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Bild: X‑Verleih, Stu­dio­Ca­nal, Pan­da­storm

Lie­be unter selt­sa­men Umstän­den: Kurz nach Ende des Ers­ten Welt­kriegs ver­liebt sich die jun­ge Deut­sche Anna in einen fran­zö­si­schen Bekann­ten ihres gefal­le­nen Ver­lob­ten Frantz. Der 13-jäh­ri­ge Ernst fin­det sei­ne gro­ße Lie­be in Nebel im August in der Ner­ven­heil­an­stalt eines berüch­tig­ten Eutha­na­sie-Arz­tes. — Und in Mit dem Herz durch die Wand kom­men sich zwei zer­strit­te­ne Nach­barn näher.

Frantz

Deutsch­land, kurz nach dem Ende des Ers­ten Welt­kriegs: Anna (Pau­la Beer) besucht jeden Tag die Grab­stät­te ihres gefal­le­nen Ver­lob­ten Frantz. Sie wohnt immer noch bei den Eltern des Toten, und kann sich nur schwer von der Ver­gan­gen­heit lösen. Als Anna auf dem Fried­hof einen Frem­den beob­ach­tet, der auf Frantz‘ Grab Blu­men hin­ter­lässt, spricht sie ihn an: Er heißt Adri­en (Pierre Niney) und sei ein Freund des Ver­stor­be­nen aus Vor­kriegs­zei­ten. Der Fran­zo­se wird in der deut­schen Klein­stadt so kurz nach dem Krieg nicht gera­de will­kom­men gehei­ßen, doch Anna inter­es­siert sich immer mehr für den geheim­nis­vol­len Mann.

Für den Dreh sei­nes neu­es­ten Dra­mas ver­schlug es den fran­zö­si­schen Star­re­gis­seur François Ozon unter ande­ren in das klei­ne Wer­ni­ge­ro­de in Sach­sen-Anhalt. In schwarz-wei­ßen Bil­dern gibt er der Trau­er sei­ner Cha­rak­ter nach den Schick­sals­schlä­gen des ers­ten Welt­kriegs ein beson­de­res Gesicht.

Frantz läuft ab Don­ners­tag, dem 29. Sep­tem­ber, im Lamm-Licht­spie­le-Kino.

 

Nebel im August

Im Nazi-Deutsch­land ist Eutha­na­sie bit­te­re Rea­li­tät – wer nicht der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ras­sen­ideo­lo­gie ent­spricht, wird in Hei­men weg­ge­sperrt, in denen sys­te­ma­ti­sche Tötung an der Tages­ord­nung ist. So soll es auch dem 13 Jah­re alten Ernst (Ivo Pietz­ker) erge­hen, einem Kind fah­ren­der Händ­ler. Der auf­ge­weck­te und rebel­li­sche Jun­ge hat eini­ge Zeit in ver­schie­de­nen Hei­men ver­bracht, wo er schließ­lich als nicht erzieh­bar ein­ge­stuft wur­de. Dar­auf­hin lan­det er in der berüch­tig­ten Ner­ven­heil­an­stalt von Dr. Wal­ter Veit­hau­sen (Sebas­ti­an Koch). Als Ernst klar wird, dass die Pati­en­ten nach­ein­an­der getö­tet wer­den, plant er zusam­men mit sei­ner ers­ten gro­ßen Lie­be die Flucht.

Das His­to­ri­en­dra­ma basiert auf dem gleich­na­mi­gen his­to­ri­schen Roman von Robert Domes. Der Jour­na­list hat sich in den Jah­ren von 2002 bis 2008 mit dem Leben von Ernst Los­sa befasst, der zur Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus Opfer des Eutha­na­sie-Sys­tems wur­de. Mitt­ler­wei­le ist das Buch Unter­richts­lek­tü­re an zahl­rei­chen Schu­len.

Nebel im August läuft ab Don­ners­tag, dem 29. Sep­tem­ber, im Man­hat­tan Kino.

 

Mit dem Herz durch die Wand

Sie (Méla­nie Ber­nier) ist eine jun­ge Pia­nis­tin und gera­de erst in ihre neue Woh­nung gezo­gen, in der sie sich inten­siv auf ihre Auf­nah­me­prü­fung am Kon­ser­va­to­ri­um vor­be­rei­ten will. Er (Clo­vis Cor­nil­lac) wohnt neben­an und will nur sei­ne Ruhe. Schon bald bekrie­gen sich die bei­den Streit­häh­ne durch die Wand hin­durch mit aller­lei nerv­tö­ten­den Aktio­nen. Was sie aber noch nicht ahnen: Sie sind sich weit­aus ähn­li­cher, als sie den­ken und tei­len sogar eine gemein­sa­me Lei­den­schaft.

Die roman­ti­sche Komö­die ist der Debüt­film des fran­zö­si­schen Schau­spie­lers Clo­vis Cor­nil­lac, der auch die Haupt­rol­le über­nom­men hat. In dem Film wird gezeigt wie zwei ver­ein­sam­te Men­schen zuein­an­der fin­den und sich trotz­dem davor fürch­ten, ihre selbst gewähl­te Iso­la­ti­on auf­zu­ge­ben.

Mit dem Herz durch die Wand läuft ab Don­ners­tag, dem 29. Sep­tem­ber, im Lamm-Licht­spie­le-Kino.

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