mit sei­nen ver­schie­de­nen Wel­len­bre­chern. Am Ein­lass gab es daher immer wie­der Stopps um den Sicher­heits­vor­keh­run­gen gerecht zu wer­den. Dies führ­te lei­der zu unnö­ti­gen Unru­hen, wel­che von bei­den Sei­ten aus­ging. Denn die Sicher­heits­leu­te woll­ten logi­scher­wei­se ihren Job machen und ver­such­ten immer wie­der über Ein­lass­sper­ren Gedrän­ge und Geschub­se zu ver­mei­den. Lei­der war aber genau das Gegen­teil der Fall. Denn so ent­stan­den immer mehr Men­schen­mas­sen, die einen Act sehen woll­ten und aus Befürch­tung sie wür­den nicht mehr rein­kom­men, wur­de ver­sucht sich nach vor­ne zu schie­ben. Aber um eben genau das wie­der zu ver­mei­den, ver­such­te das Secu­ri­ty­per­so­nal die Leu­te gere­gelt und lang­sam durch­zu­be­kom­men. Funk­tio­nier­te dies auf­grund manch eines dick­köp­fi­gen Besu­chers nicht, wur­de der Ein­gang  zu den Wel­len­bre­chern eben wie­der zuge­macht. Ich den­ke euch ist bewusst, dass dies zu einem ewi­gen Kreis­lauf der geschil­der­ten Aktio­nen führ­te. Das klingt jetzt aber alles schlim­mer als es ist. Denn wenn man 20 bis 30 Minu­ten vor Beginn der Show des jewei­li­gen Künst­ler da ist, soll­te man es ohne grö­ße­re Pro­ble­me in den Wel­len­bre­cher schaf­fen.

Nach­dem alle Acts auf der Main­s­ta­ge gespielt hat­ten, ist aber noch lan­ge nicht Schluss gewe­sen. Nach einem kur­zen Umbau, bespiel­te noch Laris­sa Rieß die par­ty­wü­ti­gen in der kul­ti­gen Silent­dis­co. Der Clou: Die Besu­cher bekom­men hier­bei Kopf­hö­rer auf, und hören die Musik nur für sich selbst. Das ist auch für Außen­ste­hen­de auf­grund der Sur­rea­li­tät äußert unter­halt­sam. So kann man zum Bei­spiel nur anhand des Gesangs der Mas­sen ver­su­chen die Lie­der zu erra­ten. Dies wird aber dadurch erschwert, dass Kopf­hö­rer­be­sit­zer auch ver­schie­de­nen Dj-Sets anhö­ren kann, da in die­ser Nacht auch noch ande­re Leu­te zeit­gleich mit Laris­sa auf dem Jui­cy Beats auf­leg­ten. Wer die Musik klas­sisch aus der Anla­ge möch­te, wur­de aller­dings auch fün­dig. Hier prä­sen­tier­te sich, wie schon über den Tag, eine gigan­ti­sche musi­ka­li­sche Aus­wahl. Sei es Deep House, Old­school Hip Hop, Metal, 2000er oder Tech­no. Für wirk­lich jeden Geschmack fand sich ein ent­spre­chen­der Floor. Uns zog es vor allem auf den Bra­vis­si­mo Trash Floor, wo mit Brit­ney Spears, Trai­ler­park oder dem High School Musi­cal Sound­track, alles auf­ge­legt wur­de, was Stim­mung bringt. Und wenn man mal genug von der Musik hat­te, dann konn­te man sich auf der See­büh­ne beim Spie­len von Mario Kart auf einer rie­si­gen Lein­wand oder bei Kurz­fil­men die Zeit ver­trei­ben.

Die Silent Dis­co.
Bild: Eli­as Schaub

Und noch­mal die Silent Dis­co.
Bild: Eli­as Schaub

Die Lein­wand von Giant Video Games by Dwar­fy Giants ist schon von wei­tem sicht­bar gewe­sen.
Bild: Eli­as Schaub

Zum Abschluss bleibt mir nur noch zu sagen: Das Jui­cy Beats Fes­ti­val ist defi­ni­tiv einen Besuch wert. In die­sem Sin­ne: Bis zum nächs­ten Jahr, wenn es dann heißt: Jui­cy Beats Fes­ti­val 2019! 

                                                                                                                     Nico Hil­scher

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