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Bild: Welt­ki­no, Squa­reO­ne, Pro­ki­no

Die Doku­men­ta­ti­on See­feu­er beglei­tet ein Jahr lang das All­tags­le­ben auf Lam­pe­du­sa, der Insel, die zum Ziel unzäh­li­ger Flücht­lin­ge wur­de. In Zeit für Legen­den bringt ein schwar­zer Leicht­ath­let bei den Olym­pi­schen Spie­le 1936 die ras­sis­ti­sche Ideo­lo­gie des Gast­ge­ber­lan­des durch­ein­an­der. Und Wie­ner Dog beglei­tet einen New Yor­ker Dackel auf der Suche nach einem neu­en Herr­chen.

See­feu­er

Samue­le ist 12 Jah­re alt und lebt auf der Mit­tel­meer­in­sel Lam­pe­du­sa. Nach der Schu­le trifft er sei­ne Freun­de oder streift mit einer selbst­ge­bau­ten Stein­schleu­der durch die Nach­bar­schaft. Er will Fischer wer­den, so wie sein Vater. Auf sei­ner Hei­mat­in­sel war das Leben schon immer von dem geprägt, was das Meer bringt. Seit Jah­ren sind das nun vor allem Men­schen – Tau­sen­de Flücht­lin­ge, die sich auf der ver­zwei­fel­ten Hoff­nung auf ein bes­se­res Leben auf eine lebens­ge­fähr­li­che Rei­se machen. Man­che errei­chen ihr Ziel lebend, ande­re wer­den an der Küs­te ange­spült.

Ein Jahr lang beob­ach­te­te Regis­seur Gian­fran­co Rosi Leben und All­tag auf Lam­pe­du­sa, der „Insel der Hoff­nung“, die zur Anlauf­stel­le unzäh­li­ger Flücht­lin­ge wur­de. Der Doku­men­tar­film über­zeug­te auf der dies­jäh­ri­gen Ber­li­na­le Publi­kum wie Kri­ti­ker und gewann den Gol­de­nen Bären als Bes­ter Film.

See­feu­er läuft ab Don­ners­tag, dem 28. Juli, im Cin­ecit­ta‘ in Nürn­berg.

 

Zeit für Legen­den

Ohio, 1934. Coach Lar­ry Sny­der (Jason Sudeikis) kann sein Glück kaum fas­sen: In dem schwar­zen Leicht­ath­le­ten Jes­se Owens (Ste­phan James) scheint er das Aus­nah­me­ta­lent gefun­den zu haben, nach dem er sein Leben lang gesucht hat. Zusam­men fei­ern der Sport­ler und sein Trai­ner einen Erfolg nach dem ande­ren und träu­men schon bald von einer Gold­me­dail­le bei den Olym­pi­schen Spie­len 1936 in Deutsch­land an. Doch als die Natio­nal­so­zia­lis­ten in Deutsch­land die Macht ergrei­fen, steht Owens vor der schwers­ten Ent­schei­dung sei­ner Kar­rie­re: Soll er die Olym­pia­de aus Pro­test gegen Hit­lers Ras­sis­mus boy­kot­tie­ren, oder sei­nen Auf­tritt vor der Welt­öf­fent­lich­keit zum poli­ti­schen State­ment machen. Schließ­lich ent­schei­det er sich für Letz­te­res — und schreibt Sport­ge­schich­te.

Das his­to­ri­sche Sport­dra­ma beruht auf wah­ren Bege­ben­hei­ten. Der US-Ath­let Jes­se Owens nahm 1936 tat­säch­lich an den Olym­pi­schen Som­mer­spie­len in Deutsch­land teil und wur­de zur Ziel­schei­be der ras­sis­ti­schen Ideo­lo­gie des Natio­nal­so­zia­lis­mus.

Zeit für Legen­den läuft ab Don­ners­tag, dem 28. Juli, im Man­hat­tan Kino.

 

Wie­ner Dog

In New York gerät der klei­ne Dackel Remi an die unter­schied­lichs­ten Herr­chen. Zuerst lan­det er bei einer unsi­che­ren Tier­arzt­as­sis­ten­tin (Gre­ta Ger­wig) auf der Suche nach gro­ßen Aben­teu­ern. Dann läuft er einem erfolg­lo­sen Dreh­buch­au­tor (Dan­ny DeVi­to) zu, der gera­de die letz­te Chan­ce auf den ganz gro­ßen Durch­bruch hat. Zuletzt lan­det er bei einer ein­sa­men, ver­bit­ter­ten Rent­ne­rin (Ellen Burs­tyn). So ver­schie­den die Pro­ble­me sei­ner ver­schie­de­nen Besit­zer sind — sie alle fin­den Trost in ihrem klei­nen Dackel.

Regis­seur Todd Solondz führt nach über zwan­zig Jah­ren die Geschich­te eines Cha­rak­ters aus sei­ner Tra­gi­ko­mö­die Will­kom­men im Toll­haus fort: Die heu­ti­ge Tier­arz­as­sis­ten­tin schlug sich damals als unbe­lieb­te Elf­jäh­ri­ge durch den Schul­all­tag.

Wie­ner Dog läuft ab Don­ners­tag, dem 28. Juli, im Lamm-Licht­spie­le-Kino.

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