Spontan und rotzfrech

hol­ter­die­pol­ter aus Nürn­berg in Akti­on.

Wie macht eigent­lich ein Löwe? Kön­nen ein BVB-Fan und ein Club-Fan hei­ra­ten? Wel­ches Geheim­nis ber­gen die roten Hand­schu­he von 2004? Wie funk­tio­niert Ramm­stein-Yoga? War­um füh­ren alle Wege gera­de durch den Zau­ber­wald? Die­se Fra­gen und vie­le mehr wur­den am Abend des 4. Juli 2018 unge­plant und völ­lig über­ra­schend von der Impro­vi­sa­ti­ons­thea­ter­grup­pe hol­ter­die­pol­ter aus Nürn­berg auf der Club­büh­ne des Erlan­ger E‑Werk beant­wor­tet.


In Schwarz-Weiß und mit Hosen­trä­gern – so erschie­nen die vier Künst­ler Kathi, Peter, Fran­zi und Sofie, nach­dem sich der ima­gi­nä­re Vor­hang geöff­net hat­te. Genau­so ahnungs­los wie das Publi­kum blick­ten sie einem Abend ent­ge­gen, den es noch zu gestal­ten gab. Sie setz­ten sich auf die vier Stüh­le am Büh­nen­rand und war­te­ten auf die Anwei­sun­gen aus dem Publi­kum und auf die des Mode­ra­tors, der die Eck­da­ten der Spie­le vor­gab. Beglei­tet wur­de das Spek­ta­kel – wie in den frü­hen Zei­ten des Stumm­films – von spon­ta­nen Musik­ein­la­gen, für die Moritz sorg­te.

Mit­hil­fe von Zahn­pfle­ge­pro­duk­ten wur­de die Büh­ne unter­teilt und Stich­punk­te ermit­telt, wel­che die Dar­stel­ler in die selt­sams­ten Situa­tio­nen brach­ten. Dabei waren nur Requi­si­ten aus dem Zuschau­er­raum erlaubt. Das Publi­kum ging die­ser Auf­ga­be mit Freu­den nach, wobei die am Anfang ver­teil­ten Rosen, zumeist an den Köp­fen in der ers­ten Rei­he hän­gen blie­ben, statt auf die Büh­ne zu flie­gen.

Abhän­gig von den Spie­len und Vor­ga­ben ent­stan­den ver­schie­de­ne Kurz­ge­schich­ten und komi­sche Cha­rak­te­re, die das Publi­kum herz­lich zum Lachen brach­ten. So gestal­te­ten die Zuschau­er, der Mode­ra­tor und die Künst­ler einen span­nen­den Abend mit teils uner­war­te­ten Wen­dun­gen, inter­es­san­ten Rat­schlä­gen und schrä­gen Ide­en. Am Ende blieb nur eine Fra­ge offen: ob Ramm­stein tat­säch­lich ein Lied her­aus­brin­gen wird mit den Text­zei­len „Män­ner­schweiß. Ich lie­be Män­ner­schweiß – ich leck dich ab…“

 

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